"Der Herbst, der Herbst, ...

... der Herbst ist da..." mit diesem neuen ...

 


Lied starteten wir mit Xylophonbegleitung in die letzte Oktober- Woche. Helmut und Mathilda machten ein Auskuriertag und bekamen gar nicht mit, wie heute beim Melken Ferdinand und Joel Susannes Arbeit mit übernahmen. Weil Susanne noch nicht so gut melken kann halfen die beiden gerne und molken zusammen einen ganzen Liter Vronimilch! Beide übertrafen ihre Rekordmarke und sind natürlich mächtig stolz. Nach dem Besuch bei den Hasen und Hühnern vesperten wir kräftig, bevor es dann raus in die Sonne und den Hügel hinauf zum Baumhaus ging. Im Morgenkreis war das ganz klar abgestimmt worden.Eine halbe Strecke konnten drei Kinder

 sogar auf dem Traktor bei Roland mitfahren! Oben arbeiteten die Jungs wieder an ihren Baustellen. Außerdem wurden Pilze gesucht, eine Kröte entdeckt, verschiedene Gräser und bunte Blätter geschnitten. Die Mädchen versuchten sich im wippen und hochschleudern eines Weisstannenastes als Katapult, wie Rebecca erklärte.  Immer wenn Roland mit dem Traktor den steilen Berg hochgefahren kam, haben alle beim Mistwegfahren zugeschaut. "Aber wir wollten heute doch länger hier oben bleiben!", wurde vorwurfsvoll der fortgeschrittenen Zeit widersprochen, als wir uns um 12 Uhr an den Abstieg machten.




"Alle Lieder!" wünschten sich am Dienstag im Morgenkreis alle Kinder. Und so starteten wir mit "Guten Morgen, liebe Sonne", "In meinem kleinen Apfel", unserem türkischen Tanzlied für Frau Kullac  "Eller, eller, sap, sap, sap" und "Der Herbst ist da" mit Trommeln und  Xylophontönen in den sonnigen Herbsttag. Über Nacht hatte Wurzel sich das "Milchrecht ergattert" und wir das Nachsehen. Also vesperten wir gleich nach dem Morgenkreis. Dann bekamen unsere Stühle mit vereinten Kräften von Jade, Jule, Rebecca, Mathilda, Theresa und Anna  "Filzstuhlgleiter"  in die Beine genagelt, damit sie nicht mehr so einen Krach machen, beim "Ruckeln". Die Mädchen konnten dabei  z.B. ausprobieren, wie rum der Hammer am besten  „hammert“, oder mit welcher Hand frau besser trifft. Danach ging es 

 

gleich handwerklich weiter, denn Theresa, Ferdinand, Joel und Nathanael schraubten mit Susanne das neue Stiefelregal erfolgreich zusammen, so dass von nun an auch unsere Stiefel  drinnen im Warmen stehen. Nebenher wurde natürlich auch wieder nach Belieben viel gebastelt, gemalt und  "eingetütet". Dann spazierten alle zu den Hasen. Die mussten dringend ausgemistet werden, und mit Nathanaels Idee fuhren bald darauf Kinder- traktoren mit Mistanhängern über die Wiese  -  eben wie gestern bei Roland beobachtet, als er Vronis Mist mit dem Traktor wegfuhr. Die Mümmelmänner Max und Fredi wurden in ihre frisch eingestreuten Ställe zurückgebracht und wir genossen vor der Villa beim Spielen und Werkeln mit Nathanaels älteren Geschwistern die Herbstsonne oder die Werkstatt.



Bevor Robert und Tabea, die am Mittwoch die Vertretung für Susanne übernahm, mit dem Morgenkreis beginnen konnten, mussten sie zuerst den Kindern erklären, warum Helmut, Susanne, Jule und Anna heute nicht da waren. Dann holten die Jungs ihre Trommeln und wir feierten unseren Morgenkreis. Nach dem Vespern sammelten wir Löwenzahn für die Hasen und schauten im Hühnerhausbauwagen nach, ob die Hühner Eier gelegt hatten; da war aber nichts. Allerdings fand Ferdinand drei Eier in den Strohballen oberhalb des Hasenstalls; die nahmen wir natürlich gerne mit. An der Haustüre von Familie Gutekunst begrüßte uns Ronja schwanzwedelnd. Ferdinand stellte die Eier in einer Schale vor die Tür und wir gingen zusammen hoch hinauf zum Baumhaus.

Oben angekommen eilten die Jungs gleich zu ihrer „Baustelle“ und bearbeiteten die Erde mit  Schaufel und Hacke. Die Mädchen haben wieder wunderschöne „Naturkuchen“ gebacken. Als Anna von der „Logo“ kam, holte Robert sie gleich unten an der Villa ab. Oben angekommen, schaukelte Anna gemeinsam mit Rebecca. Nach einer Weile fing es zu regnen an. Da niemand Regensachen dabei hatte, kehrten wir zur Villa zurück. Unterwegs fand Joel zwei weggeworfene Glasflaschen im Wald und nahm sie zur Entsorgung mit. Beim Überqueren der Straße zerbrach eine davon. Schnell sammelten wir die Scherben mit Besen und Kehrschaufel wieder ein. In der Villa wurden Papierflieger gefaltet, an der Werkbank gearbeitet, fleißig emalt und ausgeschnitten. 



Gleich in der Früh am Donnerstag wurden mit Nathanaels Einsatz Rechtecke aus einer Wachstischdecke für unser neues Stiefelregal geschnitten. Im Morgenkreis gab es gleich zwei Lerngeschichten, eine für Ferdinand (von Robert) und eine für Jade (von Susanne). Die Vroni-Milch hat sich heute wieder einmal das Kälbchen Wurzel  genommen und so kam es, dass wir mit unseren Stallstiefeln gleich zu den Hasen stiefeln wollten. Doch unterwegs gab es eine tolle Entdeckung: Roland hatte einen Bagger besorgt! Das war natürlich eine Sensation und unser Plan: "Ein kleine Runde im Wald unterwegs sein" war schnell verworfen. Wer von den Kindern wollte, durfte sogar mit Roland im Bagger mitbaggern.  Wer wollte, durfte natürlich auch durch den herrlichen Matsch 

stapfen, um auszuprobieren, wie man/frau sich darin vorwärts bewegen kann (man könnte es Grenzerfahrungen nennen). Nach dem Vespern ging es natürlich weiter mit echtem Bagger- und Traktorfahren und zuschauen, wie ein Mensch mit Hilfe von Maschinen die Erde bewegt. Wen das nicht so interessiert, der kümmerte sich lieber ums Blättersammeln. In den schönsten Herbstfarben leuchten sie überall und wollen mitgenommen werden. Das Stiefelregal wurde fertiggestellt  und mit Namensschildern aus Holzscheiben versehen. Zwei Kinder, die ab nächsten Mittwoch als unser zehntes und elftes Kind zu uns gehören werden,  samt Mama und Großeltern schnupperten auch noch kurz vorbei.



Unseren neusten Quittenspeck tüteten Nathanael, Anna und Robert am Freitag schon vor 8 Uhr ein, damit wir wieder einen Vorrat von dieser begehrten Leckerei haben, die wir wie alle unsere Produkte jederzeit zum Verkauf anbieten. Pünktlich um 8.30 Uhr fuhren Jule, Anna und Rebecca mit Robert und Helmut nach Schiltach zu den Senioren in der Tagespflege. Freudestrahlend wurden wir wieder empfangen und herzlich begrüßt. Nach kurzen Absprachen, wer wo neben wem sitzt, hatten alle Kinder einen Platz zum vespern gefunden und ließen es sich schmecken. Alice brachte die Zeitung an den Tisch und studierte mit den Kindern und Erwachsenen den einen und anderen Artikel. Anschließend packten wir unsere Sachen, um uns im Werkraum zum Morgenkreis zu versammeln. Dort sangen alle mit Inbrunst von der Sonne, wir ergänzten gegenseitig die acht Regeln, selbst Frau A., die kaum noch sprechen kann, meldete sich mehrfach zu Wort und strahlte glücklich, als sie merkte, alle hören ihr zu und sie hat die Regel richtig  „gesagt“ (wieder einer dieser bewegenden Momente, die es so nur im Miteinander von Alt und Jung geben kann!). Astrid hatte Tonpapier, Tierschablonen, Mandalas und Buntstifte mitgebracht. Schnell entschieden sich die Anwesenden für ihre

 Lieblingsbeschäftigung: alle Senioren wagten sich an ein Mandala, auch 4 unserer Mädchen. Ferdi schnitt mit großer Konzentration einen Vogel und einen Hasen aus. Joel ließ sich von Alice in die Kunst des Laubsägens einführen. Es entstanden bunte Kunstwerke, lustige Papiervögel, ein Sperrholzhaus mit Tisch und Jade wagte es am Schluss, sogar ihre Papierkatze aus Sperrholz auszusägen. Wir bestaunten noch alle Kunstwerke und machten uns nach 11 Uhr noch auf den Weg ins Städtle, um zur Bank zu gehen. Wie immer wurden wir um 12 Uhr im Schlossbergsaal-Restaurant herzlich empfangen und zu Tisch gebeten. Das ist schon ehrenwert und ein bisschen aufregend, wenn dann zwei schick gekleidete Kellner an den Tischen jedes Kind freundlich fragen, ob man zuerst eine Suppe wünscht; Marius hat da seine ganz besondere Art im Umgang mit den Kindern  -  vielen Dank! Das Drei-Gänge-Menü nach Wahl schmeckte allen wieder vorzüglich und wenn jemand nicht alles schafft, ist das gar kein Problem. Wir sagen wieder einmal gerne sehr herzlichen Dank für alle Gastfreundschaft und freuen uns auf den nächsten gemeinsamen Freitag in der Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0