Endlich wieder „volles Haus“! Am Montag, 13. 4. hatten wir alle unsere sieben ...

... Kinder wieder bei uns  -  das tat uns allen richtig gut!

 


Wir konnten den Morgenkreis wieder unterm blauen Himmel feiern. Die Kerze steht in einer Laterne wegen dem Wind. Rebecca übernahm gleich mal die Regeln und Vanessa die Monatskette. Aus Ferdinands Buch  „Die Streithammel“ lasen wir die ersten Seiten von Katharina und Philip, die sich um ein Spielzeugauto stritten.  Desirée las anschließend ihre Lerngeschichte für Lea vor, die sich am Freitag so auf unser Besuchskind gefreut hatte. Wir beschlossen, heute nochmals nach Huflattich zu suchen, diesmal Richtung Aichhalden. Nach dem Melken bekamen aber erst noch die Küken ihren Auslauf im Freigehege. Mit Erstaunen stellten unsere Kinder fest, wie groß die 

Kleinen schon sind, dass sie alle Flügelfedern haben und richtig fliegen können.Auf dem Weg zum Huflattich wanderten wir steil waldaufwärts und trotz der Anstrengung sammelten die Kinder allerlei interessante Holzstücke: „einen Mond, eine Fichtenzapfentrompete, Minizapfen und Hexenbesen.“ Auf einer Lichtung wurde gevespert und Binsengras geflochten. Hier fanden wir die ersten Huflattichblüten. Auf unserem Weg bis kurz vor Aichhalden wuchs dafür kein einziger. Erst auf dem Rückweg zur Villa konnten wir nochmals fleißig pflücken. Ins Wetterblatt schrieben die Großen morgens 7 Grad und mittags 12, bei Sonne und wenigen Wolken.




Mit herrlichen Sonnenstrahlen begannen wir unseren Morgenkreis am Dienstag. Wir hörten weiter von den beiden Kindern, wie sie tatsächlich zwei kleine Hammel auf ihren Schultern entdeckten, die ganz schön üble Dinge von ihnen forderten: „Mach doch sein Spielzeug kaputt“  -  aber die beiden ließen sich nicht darauf ein. Desirée erzählte in ihrer Lerngeschichte für Vanessa, wie schön es ist, dass sie und ihre Schwester jetzt wieder bei uns sind. Beim Melken kam Vanessa fast auf eine Tasse voll Milch. Nach dem Versorgen der Milch und der Küken beschlossen wir heute in die vierte (Himmels)-Richtung zu wandern, um nach Huflattich zu suchen. Unterwegs gab es wieder allerlei zu entdecken: interessant geformte Aststücke, eine Taubenfeder, mindestens 10 Hände voll Krötenlaich, die ersten 

Wasserläufer und verschiedene Vogelstimmen. Aber Huflattich fanden wir nicht. Egal, es ist auch ohne ihn immer spannend im Wald. Auf dem Rückweg hat Lea dann Handschuhe und Müllsack ausgepackt, denn wir werden jetzt damit beginnen, den weggeworfenen Müll der Autofahrer einzusammeln; wir nennen sie Müllschweine und überlegen uns noch eine Aktion, um diese Schweinerei auch deutlich sichtbar zu machen. Zurück an unserer Vila wurde mit vereinten Kräften der Garten gehackt und von Kräutern und Gräsern befreit, die wir hier nicht brauchen. Die beiden Vorschülerinnen  „legten“ mit ihren Holzeiern noch so manche kleine Rechnung in den Eierschachteln hin und her. Ins Wetterblatt schrieben sie morgens 5 und mittags 12 Grad mit  „nur“  Sonne.



Der Mittwoch wurde noch heißer. Im Morgenkreis gab es die Fortsetzung von den Streithammeln und eine Lerngeschichte für Rebecca, die beschlossen hat, einfach ohne Windel und dafür mit Unterhose in den Kindi zu kommen. Beim Melken half Vanessa kräftig mit, Lea übte, Rebecca und Leif bekamen die ersten Tropfen gemolken. Während Helmut die Milch versorgte, brachten Desirée und die Kinder die Küken in ihr Gehege. Dann stiegen wir die Weide hinauf und vesperten beim Baumhaus. Danach bekam Klara ihren Ball geworfen, manche Kinder spielten

 

verstecken oder kochen, stiegen in den Brunnenschacht oder übten sich im Schnitzen. Wir entdeckten die Vogelmire und nahmen sie mit zum Pressen. In unserem Garten haben Lea und Vanessa die winzigen Gelbe-Rüben-Samen mit  „Fingerspitzengefühl“ und barfüßig in die Erde gesät. Da es so heiß war unterm blauen Himmel, verbrachten wir die letzten Minuten bis zum Abholen lieber in unserer Villa mit malen und dem Wetterblatt; die Vorschülerinnen trugen ein: Morgens 3 Grad und mittags 15, Sonne und sonst nichts.



Für den Donnerstag hatten wir einen Aufenthalt bei Helmut zuhause geplant, damit Desirée unsere Flyer in der Umgebung verteilen kann. So trafen alle 7 Kinder hinter Helmuts Haus pünktlich ein. Susanne übernahm freundlicherweise und  „umsonst“ die Aufgaben der zweiten Fachkraft (danke!) und bereitete mit Leif, Jule, Rebecca und Ferdinand die 2 Liter Lämmermilch vor. Alle 8 Mutterschafe und die 11 Lämmer kamen angerannt, als wir mit den 4 Flaschen über den Weidezaun steigen. Ruck zuck hatten die 4 „Flaschenbabys“ ihre Ration leergenuckelt und wir konnten gemütlich vespern. Danach entdeckten die Kinder den stillgelegten Springbrunnen und beschlossen, ihn zu reinigen und in Gang zu setzen.

 

Mit vereinten Kräften war das Becken recht schnell sauber und mit frischem Wasser gefüllt. Pumpe einbauen, Strom anschließen und schon sprudelte das Wasser aus dem Fischmaul in so manches Eimerchen. Die Hühner und ihr Hahn Caruso bekamen alte Nudeln und Brot aus den Kinderhänden gefüttert und drei Eier entdeckten die Kinder im Hühnerstall. Jetzt sollte das Baumhaus bestiegen werden und die Ziege Peter bekam frische Knospen vom Birnbaum gepflückt, an dem die Leiter zum Baumhaus lehnte. Die Äste vom Bäumeschneiden waren trocken genug, sodass wir sie mit etwas Zeitungspapier und Feuerzeug schnell zum Brennen brachten. Gegen 11 Uhr wanderten wir in Richtung Wald, entdeckten die Sumpfdotterblume, ein leeres Taubenei, ein frisches Gewöll



und fanden die ersten frisch getriebenen Buchenblätter. Die schmecken an sich schon lecker, aber  „noch besser mit Sauerampfer gemischt“, beschloss Vanessa. Gegen 12 Uhr kamen wir wieder beim Haus von Helmut an. Mit Straßenkreide malten und beschrieben alle Kinder noch die Pflastersteine. Mit der Taschenlampe suchten die Großen im Keller nach Äpfeln, die gemeinsam gegessen wurden, bis die Eltern zum Abholen kamen. Desirée kam auch von ihrer Austräger-Reise zurück zu uns. Beim Abschied schmiedeten die Großen schon Pläne für den nächsten Helmut-Besuch nach den Eisheiligen: Schafe scheren, Bart  abschneiden, Weckle im Backhäusle backen, Äpfel im Keller suchen, im Baumhaus spielen, Peter füttern, ...

Unseren 6. Käsetag 2015 zelebrierten wir am Freitag nach dem Morgenkreis und diesmal hat alles gut geklappt. Die Kinder wechselten sich ab beim Rühren und Umfüllen der Käsemasse oder schauten einfach nur zu, wie mit der Harfe erst die Säulen, dann die Würfel und zum Schluss mit dem Schneebesen die kleinen Gallerte-Körnchen entstehen. Zuvor um kurz vor 9 Uhr bekamen Kühe und Schafe ihr Futter und wir die Milch von Vroni; Vanessa hat heute ihren Rekord gemolken: 800 ml! Wir vesperten in der Villa und konnten nebenher den Käse rühren. Als die Küken versorgt waren, schnitten alle gemeinsam die getrockneten Huflattichblüten in kleine Stückchen. 



„Das dauert ganz schön lange“, stellte manch eines zwischen drin fest, als immer noch eine neue „Lieferung“ auf den Tisch kam. Gegen viertel vor zwölf war es geschafft! Vanessa füllte mit Helmut die Käsemasse ins Tuch und dann in die Presse. 

Mit Eier einsammeln, „Fangi“ spielen, schaukeln, Kettcar fahren und dem Wetterblatt gingen die Minuten bis zum Abholen schnell vorbei. Morgens 8 und mittags 15 Grad mit Wolken schrieben die Großen in die Wetterliste.



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