„Das habe ich ja noch nie gesehen!“ freuten sich ...

... am Montag nach 12 Uhr mehrere Kinder; denn als wir dem Mutterschaf ...


... zuschauten, wie sie ihr neugeborenes Lämmchen ableckte, kam mit drei Wehen das zweite Lamm zur Welt. Ein kleines Wunder, wie selbstverständlich dieses nasse Etwas die Mutter verlässt, keine halbe Minute auf dem Boden liegt und schon anfängt zu zappeln und nach Luft zu ringen. Die Mutter leckt es trocken und drei Minuten später steht es auf den Beinchen und sucht nach dem Euter. Da war der Abschluss- kreis natürlich Nebensache und konnte erst um halb eins gefeiert werden. Morgens starteten wir mit nur 9 Kindern, 5 mussten krankheits- bedingt zuhause bleiben. Wir hörten den Anfang der biblischen Geschichte zur 5. Station: Jesus geht nach dem Abendmahl in den Garten Gethsemane, um zu beten: „Mein lieber Vater, es ist dir alles möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ Seine Jünger schlafen indes ein, auch nachdem Jesus sie noch zwei Mal um ihr Wachbleiben bittet. Nach seinem dritten Gebet sagt er den Jüngern: „Genug jetzt, es ist

soweit;  gleich wird der Menschensohn den Feinden Gottes ausgeliefert. Steht auf, wir gehen. Da ist er schon, der mich verrät.“  Da taucht Judas mit den Soldaten auf, gibt Jesus einen Kuss und der lässt sich widerstandslos gefangen nehmen und abführen.  Mit den Flanellbildern stellten wir die Szenen nach und beschlossen, wenn die Tiere versorgt sind, zum Passionsweg zu wandern und dort die Motive der  5. Stele zu betrachten.  Im sonnenbeglänzten Tiefschnee stapften wir zu den Baumstamm-stücken. Dort in der Sonne war es so warm, dass die Kinder ihre Schneeanzug-Oberteile abstreif- ten. Salome las beim fünften Fichtenstück mit Seil, Kette, Gefängnisfenster und Handwasch-schüssel von Pilatus den biblischen Text aus Markus 14 und 15 vor und wir überlegten, wie schnell die Menschen jemandem im Stich lassen.  Zurück zur Villa wollten die meisten Kinder und so kam’s zu lustigen Spielchen vor der Villa, mal im Sonnenbad, mal wartend, bis die Wolke die wärmenden Strahlen wieder frei gibt.




„Also dann bis zum nächsten Mal“ verabschiedete sich eins von 16 Vorschulkindern aus dem städtischen Kindergarten Dornhan am Dienstag um halb zwölf. Sie kamen mit ihrer Leiterin Cordula Hildebrandt und drei Mitarbeiterinnen, um mit uns einen Vormittag zu erleben. Wir feierten Morgenkreis und vesperten gemeinsam, da platzte unsere Villa fast aus den Nähten. Nach dem Versorgen der Tiere besuchten wir den Passionsweg, der war das eigentliche Ziel unserer Gäste. An jeder Station hörten wir im Halbkreis die jeweilige biblische Geschichte, die hier und da von unseren Kindern ergänzt wurde. An der dritten

Stele (Jesus feiert das erste Abendmahl) brachen wir das Brot untereinander und genossen Traubensaft dazu. Am sechsten Baumstammstück gab es kleines Feuer als Erinnerung an die Verleugnung des Petrus und an der siebten Station kam eine Dornenkrone dazu, wie sie Jesus wohl von den Soldaten zum Spott aufgesetzt wurde.  Was die Besuchskinder alles mitnehmen, wissen wir nicht, aber gelohnt hat sich ihr Ausflug  bestimmt; die Erzieherinnen waren beeindruckt und bei einigen Kindern gab es schon Überlegungen, wann sie das nächste Mal wiederkommen  könnten   -  „vielleicht im Sommer ...“



„Ich freue mich, dass Lotte jetzt bei uns ist“ betonten mehrere Kinder am Mittwoch im Abschlusskreis während der Erzählrunde mit dem Albatros. Zum ersten Mal im neuen Jahr saßen wir dabei draußen vor der Villa. Lotte Frölich ist seit heute unsere dritte Fachkraft, denn sie ist ausgebildete Erzieherin und studiert derzeit ökologischen Landbau und Vermarktung in Eberswalde. Im Rahmen ihres Praxissemesters wird sie nun bis zu den Sommerferien jeden Tag bei uns sein, das ist ein großer Gewinn und wir sind ihr jetzt schon sehr dankbar, dass sie sich für unseren Bauernhofkindergarten entschieden hat! Herzlich willkommen! Die Kinder hatten sie gleich ins Herz und „in die Hände“ geschlossen, z.B. beim Unterwegssein. Wie Jesus vor dem Hohen Rat und vor Pilatus verhört wurde und

Pilatus dann das Volk entscheiden ließ, was mit Jesus geschehen soll, sahen und hörten alle noch am Ende des Morgenkreises. Beim Versorgen der Tiere ist der Hasenstall ausgemistet worden und die Hühner bekamen frisches Stroh. Joel und Ferdi halfen Helmut beim Melken. Den Passionsweg  besuchten wir wieder, auch damit Lotte ihn kennen lernen konnte.  Im Wald entdeckten die Großen wieder vertrocknete Fichten zum  „rausreißen“ und Ferdi  den ersten Ast mit diesem wundervoll geformten Raueis, es gab dann noch weitere Exemplare. Auf dem Rückweg quer durch den Wald fanden wir allerlei Tierspuren im Schnee,  von Hase, Fuchs und Reh und eine rätselhafte: fast so groß wie die Pfote von Ronja, aber ganz an der Oberfläche und im schrägen  Zweier-Schritt ..., vielleicht vom Luchs?



„Der Bernhard hat auch schon mal einen Luchs bei sich im Wald gesehen“ erklärte Nathanael, als wir am Donnerstag nochmals auf der Suche nach diesen interessanten Fußtapfen im Schnee waren. Mehrfach fanden wir sie wieder und beschlossen, einen Experten zu fragen. Nach dem Morgenkreis beschlossen wir, wer welche Tiere versorgt, dass die Vorschüler mit Robert ein weiteres Kalenderblatt gestalten, Lotte und Salome mit den Mittleren Weckle backen und Helmut mit den Jüngsten draußen im Schnee sein wird. Joel legte einen neuen Melkrekord vor: 1,7 Liter! Und Lotte stieg auch mit ins Melkgeschäft ein. Während in der Küche Körner von Hand gemahlen und Hefe im warmen Wasser

aufgelöst wurde, versuchten sich die Großen mit der Papierreißtechnik. Draußen probierten die Jüngsten mit Stock und Rosenblättern allerlei Stempel- und Legemuster im noch vorhandenen Schnee. Nach unserer Spurensuche hielten wir Kinderkonferenz im herrlichen Sonnenschein. Direkt anschließend servierte Lotte die frisch gebackenen Brötchen, die wir mit Butter und eigener Zwetschgenmarmelade gerne genossen haben.

 

„Licy und Susanne haben eine Überraschung für uns mitgebracht“, lautete die Antwort am Freitag auf die Frage der Kinder beim Vespern mit den Tagesgästen im Seniorenzentrum, was




wir denn heute im Schlossbergsaal zusammen machen werden. Mit 9 Kindern spazierten wir nach dem zweiten Frühstück eine gute Stunde der Schiltach entlang. Um 10 Uhr feierten wir in großer Runde, mit mehr Senioren als Kindern unseren Morgenkreis. Beim ersten Lied singen die Tagesgäste inzwischen kräftiger mit, als unsere Gruppe. Mit dem Aufblasen kleiner Luftballons begann die Überraschung. Diese wurden mit Kleister bestrichen und entweder mit Zeitungspapier, Stoffstreifen oder Wolle bestückt. Eine interessante Fortsetzung ergab sich nebenbei, denn das Reißen von Papier

 ist eine Kunst, die gelernt sein will. Nicht ganz einfach auch das einkleistern und glattstreichen von Papier und Stoff, aber einer hilft dem andern und dann geht es. So entstanden kreative Eier, die aus Papier werden wir nächsten Freitag bemalen. Nach einer Draußenrunde speisten wir fürstlich bei Kartoffelsuppe, Salatteller, Hefeklößen mit Vanillesoße und Beeren samt einer Banane als Nachtisch. Herzlich danken wir für alle Gastfreundschaft und heute einmal besonders für alle pädagogische Unterstützung von Alice, Susanne und Monique!



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