Besuch bekamen wir am Montag von Nadine, die im Fränkischen ...

... in einem Waldorfkindergarten arbeitet und gerne ...


mal einen Vormittag bei uns sein wollte. Im Morgenkreis las Robert seine Lerngeschichte für Jule vor, die sich inzwischen recht wohl fühlt im Seniorenzentrum. Beim Planen hielten wir es kurz, denn draußen sah und hörten wir manche Gutekunst-Kinder und damit war zumindest für unsere Jungs klar, wir machen draußen mit auf der Baustelle. Nach dem Vespern sind beide auch gleich losgerannt und halfen nach Kräften mit beim Erde wegschaufeln und  beim Hang befestigen. Natürlich fuhren sie mit Roland im Traktor und beobachteten, wie er Baustahl- matten zuschnitt und in Form bog.

 

Die Mädchen entdeckten Herbstblätter in allen Farbtönen, schnitten Muster hinein oder ließen sich von Nadine zeigen, wie kleine Schälchen und eine Laubkrone hergestellt werden. Eine ganze Zeit lang rochen wir an den verschiedensten Blättern und unsere Jüngste stellte ganz spontan (beim Maggykrautblatt) fest: „Das ist Suppengewürz!“ Nadine verabschiedete sich tief beeindruckt, vor allem angesichts der Atmosphäre und des selbstverständlichen Tuns, in das alle Kinder den ganzen Morgen lang vertieft und fröhlich engagiert waren. Nadine wird sich vermutlich  "umorientieren" ...





Besuch bekamen wir am Dienstag  von  Jule,  Jades Schwester und weil jetzt Schulferien sind, kann sie natürlich mit in den Kindergarten. Robert las im Morgenkreis seine Lerngeschichte für Mathilda vor und überreichte ihr seine Zeichnung mit einem duftenden Blatt und einer riechenden Nase. Weil Vroni schon mehrfach deutlich verlautbaren ließ, dass sie endlich gemolken werden will, machten wir uns direkt nach dem Morgenkreis ans Melken. Über 5 Liter bescherte uns Mutter Kuh. Nach dem Vespern kümmerten sich Robert und die Mädchen um die Hasen und Hühner, während Joel und Ferdi auf der Baustelle  „untertauchten“. Heute war das  Schneiden, Biegen und Befestigen der Baustahlmatten und Rundeisen angesagt.

 

 Zufällig entdeckten Jade, Jule (die Große) und Jule (die Kleine) und Anna ein paar falsche Pfifferlinge im Wald. Wohl wissend, dass die nicht essbar sind, haben die Mädchen sie eingesammelt, um Pilzsalat daraus zu schneiden. Mit Küchenmessern, Schneidebrettchen und  viel Geschick schnibbelten sie sämtliche Schwammerln akkurat in feine Würfelchen. Als der Vorrat aufgebraucht war, suchten die Vier bis hinauf zum Baumhaus nach Nachschub; erfolgreich kehrten sie zurück und konnten eine zweite Schüssel mit buntem Pilzsalat füllen. Natürlich wurde schwesterlich aufgeteilt und in selbstgebastelte Zeitungspapiertüten abgefüllt  -  und die edle Ware mit nach Hause genommen.



Besuch bekamen wir am Mittwoch von Justus und Theresa  samt Mutter Christa. Die Geschwister werden nun zu uns gehören und wir freuen uns sehr über unser zehntes und elftes Kind. Für Jade las Robert seine Lerngeschichte vor. Neben unseren üblichen Liedern sangen wir  „Ich geh mit meiner Laterne“  und  „Laternen, Laterne“, denn am kommenden Mittwoch feiern wir St. Martin.  Beim Melken fehlten unsere Jungs, aber in diesen Ferientagen sei es ihnen gegönnt, mit den Gutekunst-Kindern unterwegs zu sein.

 

Selbst zum Reiten ließen sie sich nicht bewegen. So sattelten wir mit 7 Mädchen und einem Jungen die beiden Ponys Mona und Maiky und das Pferd Layla. Im herrlichen Sonnenschein ging’s gemütlich bis zum Schwenkenhof. Nach einer Spielpause für die Kinder und einer Grünfutterrunde für die Tiere machten wir uns wieder auf den Heimweg. In der Villa brach das Mal- und Bastelfieber aus und die Vorschüler schrieben ins Wetterblatt: morgens 5, mittags 15 Grad bei blauem Himmel und purem Sonnenschein.



Besuch bekamen wir am Donnerstag von Karl-Heinz Wolber, dem Bauern vom Schwenkenhof. Der stand nämlich am Ende unseres Morgenkreises mit  dem Kälbchen Tina am Traktor angebunden an der Hofeinfahrt und Michelle graste so drum herum. Die beiden waren ausgebüchst und Karl-Heinz hat sie dankenswerter Weise zurückgebracht. Da die gesamte Familie Gutekunst unterwegs war, kümmerten wir uns natürlich um die Ausreißer. Mittels Getreideschrot ließen sie sich auf die Weide zurückführen. Bei unserer Zaunkontrolle entdeckten wir tatsächlich eine Stelle, an der 

 

die beiden den Durchbruch wagten. So gut es ging reparierten wir den Zaun und kontrol- lierten anschließend alle anderen Weidezäune. Gegen 11 Uhr zeigte das Stromgerät wieder richtig viel Spannung an. Wir kümmerten uns noch um die Hasen und die Hühner, füllten Wasser in die Tränke des Geflügels und bei Vroni. Die Milch hatte sich Woodly gegönnt und stand glücklich neben seiner Mama, als wir zum Melken anrücken wollten. In der verbleibenden Zeit  sägten und malten einige Kinder in der Sonne vor der Villa, während sich der Rest bei den Schaukeln und im Sandkasten vergnügte.

 



Am Freitag bekamen wir keinen und machten auch keinen Besuch im Seniorenzentrum, weil die zuständigen Fachkräfte ein Seminar besuchten.  So feierten wir Morgenkreis mit 6 Kindern, dem St. Martin-Lied mit Xylophon und heute zum ersten Mal auf dem Boden sitzend. Wir beschlossen, nach dem Melken und Tiere versorgen mit den Laternenholzgestellen anzufangen.  Ferdi und Joel übten beim Melken und Vroni beschloss, dass sie von ihrer Milch etwas beiseitelässt für ihren Sohn Wurzel; so bekamen wir nur knapp 5 Liter Milch gemolken. 

Nach dem Vespern in der Sonne hat jedes Kind mit der Laubsäge das Loch im Laternendeckel herausgesägt. Beim Löcher bohren halfen alle mit und die rauen Kanten schmirgelte jedes Kind an seiner Laterne glatt. Rundhölzer auf Länge schneiden war nicht ganz einfach, aber es standen ja vier  „HelferInnen“  zur Verfügung inclusive Christa, Mutter von Justus und Theresa. Gegen 12 Uhr standen 6 Holzgestelle auf dem Tisch und warten nun auf die Verkleidung. Morgens 8 und mittags 16 Grad trugen die Vorschulkinder noch kurz vor dem Abholen in ihre Wetterblätter ein.



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