Am Montag hätten wir fast unsere 13 ...

... Kinder beisammen gehabt, eins ...

 


ist krankheitsbedingt zuhause geblieben. Dafür  bekamen wir Besuch aus Reinerzau, eine Bewerberin für das Anerkennungsjahr  erlebte unseren Kindergartenalltag heute mit. Für den Morgenkreis brachte Annette Kopp weitere Kinderstühle mit, denn die bisherigen reichten jetzt nicht mehr  -  vielen Dank dafür!  So sangen wir in richtig großer Runde unser Morgenlied, besprachen die Regeln, zählten an der Monatskette bis 11 und lauschten der Lerngeschichte, die Robert für Jule geschrieben hatte. Die Arbeiten bei den Tieren verteilte Susanne. Nach dem Vespern ging dann im strömenden Regen die große Gruppe zur Häsin, den Pferden und den Hühnern und die kleine Gruppe zu den Kühen und Schafen. Das war schon hier und da eine Herausforderung, durch Matsch und Schlamm zu den Tieren zu gelangen. Als Belohnung fanden die Kinder 20 Hühnereier 

und Vroni  spendierte gut drei Liter Milch. Die Burg war das nächste Ziel und da auchdort alles schön nass war, ließ es sich prima und weit rutschen  -  wer sich traute.  Gut nass kamen wir in unserer Villa an. Unsere Jungs beschlossen, bei so viel fließendem Wasser im Wald einen Staudamm zu bauen, während die andern mit malen, Schrauben herausdrehen, Holzleisten verbasteln oder Bilderbuch vorlesen alle etwas sinnvolles zu tun fanden. Die Kuhglocke lud um 12 Uhr zum Abschlusskreis ein. Den gestalten wir jetzt neu: mit Sitzkissen auf dem Boden, einem Lied, dem rückblickenden Erzählen, den Taschenkalendern der Vorschüler und einer fortlaufenden Geschichte. Eine Knabberei verfeinert das Ganze. Nach dem Abschlusskreis wurden die ersten Kinder abgeholt und die andern gingen wieder ihren Beschäftigungen nach. 




Am Dienstag lag erstaunlich viel Schnee, sodass Helmut mit seinem  „Schneeketten-Auto“  einige Kinder  „oben“  (700 m.ü.M.) am Zollhaus abholte.  Wir bekamen Besuch aus Lauterbach: Eine Mutter wollte sich gerne mit ihrer vierjährigen Tochter (und ihrem Baby) unseren Bauernhofkindergarten anschauen. Wir feierten zusammen Morgenkreis, beschlossen den Arbeitsplan und wollten natürlich den ersten Schnee genießen. Der ließ aber zu wünschen übrig, weil es nur eine dünne Schicht war und gegen 10 Uhr der Regen einsetzte. Aber immerhin rutschten die Poporutscher ein wenig  und alle Kinder waren gegen 11 Uhr gut nass. Da schätzen wir den Luxus unserer Villa wieder einmal sehr. Hier konnte man sich der nassen Kleider entledigen und dann nach Herzenslust malen, schneiden, sägen, raspeln und schrauben, oder in Bilderbüchern versinken. Anna half Helmut bei der Erweiterung unserer Garderobe. 

Vor dem Abschlusskreis bearbeiten jetzt die Vorschüler ihre Wetterblätter. Danach übten wir (wieder) manche Neuigkeiten in der Schlussrunde wie z.B. sitzenbleiben und zuhören, wenn ein Kind redet.

Schneebedingt kamen am Mittwoch nur 8 Kinder. Eine Bewerberin fürs Anerkennungsjahr hatte es auch durch den Schnee bis zu uns geschafft. Die Leitung des Morgenkreises übernimmt zukünftig Robert und er hat seine erste Runde gut gemeistert. Nach dem Vespern versorgten sieben Kinder samt Team die Häsin, die Pferde und das Geflügel. Nathanael kümmerte sich mit Helmut um die Schafe, die Kälber und die Vroni, die heute 5 Liter Milch gab. Nun wollten wir die neue Quelle aufsuchen, die Roland mit seinen Jungs ausgegraben und nach Vorschrift aufbereitet hat.  Viele Wasser- und Schneematschpfützen verlockten unterwegs und wie es sich gehört, blieb dabei natürlich kaum ein Fuß trocken, aber bis zur 



Villa ist es nicht weit ...  An der frisch zugedeckten Quelle sprudelte ein schöner Wasserstrahl gemütlich vor sich hin; die nächste große Herausforderung wird das Verlegen der Rohrleitung sein: über 1000 Meter mitten durch den Wald. Und nur mittels Pumpe wird das kostbare Nass einmal  „bei uns“  am Haus der Familie Gutekunst ankommen können. Wir glauben und hoffen übrigens immer noch, dass es Leute gibt, die diesen Riesenaufwand mit einer Spende unterstützen könnten  -  kennen Sie jemanden?  Danke fürs Mit-nachdenken und suchen!  Zurück in der Villa gab es wieder allerhand zu tun, bis um 12 Uhr der Abschlusskreis stattfand: Mit  „aramsamsam, aramsamsam, guli, guli guli ...“ starteten wir die kleine Runde. Mit dem schwebenden Albatros auf der Fingerspitze erzählte, wer wollte, was ihn heute gefreut und geärgert hat.

Bei den Vorschülern notieren wir das nun in ihren Taschenkalendern. Zur Fortsetzung des Räuber Hotzenplotz reichten wir Apfelstücken und nach dem Schlusslied gab‘s Apfelsaft aus Bechern.

Am Donnerstag hatte sich Väterchen Frost endlich ausgebreitet: Das bisschen Schnee gefror zu einer harten, rutschigen Fläche. Da war nach Morgenkreis, Vespern und Tiereversorgen kein Halten mehr.  Mit Poporutschern und Bobs sausten alle Kinder über eine Stunde lang den kleinen Abhang am Haus hinunter; die große Abfahrt vom Baumhaus aus wäre zu gefährlich gewesen. Einzeln, als  „Eisenbahn“, als Anhänger oder mit Susanne auf dem großen Teller, jedes fand seine Lieblingsvariante. Und besonders schön: Man wird fast nicht nass, wenn alles so gefroren ist. Um 11.30 Uhr stand die Kinderkonferenz an, 



mit allen 13 Kindern eine kleine Großveranstal-tung und auch ein Herausforderung, sich dieser Art Gruppenprozess zu stellen  -  wir üben!  Nach dem Aramsamsam-Lied sprachen wir die acht Verhaltensregeln anhand der Strich-männchen durch.  Zu den bisherigen Unter-schriften setzte Marian die seine noch gekonnt dazu. Mit  großer Aufmerksamkeit und dem Albatros auf der Fingerspitze erzählten viele Kinder, was sie gefreut hat, meistens das Rutschen im Schnee; geärgert hat sich niemand  -  zumindest fiel niemandem etwas ein. Die Vorschüler bekamen ihr Ereignis wieder in den Kalender eingetragen und das Sternchen dazu geklebt. Eine Runde mit Apfelschnitzchen und die Fortsetzung vom Hotzenplotz, der heute beim Zauberer landete, folgten.  Das  „Alle Leut, alle Leut“-Lied erklang zum Schluss und dann fanden alle noch allerlei zu tun.

Schneechaos am Freitag!  Gegen 7 Uhr hatte es auf 700 m.ü.M.  (Aichhalden-Rötenberg)  mindestens 15 cm Neuschnee und dazu blies fast schon orkanmäßiger Sturm. Die Staigstraße hinunter zur Kindergarten-Villa  (580 m.ü.M.)  

war komplett zugeschneit und nur mit Schneeketten befahrbar. Es schneite ununterbrochen weiter bis 11 Uhr. Da kam natürlich kaum jemand zu uns und wir sagten unseren Besuch im Seniorenzentrum ab.  Gegen 9 Uhr  sind wir mit vier Kindern durch den Tiefschnee gestapft, die Tiere zu füttern und Vroni zu melken. Mehr aber auch nicht, denn der eisige Wind ließ nicht nach. Also genossen wir die warme Villa: Salome und Robert malten Buchstaben für den neuen Großkalender, Nathanael und Marian bauten Segelschiffe und ein Containerschiff.  Zwischendrin bahnten wir eine Piste im Tiefschnee, aber so richtig fahren wollten selbst die Bobs nicht. In der Villa wurde gevespert und Salome las ein Bilderbuch vor. Die Schlussrunde verbrachten wir nochmals im Schnee, aber es war nicht  wirklich schön draußen. Der Schneepflug kam dann um 12.30 Uhr das erste Mal, sodass wir die Heimfahrt ohne Schneeketten antreten konnten. Unterwegs beschlossen Jule, Mila und Helmut, dass  „noch ganz viel Schnee kommt und der soll liegenbleiben bis zum Sommer“.



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