Am Sonntag, 18. 10. wuselte es förmlich bei uns im  ...

... Bauernhofkindergarten beim Tag der offenen Tür und in Schiltach auf dem Bauernmarkt ...

 


an unserem Verkaufsstand: Es kamen richtig viele Leute zu beiden Veranstaltungsorten. In unserer Villa gab es neben Kuchen, Waffeln, Kaffee und Apfelsaft eine Diashow, Luftballontiere vom Kinder-Zauber-Clown Roland Maier, echtes Reiten auf allen Ponys von Familie Gutekunst und manch spannende Tierbegegnung mit der Kuh Vroni, den Kälbchen Wurzel und Woodly, den Hühnern, Hasen, Enten usw.  Wir haben uns über das große Interesse sehr gefreut und noch mehr über ganz konkrete Anfragen für mehrere Kindergartenplätze. Auch an unserem Verkaufsstand beim Bauernmarkt in Schiltach  lief es gut, vor allem unsere Quittenprodukte: Quittengelee, - mus und -speck 

stießen auf großes Interesse, natürlich die anderen Marmeladen und Säfte, sowie das Crêpes und die Waffeln auch. Wir haben von allem noch kleine Restbestände, die man gerne bei uns jederzeit erwerben kann; auf unserer Homepage sind alle Produkte und Kinderwerkzeuge aufgelistet. Nun danken wir allen Eltern, die uns so tatkräftig unterstützt haben, zum Teil über 10 Stunden und besonders Familie Gutekunst, die in ihrer liebevollen und fürsorgenden Art und Weise wie immer alles für uns gegeben und getan haben, ob beim Reiten, beim Melken oder beim Verkaufen bis hin zum Abbauen und Aufräumen auf dem Bauernmarkt! Ohne Euch gäbe es uns nicht!




Am Montag gab es noch jede Menge Aufräum- und Putzarbeiten nach dem großen Tag. Wir feierten dennoch unseren Morgenkreis, diesmal  mit acht Regeln, denn die drei neuen aus dem Seniorenzentrum müssen wir noch verinnerlichen. Vroni ließ sich prima melken, die Hasen freuten sich über frisches Grün und nach dem Vespern bildeten sich  „Interessengruppen“: die Jungs zogen mit Sägen in den Wald, um lange Haselnussruten zu  „fällen“. Die schleppten sie dann in den Hof und bearbeiteten sie mit Sägen und Raspeln und Nägeln. Die  „Mädels“ flochten Getreidehalme, Weinranken, Lavendel und Lampionblüten in Astgabeln und schnitten anschließend  „Salat“ aus Gras und Blumenblättern. Zum Schluss drehten wir noch jede Menge Boscopäpfel durch die Schälmaschine, um weitere Apfelringe zum Trocknen aufzuhängen. Ins Wetterblatt schrieben die Großen morgens 5 und mittags 10 Grad bei Wolken und etwas Sonne.

Am Dienstag war nur noch wenig aufzuräumen und so hatten wir viel Zeit für den Morgenkreis und manches Neue: wir kümmerten uns intensiv um die drei neuen Regeln fürs Seniorenzentrum, dann übte Susanne mit allen das türkische Kinderlied  „Eller, eller, sap, sap, sap“ und schließlich kam unsere große Kuhglocke noch ins Spiel, mit deren Läuten wir ab sofort die Kinder immer zur Villa  „rufen“, wenn hier etwas Gemeinsames ansteht. Nach dem Melken hat Jade mit Susanne den Wurzel  „freigelassen“  und beobachtet, wie der mit seiner Nase gegen das Euter stößt; Susanne konnte es erklären und so verstand Jade, dass das halt sein muss, damit das Kälbchen auch noch Milch bekommt, obwohl wir schon gemolken haben. Nach dem Hasenversorgen wurde gevespert und dann gearbeitet: Die drei Jungs fuhren mit ihrem Traktor (Kettcar) in den Wald und holten neue Haselnuss-Langholzstangen. Sehr gewieft und mit vielen 



Absprachen gelang es ihnen, den Traktor samt Langholz den steilen Waldweg hinauf zu schaffen. Die Hölzer wurden geschält, geraspelt und zu Gabeln verarbeitet. Die Mädchen schnitten wieder Schnittlauch, den sie heute in selbstgebastelte Tüten aus Zeitungspapier verstauten  -  zum Mitnehmen. Im Sonnenschein vor der Villa übten wir unser türkisches Liedchen nochmals gegen 12 Uhr und die Vorschüler kümmerten sich anschließend ums Wetterblatt: morgens minus 2 und mittags 12 Grad trugen sie ein.

Am Mittwoch kam Besuch, Mariem Haneder, Leiterin des Waldkindergarten in Niedereschach. Mariem begleitete uns den ganzen Vormittag auf all unseren Stationen. Im Morgenkreis sangen wir gleich 3 Lieder, übten die drei neuen Regeln fürs Seniorenzentrum und hörten drei Lerngeschichten, eine für Jade, eine für Ferdi und eine für Joel. 

Beim Melken waren wir sehr schnell, denn es kam keine Milch, da war Wurzel wohl schneller. Nach dem Vespern bildeten sich wieder zwei Arbeitsgruppen: eine am Wald mit Kettcar und Haselnussstangen und eine vor der Villa mit Gras, Scheren und Schüsselchen. Der geschnittene  „Schnittlauch“ wurde in jede Menge selbstgebastelter Zeitungspapiertüten verpackt und beschriftet, wie unsere Marmeladengläser. Gegen 12 Uhr läutete Ferdinand die Glocke zum gemeinsamen Singen des türkischen Kinderliedes. Anschließend schrieben die Großen in ihre Wetterblätter morgens 1 Grad, mittags 10 bei Wolken und etwas Sonne.

Am Donnerstag sollte in der Tagespflege OASE nun das türkische Fest zu Ehren von Frau Kullac gefeiert werden, denn Frau Kullac ist seit kurzem die erste türkische Frau im Seniorenzentrum und noch ein 



bisschen einsam. Die Idee zum Fest entstand in einer Teamsitzung mit den Mitarbeiterinnen der Tagespflege und dem Bauernhofkindergartenteam. Wir wurden wieder herzlich empfangen und frühstückten mit den ersten Gästen. Gleich danach halfen einige Tagesgäste beim Servietten falten und Salate schneiden. Wir feierten wie gewohnt unseren Morgenkreis, diesmal mit der ersten Lerngeschichte für einen Tagesgast. Danach hatten die Kinder freie Zeit zum Spielen auf dem nahegelegenen Spielplatz und die Mitarbeiterinnen leisteten vollen Einsatz beim weiteren Vorbereiten der großen Festtafel. Frau Kullac’s Tochter ließ es sich nicht nehmen, am mitgebrachten Kebabbräter frisches Rindfleisch zu grillen. Als wir mit den Kindern zurück kamen, hatten alle Gäste an der Tafel Platz genommen. Zur Eröffnung des Festes

wurden türkischer Tee und mit Schafskäse gefüllte Teigtäschen gereicht. Dann tanzte, wer konnte und wollte zu türkischen Klängen mit Tüchern im Kreis. Anschließend sangen und tanzten wir mit den Kindern unser inzwischen geliebtes türkisches Kindertanzlied  „Eller, eller, sap, sap, sap“ begleitet von Susanne am Xylophon. Wir legten nochmals eine Draußenrunde im Garten der Sinne ein, bis dann um 12 Uhr an der Festtafel zuerst eine Suppe und danach herrlich duftendes Kebabfleisch mit gemischtem Salat, feiner Joghurtsoße und leckerem Fladenbrot von Astrid und Alice serviert wurden; alles von Frau Kullac’s Tochter gebacken und zubereitet. Kurz vor 13 Uhr verabschiedeten sich  Alt und Jung gut gesättigt und glücklich und dankten allen herzlich, die ihr bestes für diese gelungene Feier gegeben haben.  



Am Freitag gab es für Joel eine spannende Lerngeschichte von Robert und zum Schluss den Plan: Vroni melken, Hasen Füttern, Eier holen, Vespern, draußen aufräumen (weil Freitag ist) und dann zum Baumhaus hinauf steigen. Beim Melken kamen wir auf über 5 Liter weißes Gold. Die Hasen freuten sich über frisches Grün, nur die Hühner hatten keine Eier gelegt,  „aber vielleicht später“  beschlossen die Kinder. Nach dem Vespern ging‘s ans Aufräumen der Holzbaustelle der Jungs, sodass der Platz vor der Scheune wieder ordentlich 

aussah. Oben beim Baumhaus blühten die Phantasien: aus Sand, Tannennadeln, Sägemehl, Pilzen, Sauerklee und weiteren Biozutaten kreierten die Mädchen mehrere Kuchen. Die Jungs gruben Löcher, versuchten sich im Holzsägen und bauten auf einem Hügel Treppen und Rutschbahnen. Wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell und wir mussten das Baumhaus und die beflügelnde Waldumgebung (für heute) schon wieder verlassen. In die Wetterblätter trugen die Vorschüler morgens 6 und mittags 11 Grad und Wolken ein.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0