Jetzt ist‘s richtig  ...

... Winter: mit fast 40 ...

 


... cm Schnee beim Kindergarten, Sonnenschein und 6 Grad minus blieben am Montag, 18. 1. keine Winter-Wünsche mehr offen. Klar, dass nach Morgenkreis, Vespern und Tiere versorgen alle in voller Schneemontur  irgendwie rutschend bergab unterwegs waren. Mit Bobs, Poporutschern und einem riesigen LKW-Schlauch konnten die tollsten Abfahrten gefahren werden. Nebenan bauten Anna und Rebecca im Tiefschnee ihr Haus mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnzimmer. Ferdi und Joel halfen Samuel Gutekunst, den zugeschneiten Pkw-Anhänger frei und leer zuschaufeln. Gegen halb zwölf wurde den meisten dann doch kalt und gerne verkrochen wir uns in die Villa. An der 

Werkbank, am Maltisch und in der Küche beim Buch vorlesen fand jedes seine Lieblingsbe-schäftigung bis zum Abschlusskreis. Der hat inzwischen seine Bedeutung für die Kinder gefunden: die Sitzkissen werden ausgeteilt, die Kerze entzündet, wir singen arabi, arabi und hören dann, was den Einzelnen gefreut und geärgert hat, während der Albatros auf dem Zeigefinger  schwebt.  Eine Notiz in die Taschenkalender plus ein Sternchen gab’s für die Vorschüler (die ihren Kalender dabei hatten). Die Apfelschnitz-Schüssel machte die Runde und Susanne las vor, wie Kasperl die Unke aus ihrer Verzauberung befreite.   Mit „Alle Leut, alle Leut, gehn jetzt ...“  endete der Abschlusskreis.




Noch einen tollen Wintertag bescherte uns der Dienstag: zwar ohne Sonnenschein aber noch mit allen Schneemassen. Klar, dass nach Morgenkreis, Vespern und Tiere versorgen alle auf die Piste wollten. Beim Federvieh reduziert sich der Aufenthalt derzeit auf, im und unterm Hühnerwagen, nur die Enten gehen weiter gerne zum  „Schwimmen“.  Auf der Piste überwogen die Poporutscher, aber ein Bob für die Rennfahrer und der Gummischlauch eines Traktorreifens sorgten für spannende Abwechslung und Fahrspaß. Wer nicht fuhr, „wohnte“ wieder im Schnee-Haus von Rebecca und Anna; Jule kam zu Besuch und die Damen gönnten sich kein Kaffee-, sondern ein Schneestündchen (siehe Fotos). Nach elf Uhr zog es alle in die gemütlich warme Villa, wo wieder bis zum Abschlusskreis gemalt und gewerkelt wurde.  In der Erzählrunde mit dem Albatros herrschte bei allen Einigkeit: das Rutschen draußen war am schönsten und groß geärgert hat sich niemand.

Am Mittwoch genossen wir den dritten echten Wintertag: Bei minus 5 Grad hatten wir optimale Schneebedingungen.  Freilich kam zuerst der Morgenkreis, leider ohne Susanne, die krankheitsbedingt an ihrem offiziell letzten Arbeitstag nicht bei uns sein konnte  -  das holen wir aber nach! Unsere  „neue“  Mitarbeiterin Salome Gutekunst trat heute ihren Dienst an und weil sie eigentlich schon alles kennt und weiß, war ihr  „Einstieg“  kaum aufgefallen  -  sie gehört eben schon lange zu uns! Begrüßen konnten wir eine weitere Bewerberin für das kommende Anerkennungsjahr, die sich fröhlich auf alle Aktivitäten eingelassen hat. Einer unserer Jungs schloss sie gleich ins Herz und erklärte sie zu seiner Freundin. Die Tiere waren versorgt und Vroni schenkte uns fast 5 Liter Milch. Dann hieß es  „Bahn frei“  für allerlei Schneegefährte: Poporutscher, Bobs, der Gummischlauch und eine riesiger, mit Stroh gefüllter Plastiksack. Nach Herzenslust rutschen alle mehr oder weniger schnell, je nach Ver-

 



mögen x-mal die Pisten hinunter und stapften fröhlich wieder  nach oben. Gegen halb zwölf füllte sich nach und nach die Villa mit glücklichen Kindern und der Wäscheständer mit nassen Kleidungsstücken. Ob an der Werkbank, am Maltisch oder beim Bücherlesen, alle hatten zu tun und die ersten Seitenwände der Holzkisten entstanden: Für jedes Kind bauen wir eine Holzkiste für  „unter die Garderobenbank“. Im Abschlusskreis lief alles rund: die Hände beim  „gulli, gulli, gulli“  des  Arabi-Liedes, der Albatros beim Erzählen und die Apfelschnitzchen während dem Vorlesen aus  dem „Räuber Hotzenplotz“-Buch.

Den vierten Bilderbuch-Wintertag erlebten wir am Donnerstag,  bei minus 4 Grad und strahlendem Sonnenschein. Der wärmte so, dass viele Kinder nach 11 Uhr ihre Mützen und Jacken auszogen. Der große Renner war heute Salome und der Riesenstrohsack. Da passten vier,

 

manchmal 5 Kinder und Salome drauf. Hinten dran hängten sich mittels einer Schnur drei Kinder samt Poporutschern. Unzählige Male rutschte das lustige Gespann bergab und wurde meist von Salome alleine wieder hochgeschleppt. Auf der Schneeburg konstruierten Anna und Jade eine Halterung für ihr Bergsteigerseil, während Mathilda, Mila und unser Gastkind Matheo ausgiebig schaukelten. Vor lauter Schneefreuden schafften wir es erst nach zwölf Uhr  in die Villa zum Abschlusskreis.

Einen Bilderbuch- Seniorenzentrum-Tag erlebten wir am Freitag: mit 12 Kindern füllten wir die  „Oase“, den Treffpunkt der Tagesgäste der Sozialgemeinschaft Schiltach (SGS) kurz vor 9 Uhr. Astrid Haas schleppte Stühle an, damit auch alle Kinder  einen Frühstücksplatz neben den Senioren bekamen. Schon jetzt spiegelte sich die Freude in den glänzenden Augen der Tagesgäste  -  was die Kinder ganz unbedarft 

 



spüren und aufnehmen. Zum Morgenkreis versammelten wir uns im Schlossbergsaal, wo auch noch BewohnerInnen des Seniorenzentrums dazukamen. Erstaunlich, wie  selbstverständlich „unsere“  Kinder in dieser großen Runde inzwischen agieren: Rebecca zelebriert die 8 Regeln, Anna zählt die Monatskette vor, alle lauschen der Lerngeschichte von Robert und Ferdi zeigt in einer Gelassenheit wirklich jedem Anwesenden das Bild im Räuber -Hotzenplotz-Buch. Astrid Haas und Alice Müller deckten drei Tischen mit spannenden Kreativangeboten, aus denen sich alle etwas auswählen konnten: entweder eine Mini-Wollmütze, eine Kollage zu Schiltach oder ein Clown-Gesicht herstellen. Bald herrschte reges Treiben an den Tischen und überall dieses beeindruckende Miteinander zwischen Jung und Alt.  Nur ein Beispiel von einer an Demenz

erkrankten Frau: Meist sitzt sie unbeteiligt da oder ist unruhig unterwegs; heute hat sie eins unserer Mädchen  „entdeckt“ und saß über eine Stunde an ihrer Seite, erzählte, fragte, freute sich und lachte, wie sonst nie ... Fast eineinhalb Stunden haben Groß und Klein nach  „Leibeskräften“  geflochten, gemalt, ausgeschnitten, geklebt und gestaltet und das in einer erstaunlich glücklichen Atmosphäre!  Nicht zuletzt dank der herzlichen und liebevollen Fürsorge von Astrid und Alice!  Und selbst Herr Esslinger  („Der Chef“, wie die Kinder gerne sagen), ging für eine unserer Jüngsten in die Knie, um das Gesicht ihres Clowns fertig zu malen  -  da spürt frau und man  den Geist dieser Einrichtung.  Wir danken allen in der SGS, die sich so gastfreundlich, selbstverständlich  und kindgerecht um uns (und alle Senioren!) kümmern. Wir kommen sehr gerne wieder!



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