Am 7. Januar trafen wir uns zum ersten Mal wieder in unserer Villa: ...

... ein freudiges Begrüßen erfüllte Haus und Menschen-Kinder samt der Hündin Klara. Als wäre es grade mal ...

 


ein paar Tage her, fanden sich gleich alle bei den gewohnten Aufgaben wieder: zuerst bekamen die Vroni, die Ponys, die Schafe und die Kälber frisches Heu. Dafür gab uns Vroni gut 5 Liter frische Milch. Im Morgenkreis zündete Lea die Kerze an, alle sangen vergnügt mitklatschend das „Guten Morgen liebe Sonne-Liedchen“, Isabella zählte die Monatskette und Anna stellte die Regeln vor.  Helmut hat zum vorletzten biblischen Bild erzählt, wie die drei Sterndeuter voll Freude das Jesus-Kind im Stall gefunden hatten und dann aber überhaupt nicht bei König Herodes vorbeigingen, denn sie wussten, dass der etwas Böses vorhat. Anschließend übten wir das schwäbische Winterliedchen von Wolle Kriwanek: „Es schneialat, es bialat, es goht an kalder Wend, ond Mädla ziagat Handschua o ond Buaba laufad

geschwend“. Während dem Vespern beschlossen wir, zuerst die vier Kinderfiguren auf den Plexiglasscheiben fertig zu gestalten und dann noch auf die Burg zu steigen. Klara nahm anfangs mit einem Stock als Jagd- und Spielobjekt vorlieb. Später fanden die Großen wieder einmal einen  „Holzkropf“, bzw. eine „Maserknolle“  und damit begann für Anna auf der Burg eine große Stunde: zig mal warf sie die handliche „Kugel“ soweit sie konnte und vor jedem Wurf gab sie klare Anweisungen an Klara. Nach wenigen Versuchen begriff Anna, dass Klara ihr tatsächlich aufs Wort gehorcht, wenn sie es nur laut und deutlich sagt. Das ging sogar bis zum „Sitz- und Platzkommando“  -  da waren wir alle überrascht und erstaunt, wie unsere kleine Anna mit der großen Klara zusammenarbeiten kann  -  im Freien Spielen! 




Auf dem Rückweg zu unserer Villa hörten wir schon Vroni rufen.  „Die haben schon wieder alles leergefressen“, also holten wir erst mal Nachschub für die Tiere. Ins Wetterblatt schrieben die Großen morgens 2 und mittags minus ein Grad.

Am Donnerstag stand da: morgens 4 und mittags 4 und nur Wolken. Nach dem Füttern und Melken betrachteten wir das letzte biblische Bild der Weihnachtsgeschichte, auf dem Josef, Maria, das Kind und der Esel Bethlehem verlassen und nach Ägypten fliehen, weil Herodes alle männlichen Neugeborenen umbringen lässt. Bei der Geburtstagsfeier für Jule hat Lea anhand der 15 Bilder die komplette Weihnachtsgeschichte nacherzählt, für Robby, die Handpuppe, weil der unbedingt eine Geschichte hören wollte. Gratulieren wollte er anfangs nicht so recht, aber das Geschenk übergab er dann doch an Jule, wobei er es am liebsten gleich ausgepackt hätte. Die Kinder

 erklärten ihm, dass das doch eine Überraschung sei und von Jule erst zuhause aufgemacht werden wird. Als Robby wieder in seinen Korb verschwand, kam Jules große Stunde: An der Töpferscheibe ihre eigene Müslischüssel töpfern (zusammen mit Helmut geht das schon ganz gut). Am Vespertisch mit Geburtstagskerzen verteilte Jule die zweite Runde der leckeren Nussecken („von Mama!“).  Draußen hörten wir eine Motorsäge und Roland zeigte uns, dass gleich unterhalb von der Weide Tannen gefällt werden. Als wir ankamen, konnten wir (mit viel Abstand) sogar beim Fällen einer Weißtanne zuschauen  -  beeindruckend, wie solch  „ein riesengroßer Baum umfällt“.  Die Kinder entdeckten einen  „Eiswürfel“ in einem Futtertrog der Enten. Der musste geborgen und dann versteckt werden. Abschließend fütterten wir wieder alle Tiere und schnitten aus Pappe noch ein Modell für unser geplantes Vogelfutterhaus aus.



Sturmwarnung am Freitag. Also beschlossen wir nach dem Füttern, Melken und Morgenkreis feiern, dass wir uns um das Vogelfutterhaus kümmern. Zuerst versuchten alle Kinder die einzelnen Holzteile zu einem Haus zusammenzufügen, das entwickelte sich zu einem spannenden  „Tischspiel“, eine Art Echtholzpuzzle. Nach vielen Versuchen gelang es, das Häusle wie geplant aufzustellen. Nächster Schritt: Löcher anzeichnen und bohren. Da eignete sich unsere Kinderziehbank hervorragend: ein Kind sitzt auf der Ziehbank und drückt mit den Beinen das Werkstück fest, ein anderer „Handwerker“  bohrt und alle kommen dran. Auch beim Eindrehen der Schrauben bediente wer wollte den Akkuschrauber.

 

Und schon stand ein hübsches Vogelfutterhäuschen auf dem Tisch. Wir überlegten, wo es am besten aufgestellt werden kann, damit wir die Vögel dann auch vom Fenster aus beobachten können. „Und einen Pfosten müssen wir noch suchen und reinklopfen“.  Das stürmische Wetter hatte sich indes beruhigt, sodass wir die restlichen vier Plexiglasfiguren entlang der Straße befestigten. Das dauerte seine Zeit, doch jetzt sieht es richtig echt aus, mit den spielenden Kindern. Um halb zwölf stiegen wir hinauf zum Heu und gabelten fleißig frisches Futter zur Vroni, den Ponys, den Schafen und den beiden Kälbern hinunter. Ins Wetterblatt schrieben die Mädchen morgens 5, mittags 3 Grad und Sturm und 11 ml Regen.



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