Vom St. Martins-Lied übten wir alle 4 Strophen und wollten danach zum Melken gehen...

... aber Wurzel war schneller und hat sich die Milch bestimmt ...

 


schmecken lassen. So starteten wir mit neun Kindern  am Montag in die 46.-ste KW  und kümmerten uns zuerst um die Hasen, sammelten auf den Strohballen und im Hühnerhaus 19 Eier ein. Gevespert haben wir vor der Villa bei zwar angenehmen, aber gar nicht herbstlichen 15 Grad. Unterm blauen Himmel gestalteten dann alle Kinder ihr Laternenpapier mittels verschiedener Blätter, Wachsfarben und per Paustechnik. Recht vielfältige und bunte Kunstwerke ließen die Kinder entstehen. Gegen 11 Uhr hatten wir die Laternen soweit fertiggestellt und machten uns im Wald auf die Suche nach Laternenstecken. Als der Wind etwas stärker wurde, fing es plötzlich an zu  „schneien“, aber ganz fein, dünn und braun ...; jede Menge Fichtennadeln ließen sich auf uns und die Umgebung nieder. Mit mehreren Haselnussruten wanderten wir noch unterhalb 

der Burg vorbei und legten an der Villa eine kleine Vesperrunde ein. Zum ersten Mal versammelten wir uns nach dem Wetterblatt zum Signal der Kuhglocke zu einem Abschluss- kreis: Wir sangen das St. Martins-Lied und  „Alle Leut, alle Leut, gehen jetzt nach Haus“.

Mit 10 Kindern  und 4 Erwachsenen standen wir am Dienstag gegen 9.50 Uhr ums Feuer. Unsere 7 Kinder  grillten ihr Vesper und die drei Gastkinder vom Waldkindergarten  „Naturgarten Sonnenkinder“   Würstchen. Dass wir uns mal besuchen müssen, beschlossen die Vorsitzenden Daniela und Klaus Birk und Helmut bei unserem Tag der offenen Tür. Daniela Birk und die Erzieherin Diana Bleifuß  machten sich also mit ihren Vorschülern auf den Weg zu uns. Nach dem Grillen hatten sich die sechs Jungs natürlich gleich gefunden. Da wir Vroni schon um halb neun gemolken hatten, blieb nach dem 




Vespern Zeit für die Hasen und die Hühnereiersuche. Anschließend marschierten wir zur Burg und die Jungs genossen die Freiheit, querwaldein hinaufsteigen zu können. Schnell waren alle Geheimnisse der Burg entdeckt und  „man“  konnte mit dem Arbeiten beginnen. Nathanael erklärte, welche toten Fichten wegmüssen und gemeinsam  wurde gesägt und abtransportiert. Die Mädchen beschäftigten sich mit Moos und Binsengras, formten kleine Nestchen oder flochten Zöpfe. Viel zu schnell verging wieder die Zeit und um 12 Uhr versammelten wir uns zum Abschlusskreis in der Sonnen. Wir sangen wieder  „St. Martin“  und  „Alle Leut“  und verabschiedeten unsere Gäste mit dem Versprechen, dass wir bald mal nach Lautenbach in den Naturgarten reisen werden.

Mit 12 Kindern und 3 Erwachsenen feierten wir am Mittwoch einen etwas verkürzten Morgenkreis. Angesichts der St. Martinsfeier hatten wir noch einiges vorzubereiten und Vroni rief deutlich nach dem Melkteam. Joel, Ferdi, Susanne, Robert und Helmut erleichterten die Kuhmama um knapp 5 Liter Milch. Zwei Teams kümmerten sich dann um das Backen der Martinsgänse und das Schneiden und Herrichten von weiteren Haselnussruten fürs Grillen. Das dauerte seine Zeit, sodass wir erst kurz vor 12 Uhr den kleinen St. Martins-Umzug üben konnten. Das genügte aber für unsere Verhältnisse völlig.

Und als dann abends alle Familien(!) auf 17.30 Uhr an der Villa eintrafen, hat sich gezeigt, dass unsere kleine Vorbereitung ausgereicht hat. Alle Laternen leuchteten unterwegs zu den 

 



Strophen vom Martins-Lied.  Salome kümmerte sich komplett um Mona, sodass unser  „Martin“  Ferdinand gut geführt seinen Ritt bis zum Bettler Joel schaffen konnte. Danke an Salome!  Als Martin seinen Mantel geteilt und mit einer Hälfte den Bettler umhüllt hatte, zog die kleine Karawane wieder zur Pferdekoppel. Nach der vierten Strophe vom St. Martinslied brachten Salome und Roland die Mona wieder zu den andern Pferden. Alle Gäste versammelten sich nun am Feuer und lauschten der Geschichte vom Kindergartenkind Lisa und seiner Oma, die damit endet, dass Lisa den Nachbarsjungen aus Afrika einlädt und ihm eine ihrer Laternen schenkt.  Danach gab es Würstchen zum Grillen, Weckle, Tomaten, Gurken Radieschen und einen Kinderpunsch. Unter einem herrlichen Sternenhimmel verweilten wir bis gegen 19.30 Uhr.

Der Großteil des  Donnerstags  gehörte eindeu- tig einem Mann und seinem Betonmischer samt 16 Meter Förderband. Dass er genau nach dem Morgenkreis angefahren kam, passte prima und dass Vroni keine Milch gab, ebenso. Für gut eine Stunde erlebten wir hautnah und in persönli- chem Kontakt mit dem sehr freundlichen LKW-Fahrer, wie der Beton dank moderner Technik geschickt in die Verschalungen gegossen wurde. Als der Fahrer zum Schluss die Jungs noch die Fernbedienung testen ließ, waren die  „Bauar- beiter“ ganz im Glück. Für zwei Stunden pirschten wir anschließend durch den Wald. Jeder liegende Baumstamm lud zum Balancieren, Springen und Wippen ein und der Nachahmungs-effekt verlockte unsere Jüngste, sodass sie inzwischen auch auf dem Stamm  „rennen“  kann. Zwei Heuballen genügten den Jüngeren, um zu klettern und den Älteren, um tollkühne Sprünge zu wagen.



Mit 8 Kindern und 3 Erwachsenen sind wir am Freitag in die Tagespflege des Seniorenzentrums eingezogen, samt Überraschung. Die gab es aber erst nach dem Vespern in der Oase. Nach Lici’s Berichten aus der Tageszeitung, der Martins-Geschichte und dem St.Martins-Lied wurde mit Alt und Jung noch über die Herbstfarben gerätselt. Zehn Draußen-Minuten für die Kinder und Vorbereitungszeit für den Überraschungskünstler Roland Maier, seines Zeichens seit 43 Jahren Kinder-Zauber-Clown. Und das hat man, frau und kind ihm von der ersten bis zur letzten Minuten seiner perfekten Show abgespürt: Mit einer bezaubernden Nähe zu Kindern und Senioren gelang ihm ein Zauberkunststück nach dem andern; zerrissene Zeitungsblätter wurden wieder ganz, Knoten verschwanden aus Seilen, die Ampelbälle änderten ständig ihre Position bis Anna sogar aus dem roten Ball einen Apfel zauberte. Nun kamen auch die Senioren ins Spiel: Herr Renz ließ sich mit verschwundenem Saft aus der Zeitung bedienen und mehrere Tagesgäste übten eifrig 

 

das Zusammenfügen und Auseinandernehmen mehrerer Metallringe. Bis zum letzten Kunststück faszinierte  „unser“ Roland Groß und Klein und bewies wieder einmal, wie gut Alt und Jung zusammenpassen. Astrid Haas dankte ihm herzlich und mit einem Geschenk. Eigentlich ohne Kinder wollte Roland noch eine Runde mit seinen Ballontieren für die Senioren geben, doch irgendwie haben`s die Kinder erfahren und machten natürlich begeistert mit beim Erraten. So verging die Zeit wie im Flug und nach einer Draußenpause wurden wir wie immer sehr freundlich zu Tisch gebeten. Fürstlich bedient speisten wir im Kreise der Gäste und zusammen mit dem Heimleiter Herrn Esslinger. Herzlich danken wir ihm und allen Mitarbeiterinnen für alle Gastfreundschaft und das wieder einmal gelungene Miteinander. Und wir danken  „unserem“ Roland, der eigentlich  „nur“  als Vertretungskraft mit uns mitgekommen ist; wohl dem, der solche eine Vertretungsfachkraft für sich in Anspruch nehmen kann! DANKE  und bis bald!



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