Mit einem Tierkindertag begannen wir die 13.-te KW, denn bei Helmut’s Schafen kamen nachts 3 Lämmer zur Welt, ...

... im Brutapparat von Familie Gutekunst schlüpften die ersten Küken und ...

 


 Vanessa und Rebecca brachten eine Raupe mit. Im Morgenkreis ging es mit Jesus und seinen Jüngern weiter: Nach dem Abendessen wollte Jesus in den Garten Gethsemane gehen, um dort alleine mit Gott reden zu können. Er nimmt Petrus und zwei Jünger mit und sagt zu ihnen: „Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibt hier und wachet mit mir.“ Jesus geht noch ein Stück und legt sich zum Beten mit dem Gesicht zur Erde und betet: „Mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will.“  Er kommt zu den Jüngern, da sind sie eingeschlafen.  Jesus bittet nochmals: „Bleibt wach und betet!“  Aber die Jünger schlafen wieder ein, auch beim dritten Gebet Jesu. Enttäuscht sagt Jesus: „Schlaft ihr denn immer noch? Steht auf, es ist soweit; gleich wird der Menschensohn den Feinden Gottes ausgeliefert. Da ist er schon, der mich verrät.“ 

Ganz bewusst beschränken wir uns bei den Passionsgeschichten auf wenige Worte und Bilder, damit viel Frei-Raum für die Gedanken der Kinder bleibt.  Wer mag, kann eine Parallele zum Schlüpfen eines Kükens sehen: Vanessa hielt für etwa 10 Minuten ein Ei, dessen Schale schon einen Riss hatte, in ihren Händen und alle erlebten, wie das Küken sich durch die Schalenhälften kämpfte  -  ohne viele Worte und Bilder  -  fast nur im Staunen. Vermutlich hätten wir den ganzen Morgen bei den Küken bleiben können, wenn da nicht noch die 10 Lämmer wären. Drei davon kamen direkt angerannt, als wir nach dem Hühnerfüttern zu den Schafen gingen.  Die drei bekamen ihre Milchflaschen von den Kindern und manche Streicheleinheit dazu. Caruso, den Hahn hätte Vanessa gerne wieder auf den Arm genommen und gefüttert, aber bei so viel Umtrieb hielt er sich eher zurück.




Im Keller mit der Taschenlampe nach Äpfeln suchen war wieder das Abschlussritual des Besuchs bei den Lämmern. Die Raupe bekam ein neues Zuhause im Glas und wir sammelten noch Hühnereier aus den Nestern, da war schon wieder Abholzeit.

Am Dienstag im Morgenkreis ging die Passionsgeschichte direkt in der Nacht weiter: Als Jesus seinen Jüngern sagt: „Der mich verrät, ist schon da“  kommt Judas auf ihn zu, gibt ihm einen Kuss und schon stehen Soldaten mit Schwertern, Fackeln und Seilen bereit, um Jesus gefangen zu nehmen; wie einen Verbrecher behandeln sie ihn und führen ihn ab. Kein einziger Jünger ist zu sehen.

Alle sind geflohen, selbst Petrus, der noch kurz zuvor versprach, er würde überall mit Jesus mitgehen, egal was passiert. So einsam muss Jesus nun seinen Weg gehen.  Wir gingen heute gemeinsam zum Melken, das wünschten sich die Großen, weil sie schon so lange nicht mehr dabei waren. Wir haben genau besprochen, wie wir es machen und so konnten Lea und Vanessa sich wieder im Melken versuchen. „Das geht richtig schwer“, stellten beide fest und beschlossen, zukünftig wieder täglich zum Melken mitzugehen, um zu üben, „weil dann geht’s bald wieder besser!“ Viel Zeit verbrachten wir anschließend bei den ca. 30 geschlüpften Küken.



Die Kinder holten sich immer wieder eine  „Neues“  aus dem Brutapparat, bestaunten den Flaum, die ganz unterschiedliche Färbung, die großen Beinchen, die Augen und sonst alles, was an so einem kleinen Lebewesen schon dran ist: „Und das war alles in dem Ei drin!“  „Ja! Hat er sich gut ausgedacht, unser Gott!“  Später suchten wir feine Haselnussruten für die Feuerbohnen und stabile für die Holzblumen, die wir für den Kunsthandwerkermarkt (So. 26. 4.!) basteln wollen. Gemeinsam banden wir die jungen Bohnenpflänzchen mit Wolle an den Stöckchen fest. Erde auffüllen und gießen  -  fertig. Im Hühnerstall wurden die Eier eingesammelt und anschließend  „brüteten“  die Vorschülerinnen über ihren Holzeiern: von 10 fünf weg-nehmen und in die zweite Schachtel legen, gibt 5 und 5 Eier in jeder Schachtel, 

 

oder  zwei mal 5 leere  „Becherchen“.Besonders spannend war die Entdeckung, Muster in die Schachteln legen zu können. Minus drei Grad morgens und 8 Grad mittags schrieben die Großen ins Wetterblatt, bei Sonne und Wolken.

Am Mittwoch in der Passionsgeschichte bringen die Soldaten Jesus in das Haus des obersten Priesters Kaiphas, wo sich die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt hatten. Mit falschen Zeugen versuchen sie, Jesus schuldig zu sprechen und ihn töten zu lassen, aber es gelingt ihnen nicht. Schließlich fragt Kaiphas: „Bist du der versprochene Retter? Bist du der Sohn Gottes?“ Jesus antwortet: „Ja. Und ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten des Allmächtigen sehen und wie er auf Wolken wiederkommen wird.“ 



Da zerriss  Kaiphas sein Gewand und schrie: „Das ist Gotteslästerung!“ Und alle andern riefen: „Er hat den Tod verdient.“  Sie bespucken und schlagen Jesus.  Mit großer Betroffenheit reagierten die Kinder und stellten fest, wie ungerecht und böse Menschen sein können.  Beim Melken hatte Vanessa wieder ihre  Erfolgserlebnisse, denn es kam ganz schön viel Milch. Unser Leif traute sich zum ersten Mal zusammen mit Desirée ans Melken. Richtig gut ging es den Küken, als wir sie im Heizraum besuchten. Alle Kinder konnten sich aus dem kleinen Gehege die verschiedenen Tierchen herausnehmen und genau  beobachten und  „untersuchen“, was jedes für Besonderheiten hat. Die ersten winzigen Federkiele an den Flügen entdeckten wir schon. Gegen 11 Uhr machten wir uns wieder einmal an unsere Holzofenanzünder. Draußen in der Sonne befüllten wir gemeinsam jede Menge Eierschachteln mit Hobelspänen.

Während Helmut das heiße Wachs in die Becherchen goss, suchten die Kinder mit Desirée nach den frisch gelegten Eiern. Im Wetterblatt stand morgens 3 und mittags 8 Grad.

Die Passionsgeschichte am Donnerstag erzählte, wie die Hohen Priester und Kaifas beschließen, dass sie Jesus dem Statthalter Jerusalems, Pontius Pilatus überliefern wollen. Der soll ihn zum Tode verurteilen. Der Gouverneur Pilatus fragt Jesus: „Bist du der König der Juden?“  „Ja“, antwortet Jesus. Als ihn aber die Hohen Priester und die Ältesten der Gotteslästerung beschuldigten, schweigt er. Darum fragt ihn Pilatus: „Hörst du nicht, was sie gegen dich vorbringen?“ Aber Jesus schweigt. Die schlichten Flanellbilder nach Kees de Kort visualisieren das Geschehen für die Kinder zusätzlich.  Beim Vespern beschlossen wir unser Vormittagsprogramm: 



die Kühe füttern, Vroni melken, Überraschung für Ferdi anschauen, Eier suchen, Ofenanzünder weiter herstellen und das Wetterblatt ausfüllen. Gesagt getan: nach dem Melken überraschten wir Ferdi mit 34 Küken. Die Herausforderung ergab sich per Gefühl: alle Küken, die die Kinder in Händen hielten, hatten kalte Füße; wir befühlten die Einstreu und stellten fest: nass und kalt. Klarer Fall: Ausmisten! Also mussten alle Küken aus dem „Gehege“ in einen Eimer versetzt werden. Das kostete manche Kinder erstaunlicher Weise viel Überwindung, aber schließlich trauten sich alle, die kleinen Flaumkneuel vorsichtig in einen Eimer zu setzen. Unter die frische Einstreu verteilten wir Hobelspäne aus der Werkstatt. Lea hat alle Wasser- und Futterschüsselchen gereinigt und neu befüllt und nun konnten die Küken wieder zurückgetragen werden. Im Hühnerstall fanden wir 9 Hühner- und ein Entenei. Anschließend füllten wir ca. 50 Eierschachteln mit Hobelspänen, was auch gelernt sein will. Lea füllte die Wetterblätter alleine aus, da heute  nur 3 Kinder kommen konnten.

So blieb es auch am Freitag bei drei Kindern. Aber unser  „Programm“  gelingt trotzdem: Morgenkreis mit 3 Liedern und der Fortsetzung der Passionsgeschichte: Während Jesus noch verhört wird, wartet Petrus immer noch draußen im Hof an der Feuerstelle. Da spricht ihn eine Dienerin an: „Du warst auch mit diesem Jesus zusammen!“ Petrus streitet alles ab. Dann erkennt ihn ein Mädchen und sagt zu den Umherstehenden: „Der da war auch mit diesem Jesus!“  Petrus schwört, dass er diesen Mann nicht kennt.  Daraufhin sagen andere: „Wir erkennen dich an deiner Aussprache, natürlich gehörst du zu dem!“  Und Petrus schwört: „Gott soll mich strafen, wenn ich lüge! Ich kenne diesen Mann nicht!“  In diesem Augenblick kräht ein Hahn und Petrus erinnert sich an die Worte Jesu: „Bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“  Da geht Petrus weg und weint verzweifelt.  Wir sprachen länger über diese Geschichte und wie das ist, wenn einen alle im Stich lassen. 



Nach dem Vespern gingen wir die Kühe füttern und Vroni melken. Auf unserem Passionsweg gingen wir an allen 7 Stationen vorbei, um uns an die einzelnen Geschichten zu erinnern. Querwaldein wanderten wir zurück, entdeckten die ersten Schlüsselblumen und Buschwindröschen und lauschten den Gesängen der Singdrosseln und der Buchfinken. 

In unserer Villa wurden die letzten Eierschachteln mit Hobelspänen befüllt und ein Löwenzahnbild ausgemalt. Bei den Hühnern fanden die Kinder heute 9 Eier und Lea stellte locker fest: „Bis 10 fehlt noch eins.“  Ein Kurzbesuch bei den Küken war auch noch drin, bevor Lea ins Wetterblatt morgens null und mittags 5 Grad mit Wolken eintrug.



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