Mit einem grauen Montagmorgen  ...

... und allen 8 Kindern starteten wir unseren Morgenkreis draußen. 


Mit einem grauen Montagmorgen und allen 8 Kindern starteten wir unseren Morgenkreis draußen. Jule führte durch die Regeln und Ferdinand bediente die Monatskette. Wir lasen ein Buch von Jule über den Sturm auf dem Bauernhof und eins von Leif über die Baumaschinen. Desirée las in ihrer Lerngeschichte für Vanessa vor, wie liebevoll sie sich am letzten Freitag um die Entenküken gekümmert hatte. Weil Desirée von den ersten Pfifferlingen schwärmte, beschlossen wir einmütig, sofort nach dem Melken auf die Suche zu gehen. Vroni und Woodly waren gut zu versorgen und wenn alle mithelfen, klappt auch der Weg von und zur Weide recht gut.

 

Noch vor 10 Uhr wanderten alle den Wald hinunter Richtung Schiltach. Die erste Zeit- und Wegstrecke blieb pilzlos. Doch nach dem Vespern leuchtete es plötzlich klein und orange-golden zwischen Moos und Gras: Tatsächlich standen da die ersten Pfifferlinge. Alle kletterten den Hang hinauf durchs Dickicht und pulten die Schwammerln aus dem Moos. Fein säuberlich geputzt wanderten diese in die Stofftasche. Ein Stück weiter hieß es wieder „Pilzalarm“ und gegen 11.30 Uhr hatten wir ungefähr 5 doppelte Kinderhände voller Pfifferlinge beisammen. Da fing es an zu regnen und wir machten uns auf den Heimweg. Morgen wollen alle natürlich weiter suchen.




Der  Dienstag war nochmals kalt (10 Grad) und wolkig. Nach Morgenkreis, Melken und Woodly füttern wanderten wir wieder den Wald hinunter Richtung Schiltach. Unterwegs begutachteten wir unsere Schutzvorrichtung für die zwei kleinen Riesenboviste, die wir am Montag auf dem Waldweg entdeckten.  „Die sind schon ein bisschen gewachsen“ beschlossen die Kinder. Weit führte uns der zweite Weg in Richtung Schiltach, aber weit und breit kein Pfifferling. Also traten wir den Rückweg an und kamen mit nur einer Hand voll Pilzchen bei unserer Villa an. Weil noch Zeit war, wanderten wir ein Stück den Wald hinauf, aber auch dort fanden wir keine Pfifferlinge. Wir nahmen‘ s  gelassen und die Kinder gingen zum Schaukeln und zu den Wetterblättern.

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Neblig begann der Mittwoch, aber schon zum Morgenkreis stiegen die Nebelschwaden hoch hinaus übers Scheunendach und bald blendete uns die Sonne. Ferdinand übte sich fleißig im Melken.  Als Vroni und Woodly versorgt waren, wanderten wir mit Rucksäcken und dem Pilzkorb bergaufwärts Richtung Römerweg. Spärlich zeigten sich an nur zwei Stellen noch recht winzige Pfifferlinge; „Aber wenn die groß sind, dann holen wir sie“, beschlossen die Kinder. Kurz vor 12 kamen wir an der Villa an, etwas müde, aber zufrieden, denn der Weg ist unser Ziel. Sozusagen als Abschluss schnitten Jule und Ferdinand  „ihre“  Gummistiefel, die auf einem Werbeplakat abgebildet gewesen sind mit der Schere aus.



Sehr sonnig begann der Donnerstag und vor lauter Eltern-, Kinder-, Tür- und Angelgesprächen verzettelten wir uns mit dem Morgenkreis. Roland Maier kam freundlicherweise wegen dem Flyer vorbei und als uns dann noch Roland Gutekunst einlud, beim Verabreichen der Wurmkur für die Schafe dabei zu sein, war das natürlich viel spannender und alle wollten beobachten, was Roland mit den Schafen macht. Nur die Schafe wollten nicht  -  vermutlich weil es so viele Zuschauer gab. Weil wir schon alle mit den Gummistiefeln unterwegs waren, holten wir Vroni zum Melken und Woodly zum Milchnuckeln von der Weide ab. Vroni hatte es eilig und rannte einfach alleine bis zum Stall.

Ferdinand brachte es auf über 300 ml Milch. Bei Vroni wird es jedoch insgesamt von Tag zu Tag etwas weniger Milch und am dicken Bauch ist jetzt auch deutlich zu erkennen: sie wird ein Kälbchen bekommen. Nach dem Melken vesperten wir im Schatten des Waldrandes und weil es schon halb elf war, blieben wir einfach  „zuhause“. Längere Zeit verbrachten alle bei den Hühnern im und um den Hühnerstall. Ein Huhn humpelt, zwei Hühner brüten, ein Entenei und zwei Hühnereier fanden die Kinder in den Nestern. Wir schauten den Entenküken zu, wie sie ihren neuen Teich sichtlich genossen, während die jungen Puten vergnügt im Gras umherhüpften und nach Essbarem suchten. Gehüpft sind unsere Kinder auch fröhlich und vergnügt bis kurz vor 12 im großen Trampolin von Familie Gutekunst;



das Essbare für zwischendurch bestand aus frischen Kirschen von Vanessa und Rebecca, inclusive Kirschkernweitspucken. Ins Wetterblatt schrieben die Großen morgens 13 und mittags 20 Grad (im Schatten).

Nur mit Sonnenschirm konnten wir den Morgenkreis am Freitag feiern, so heiß schien die Sonne schon um halb neun. Vroni trabte wieder ihren morgendlichen Weg zum Stall alleine und auch Woodly weiß, dass es dort ihre Milch gibt. So ging das Kühe versorgen recht problemlos, bis auf die lästigen Fliegen und Bremsen, die vor allem die Vroni kaum zur Ruhe kommen lassen. Doch damit müssen sie und wir leben und das Beste daraus machen; die Kinder stellen sich dann eben neben Vroni und verjagen die Quälgeister.

Zum Vespern zogen wir uns in den Wald zurück und weil eins unserer Kinder noch Mühe hat mit den Waldwanderungen, beschlossen wir, hier im Wald zum Spielen zu bleiben. Mal für sich alleine,  im Team oder mit Susanne und Helmut ergaben sich vergnügte und ideenreiche Betätigungen: ein Feuer wurde aufgebaut, eine Streuselhütte entstand, ein Tausendfüßler beglückte Anna für längere Zeit und die Großen entdeckten die riesige Fichte, die mit ihren vielen Ästen sehr gut beklettert werden kann  -  wenn man’s kann. Ein ewig langes Seil zog zum Schluss viel Aufmerksamkeit auf sich, wenn gleich wir sonst kaum künstliches Material zum Spielen brauchen;



dieses gute Stück bekamen wir geschenkt und es diente gleich als Einstiegshilfe in die Fichte. Später entdeckten die Großen (alleine!) das Flaschenzugprinzip: eine Schlaufe legten sie über einen Ast, ein Kind stieg in die Schlaufe und ließ sich hochziehen. 

Zum Aufräumen des Seils brauchte es drei Leute und ganz schön Kraft. Wer weiß, wozu das Ding noch gut sein wird. Gut heiß war es an der Villa, aber unterm Sonnenschirm konnte man Susanne gut zuhören, wie sie zum Abschluss ein weiteres Kapitel von Lotta vorlas.