Sturm und Regen haben am Wochenende ...

den Schnee leider verschwinden lassen, so dass am Montagmorgen... 


die Matschhosen anstelle der Schneeanzüge gebraucht wurden, als wir zu den Tieren gingen. Zuvor feierten wir (leider mit nur 6 Kindern) unseren ersten Adventskreis, "mit ohne" Regeln und ohne Monatskette. Im Advent fängt eine neue Zeit an: das Warten und die Vorfreude auf den kommenden König. Deshalb feiern wir im  „Nebenzimmern“. Dort steht in der Mitte ein Wagenrad, die Idee zum Adventskranz: Diese Idee stammt vom Begründer der Inneren Mission der Evangelischen Kirche und des Rauhen Hauses in Hamburg: Johann Hinrich Wichern, 1808 - 1881.  Der Theologe nahm sich in Hamburg  einiger Kinder an, die in großer Armut lebten und zog mit ihnen in das „Rauhe Haus“, ein altes Bauernhaus, um sie dort zu betreuen. Da die Kinder in der Adventszeit immer fragten, wann endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen als Kalender. An jedem Tag in der Adventszeit wurde nun eine weitere Kerze 

 

angezündet, so dass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten. Genauso machen wir das auch! Als Morgenlied lernen und singen wir „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, übrigens das erste Lied im evangelischen Gesangbuch. Bis Weihnachten können die Kinder dann alle fünf Strophen, inclusive Bewegungen. Jeden Tag hören und sehen wir ein Stück aus der Weihnachtsgeschichte. Den Beginn machten die drei Sterndeuter, die einen besonderen Stern am Himmel entdeckten, der die Geburt eines neuen Königs vorhersagte. Dazu gibt es eine Zeichnung und (auf der Werkbank) die Krippenfiguren. Nach dem Vespern wurden erst die Kühe und Schafe mit Heu versorgt. Dann bekam Freddy Gras und die Kinder suchten eifrig nach Eiern, aber es ist Winter und damit Legepause für die Hühner. In der Villa wurde der Adventskalender gerichtet und die Mädels turnten auf dem Sofa. Die Jungs holten sich im Wald einen Haselnussstamm und bearbeiteten ihn mit allerlei Werkzeug in der Werkstatt.




Regen und Sturm bestimmten auch den Dienstagmorgen. Da genossen wir wieder einmal den Luxus unsrer Villa! Ausgiebig und gemütlich feierten wir den Adventskreis mit fast allen Besonderheiten, schön der Reihe nach: Die erste (kleine) Kerze auf dem Wagenrad anzünden. Aus dem Sternenteller wurde Rebeccas Stern gezogen. Den heftete sie ans Fenster und schnitt das erste Stiefelchen vom Adventskalender. Wir sangen Strophe 1 von „Macht hoch die Tür“ und hörten danach, wie sich die drei Sterndeuter auf den Weg machten, um dem besonderen Stern zu folgen. Nach dem Bild zur biblischen Geschichte kamen zwei Kamele zu den Sterndeuter-Figuren; jetzt fehlt nur noch der Stern. Robert las seine Lerngeschichte und anschließend schmiedeten wir den Tagesplan: Tiere versorgen, Stoffsterne nähen und mit Schafwolle füllen, Apfelringe herstellen für den Adventsmarkt am Freitag, die Vogelfutterglocken befüllen und die Jungs

wollten auf jeden Fall wieder in der Werkstatt weiterarbeiten. So verlief der Vormittag mit und auf verschiedenen Baustellen, mal draußen und mal drinnen. Zum Abschlusskreis lud Susanne ein und las ein Kapitel aus  „Räuber Hotzenplotz“. Nach 12 Uhr nieselte es draußen nur noch und die Außenaktivitäten aller Kinder nahmen wieder deutlich zu.

Trockenen Fußes konnten wir am Mittwoch-morgen unserer Villa betreten; was bei 7 Grad Außentemperatur nicht verwundert und ganz und gar nichts mit Winter zu tun hat. Wir feierten bis kurz vor halb zehn wieder sehr ausgiebig unseren Adventskreis. Die Erlebnisse von Elisabeth und Zacharias standen im Mittelpunkt, nachzulesen in der Bibel in Lukas 1, 5 - 25.  Beim Tagesplan legte Susanne anhand ihrer neuen Aufgabentafel mit den Kindern fest, wer welche Aufgaben übernimmt. Dass Ferdinand nach dem Vespern  „seine“  Hasen-dame mit zu Freddy nahm, verstand sich von



selbst; sie heißt übrigens Sally.  Im Hasenstall war dann erst mal Beschnuppern angesagt. Beim Federvieh hatten es die Pekingenten besonders eilig, an unser mitgebrachtes Futter zu kommen. Schön, dass es wieder zu allerlei Tierkontakten und - erfahrungen kam und jedes Kind für sich entscheiden konnte, wie  „weit“  es gehen möchte  -  in Richtung Federvieh.  In allerlei Materialkontakte kamen die Kinder bis kurz vor zwölf: Haselnussstangen bearbeiteten die Jungs mit Säge, Stechbeitel und Hammer. In der Villa nähten einige Kinder ihr  Sternkissen und füllten sie mit Schafswolle; bis dann das Zunähen und das Verpacken folgten. Draußen versuchte sich Joel an der Dekupiersäge  -  für den Anfang ganz gut. Jule und Jade schnitten  „Salat“  aus Gras und Buchsbaumblättern, während Anna einen Stock schnitze. Roland Maier zeigte Justus und Jade mit liebevoller Geduld seine neuste Papiertannenbaumfalt- und schneidetechnik. Kurz vor 12 las Susanne weiter vor, wie der Hotzenplotz auf den Trick von Kasperl und Seppel reagierte.

Ohne Jacke rannten die Jungs nach dem Vespern draußen rum, so mild war es am Donnerstag. Im Morgenkreis besuchte der Engel die Maria und erzählte ihr, dass sie ein Kind bekommen wird, das sie Jesus nennen soll, weil es der Sohn Gottes sein wird. Mit den Fragen, wie Maria damit umging und wie sie es ihrem Verlobten erklären soll, endete die biblische Geschichte. Robert las seine Lerngeschichte für Jade vor. Susanne verteilte die Aufgaben bei den Tieren mit den Namenswäscheklammern. Draußen beim Federvieh konnte wieder jedes seinen eigenen Umgang mit den verschiedenen Tieren probieren; inzwischen kommen die Pekingenten recht mutig auf jeden zu und betteln um Körner. Nach dem Versorgen der Tiere widmeten wir uns verschiedenen Tätigkeiten: Die Jungs, Robert und Helmut halfen Roland und Salome beim Verteilen des Mineralbeton auf der Baustelle, während die Mädchen mit Susanne Schokocrossies für unseren Verkaufsstand am Freitag beim Schiltacher Adventsmarkt herstellten. Kurz vor 12 las Susanne ein

 



weiteres Kapitel vom Räuber Hotzenplotz vor. Die Vorschüler schrieben in ihre Wetterblätter  „mittags 5 Grad bei grauem Himmel“.

Mit Schachteln und Kisten wurde Helmuts Auto am Freitag beladen, damit alles um die Mittagszeit zum Schiltacher Adventsmarkt gefahren werden konnte. Im Morgenkreis wiederholten wir die bisherigen biblischen Geschichten. Josef kam mit seinem Werkzeug noch zur Maria hinzu. Nach dem Versorgen der Tiere drehte sich fast alles um die letzten Vorbereitungen für den Marktstand: Teepunsch zubereiten, Johanniskrautöl in Gläschen füllen, nochmals Schokokrossies herstellen und verpacken, Apfelringe eintüten, abwiegen und mit Etiketten bekleben, Kopferrohre 

abschneiden für die Räucherhäuschen und montieren und dann zum guten Schluss Spülen und aufräumen. Weil Salome den ganzen Morgen eifrig dabei war, ist es uns gelungen, auf 13 Uhr alles gerichtet zu haben! Vielen DANK!  Freilich blieb zwischendrin auch Zeit zum Spielen, ob im Heu in der Scheune oder draußen im Garten beim Gräser schnibbeln.

Tabea Joos half Helmut die gesamte Zeit auf dem Schiltacher Adventsmarkt bis weit nach 22 Uhr; ein großes Dankeschön dafür! Und wir danken Rebecca und Joel Gutekunst für ihre Unter-stützung und Jürgen Hahn für seinen Großein-satz bei der ganzen Schluss- und Aufräumphase. Insgesamt konnten wir recht wenig verkaufen, waren aber froh, dabei gewesen zu sein.



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