Wolkig und mit ungewohnt kühlen 21 Grad begann der Montag und erneut mit den ...

... Gesprächen über die Auflagen des Gesundheitsamtes, wegen dem Quellwasser erst einmal keinen Tierkontakt zu erlauben.

 


Auch im Morgenkreis bewegte dies alle und Vanessa schlug vor, die Regeln heute umzustellen. Gesagt getan. So formulierten die Kinder zum Bild mit der Schnecke: „Wir dürfen keine Tiere anfassen; keine Schnecken, keine Pferde, keine Klara ..., und wir dürfen die Vroni nicht mehr melken und die Woodly nicht mehr füttern.“ Bei dem Bild gegen das Ausreißen von Pflanzen wurde formuliert: „Wir dürfen keine Pflanzen anfassen; und auch keine essen, die können giftig sein ..., dann dürfen wir ja bloß noch Brot essen“, stellten die Kinder fest. Bei der Regel zu den Beeren hieß es dann falschherum: „Wir essen überhaupt keine Beeren; wir fassen gar keine Pilze an und wir pflücken nie mehr Holunderblüten ...“ So ging das durch alle 5 Regeln und am Schluss diskutierten wir die Auflage, dass wir nicht mehr in der Kinzig

 

baden dürfen: „Dann darf niemand mehr in eine Pfütze springen und aus der Quelle am Hexenhäusle trinken“,  „und wenn es regnet müssen wir schnell wegrennen, weil das Regenwasser so dreckig ist ...“  Nun hoffen wir, dass es bald eine Lösung für das Quellwasser der Familie Gutekunst gibt und wir dann wie gefordert, nach jedem Tierkontakt die Hände mit warmen („sauberen“) Wasser und Seife waschen können. Für heute begnügten wir uns mit einer gemütlichen Wanderung zum Hexenhäusle und weiter Richtung Schiltach, bis wir dann den Mountainbiker-Weg nach oben Richtung Schwenkenhof einschlugen. Natürlich haben wir sämtliche Walderdbeerchen genossen, die wir am Wegestrand fanden, schließlich haben es alle Eltern erlaubt (schriftlich!). Eine interessante Studie findet man unter  http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/publikationen/sciencecasts/stall-effekt/index.html




Fröhlich trommelten 5 Kinder im Rhythmus zu unserem Morgenlied am Dienstag und alle sangen aus vollem Herzen mit. Desirée hatte eine Lerngeschichte für Theresa geschrieben und die kam wohl gut an. Angesichts der angekündigten Hitze beschlossen wir, nochmals zur Wassertretanlage zu fahren. Dort war es erstaunlicherweise noch richtig kühl, aber als Jule als Erste ins Becken stieg, folgten ihr fast alle nach. Kurz rein und schnell wieder raus und ab unters Handtuch; so verging einige Zeit und allmählich steigen auch die Außentemperaturen. Es wurde gehüpft, gespritzt und am Geländer geturnt. Gegen 11 Uhr beschlossen wir, ein kleines Floß zu bauen. Haselnussruten aus dem Wald, Werkzeug aus dem Auto und ein Stück Draht, den Vanessa im Wald 

entdeckte, genügten. Nach dem Stapellauf stellten wir fest, dass das Floß ein Segel haben muss. Aus einem Stofffetzen und mit Schnurstücken konnten wir eines herstellen. Leider fehlte der Wind, aber wir nahmen das Floß mit in den Kindi, wer weiß, wo wir es noch schwimmen lassen können.

Der Mittwoch begann kalt und mit Regen, sodass wir zum Morgenkreis in der Villa blieben. Weil unser neues Namenschild dringend fertig werden muss, nutzten wir das Wetter und blieben  „zuhause“. Mit malen, musizieren, puzzeln, ausschneiden und falten verbrachten wir die Zeit, bis Desirée noch zu einer Märchenrunde einlud und Hänsel und Gretel vorlas.  Die meisten Buchstaben waren dann um 12 Uhr auf das 2 Meter lange Holzbrett gemalt und alle Kinder



vergnügten sich bis zum Abholen draußen in der Sonne. Eine kleine Kinderweisheit zum Schmunzeln: bei einem Ratespiel zeigte immer ein Kind auf ein Körperteil und die Jüngsten nannten den Namen; Nase, Augen, Ohren war klar, dann wollte ich  „Kinn“  hören und zeigte auf meines mit der Frage: „Und was ist das?“   Leif reagierte sofort und ganz sicher: „Fell!“

Noch einen Villa-Vormittag ergab sich am Donnerstag, bei morgens 12 Grad und Regen ab etwa 9 Uhr. Also feierten wir im Morgenkreiszimmer und direkt im Anschluss an unser morgendliches Ritual wollten die Großen ihr Lieblingsbilderbuch von Sebastian Meschenmoser: Herr Eichhorn und der Mond  den anderen Kindern  „vorlesen“. Also setzten die Beiden sich auf zwei Stühle, gegenüber vom Sofa und dort nahmen alle anderen Platz. Beim ersten Buch konnten

Lea und Vanessa im Team alle Seitentexte auswendig! Das kam gut an und so holten sie gleich noch das zweite Lieblingsbuch „Herr Eichhorn und der erste Schnee“  und das dritte  „Herr Eichhorn weiß den Weg zum Glück“!  Nach dem Vespern bildeten sich kleine Teams, die einen malten, andere spielten Katze oder jagten Fliegen. Später entdeckten alle die Wachsfarben und Vanessa machte fröhlich nach, was Helmut auf dem Namensschild-Brett nebenbei vormachte: Große Buchstaben bunt ausmalen und dann mit Edding umranden. Nach 11 Uhr zeigte sich die Sonne zur Freude aller und schwupp di wupp war die Villa leer. 

Am Freitag konnten wir den Morgenkreis endlich wieder draußen feiern. Unterm Sonnenschirm und mit Trommeln begrüßten wir die Sonne, die Natur



und die Tiere. Alle 8 Kinder waren da und zur Freude aller erzählte Nathanael fast alle Regeln zu den fünf Bildern. Wir beschlossen, nach dem Vespern Richtung Schwenkenhof zu wandern und dann vielleicht noch weiter. Ganz unbeschwert ging das und weil unser Kind, das sich noch ein wenig schwer tut mit „großen Strecken“ genauso vergnügt mitspazierte, kamen wir bis zum Höfenhof und sogar noch weiter bis zur „Bank, wo wir immer Pause machen“. Dort wurde geschnitzt, im Gras gekullert, Purzelbäume geschlagen, Heuschrecken gefangen, Glitzersteine

 

gesammelt und beobachtet, wie ein Landwirt zusammen mit seinem kleinen Kind eine Wiese mähte. Kurz vor 11 Uhr machten wir uns auf den Rückweg  -  genauso vergnügt und wie immer in allerlei „Weg-Gespräche“ vertieft ging‘s vorbei an leuchtend blauen Glockenblumen und schwarzem Ginstersamen, es roch mal nach Himbeeren und mal nach Heu und fein zu spüren waren die  fast heiße Sonne auf den Wiesen und der kühle Schatten in den Waldstücken. Viele Walderdbeerchen sammelten wir noch kurz vor der Ankunft an unserer Villa.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0