„Wir müssen unbedingt die Gelbe Rüben gießen und die Bohnen“  beschlossen ...

... die ersten Kinder am Montag vor dem Morgenkreis, „weil wieder alles ganz trocken ist!“  Mit drei ...


Gießkannen verteilten sie dann Wasser zwischen allen Pflanzen und Ferdi goss dem Pfirsichbaum noch extra viel Wasser hin. Nach unserem Morgenlied übernahm Rebecca die Regeln und Anna schob die Würfel der Monatskette mit der Bemerkung: „Alle mitzählen!“ Desirée hatte eine Lerngeschichte für Theresa geschrieben. Bei der Tagesplanung erzählte ich von einer Überraschung und dass wir dazu nach Schiltach fahren, auf 11 Uhr. Wir vesperten noch vor unserer Villa und starteten runter ins Städtle. Eine kleine Zeit spielten alle auf einem kleinen Spielplatz und schnell entstand dieses merkwürdig künstliche Klima: alle werden laut, man schreit sich an, streitet um ein lächerliches Spielgerät und niemand versinkt im Spiel;zum Glück sind solche „Klimaveränderungen“  bei uns die

 

Ausnahme. Um 11 Uhr hieß uns Herr Esslinger, Sozialgemeinschaft Schiltach / Schenkenzell e. V., als Leiter des Alten- und Pflegeheims herzlich im Garten des Gottlob - Freithaler - Hauses willkommen. Frau Haas, Frau Armbruster und Frau Seeholzer, die Verantwortlichen für einzelne Bereiche saßen ebenfalls mit am Tisch, während im Hintergrund eine große Runde von alten Menschen alte Lieder sangen und im Vordergrund unsere sieben Kinder mit den Papageien und Wellensittichen und dem Wasser im Springbrunnen vorlieb nahem; freundlicherweise brachte Herr Esslinger gleich noch kühlen Sprudel für alle mit  -  danke! Im Gespräch erörterten wir, in welcher Weise es zu ersten Begegnungen zwischen „den Jungen und den Alten“  kommen kann.

 

 




Dass wir vom Bauernhofkindergarten keine Vorführungen machen wollen, stieß bei Herrn Esslinger und den Verantwortlichen sofort auf positive Resonanz, wie auch Herr Bürgermeister Haas schon vor diesem Gespräch betonte. Einander im Alltag begegnen, etwas miteinander erleben, einander Anteil geben und voneinander lernen, das sollen die Elemente sein, die diese Kooperation beflügeln können. Viele Ideen entstanden, vom Singen übers Kochen und Werken bis hin zu Besuchen auf dem Bauernhof  -  es gibt viele Türen und die erste wollen wir gemeinsam am 31. Juli vorsichtig öffnen: Wir kommen zu Besuch in die Tagespflege ..., mehr verraten wir jetzt nicht. Gespannt und hoffnungsvoll sind alle darauf, was uns wohl gelingen wird.

„Ich habe einen neuen Bach auf der Landkarte gefunden“, erzählte ich den Kindern am Ende des Morgenkreises bei unserer Planungsrunde am Dienstag. Und, dass wir für den Erlebnistag Landwirtschaft am kommenden Sonntag noch mehr Astgabeln brauchen. Also beschlossen wir, am Schlossberg nach weiteren Astgabeln zu suchen und danach den Heubach. Astgabeln gab es reichlich, ich schnitt sie ab, Vanessa und Lea entfernten die Ästchen mit der Rebschere. Alle halfen mit beim Abtransport zu den Autos. Nun fuhren wir dem Heubach entlang, bis wir eine schöne Stelle zum Vespern und zum Einsteigen ins Wasser fanden; wir fanden sie! Ein vielleicht bewohntes Haus stand da mitten im Wald, mit vielen Spinnweben: „Das sieht immer gruselig aus“,meinte Vanessa, „aber

 

 



trotzdem sehr schön!“  Wir vesperten auf der Wiese, gingen am Haus vorbei und da war tatsächlich der Bach mit fünf Schritten erreicht. Ein Paradies für die Großen, die dann auch sofort bachaufwärts wanderten, barfuß. Sie entdeckten mit Desirée eine „Wildwasserrutsche“, ein „Babybecken“ und ein besonders tiefes Becken mitten im Bachlauf. Die restlichen Kinder hielten sich erst mal an der Einstiegsstelle auf. Mit Steinen, Sand und Stöcken wurde gespielt und wer mutig war, wagte sich einige Meter weiter bis zum „Wasserfall“.  Die Zeit verging wie im Flug, aber kurz nach halb zwölf mussten auch die Großen ihre Bachreise abbrechen.

 

Weil am Mittwoch wieder diese unerträgliche Hitze angesagt war, beschlossen wir im Morgenkreis einmütig: wir gehen wieder in den Bach. So fuhren wir schon kurz nach 9 Uhr hinunter ins Städtle und gleich nach der WLZ rechts entlang am Bach. Unsere Lieblingsstelle fanden wir bald und vesperten diesmal direkt am Bach. Die Großen konnten’s kaum erwarten, allen anderen ihre geheimnisvoll beschriebenen Fundstücke von gestern zu zeigen.  Nun war der Weg um Bachbett bis dahin ganz schön weit und nicht einfach, aber als alle angekommen waren, siegte die Begeisterung: tatsächlich hatte sich das Wasser aus den Felsen an einer Stelle eine kleine Rutsch geschürft. Etwas 



darüber das „Babybecken“ mit rotem Rand und dahinter das „Schwimmbad“. Alles wurde ausprobiert, wobei das Wasser recht frisch und die Außentemperaturen gar nicht mehr so heiß waren; aber kurz mal reinsteigen oder tauchen ging ganz gut. Der Rückweg dauerte und strengte an, aber am Vesperplatz kamen alle glücklich wieder an.

Weil noch Zeit blieb, wanderten wir noch dem Weg entlang, sahen leuchtende kleine Bären, einen Admiral und jede Menge Zitronenfalterfrauen und -männer.  Außerdem Forellen im Wasser, zwei tote Maulwürfe auf der Straße und jede Menge Bremsen. Hoch oben sausten immer mal Leute vorbei mit der Seilbahn. Um 11.45 Uhr fuhren wir zurück.

Der Donnerstag begann angenehm kühl und frisch. Der Nachtregen hatte allen gut getan. Im Morgenkreis beschlossen wir, einen Kinditag, weil es allerlei zu erledigen gab. Wir erprobten das Weben an einer Astgabel für den Erlebnistag Landwirtschaft am Sonntag. Außerdem wollten wir endlich den abgebrochenen Wegweiserpfosten erneuern. Nach Kräften und Vermögen halfen die Kinder mit, u.a. beim Entfernen der Schlossschrauben und beim Aufstellen des neuen Pfostens. Die restliche Zeit verging mit Spielen und Malen in der Villa, weil es draußen wieder sehr warm geworden ist. 15 und 25 Grad schrieben die Vorschülerinnen in ihre Wetterblätter.



Noch einen Kinditag brauchten wir am Freitag, vor allem um Helmuts Auto vollends zu dekorieren. Im Morgenkreis wünschten sich die Kinder das Klatschspiel vom geklauten Keks und zwei Bilderbücher mit Herrn Eichhorn. Danach kam die erste Überraschung: jedes Kind bekam ein T-Shirt, bedruckt mit den Tier- und Bauernhofbildern. Die Zweite Überraschung waren die Kinderbilder auf Folie und sofort wussten alle, welches Bild von wem gemalt wurde. Gleichmäßig verteilten wir die Bilder ums Auto herum. Nun gab’s erst mal Vesper und 

anschließend die Druckbuchstaben aus Klebefolie aufs Auto. „Jetzt ist es ein richtiges Kuhauto“, stellte Vanessa fest. Wir sammelten nun alles zusammen, was wir für unseren großen Erlebnistag am Sonntag in Lauterbach brauchen: Tee, Marmeladen, Pilze, Holzofenanzünder, Tragetüten usw. Bis Helmuts Auto ganz vollgeladen war, schleppten die Kinder das Material an. Bis zum Abholen blieben alle lieber im Haus, weil es draußen wieder unerträglich heiß war. Es wurde Memory gespielt und fleißig gemalt und ausgeschnitten.



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