Noch schneebedeckt trafen wir ...

... am Montag die Umgebung ...

 


... beim Kindergarten an. Natürlich lautete der Beschluss am Ende des Morgenkreises, nach dem die Aufgaben bei den Tieren verteilt waren: Draußen rutschen. Anfangs sausten alle noch mit Schneeanzug, Schal und Wollmütze über die gefrorene Schneepiste, aber nach und nach entledigten sich zumindest die  „Rennfahrer-Innen“ der dicken Winterkleidung, denn die Sonne brannte förmlich vom Himmel. „Jetzt kann der Schnee gehen, dann kann ich wieder Fahrrad fahren“, beschloss ein Kind. Aber solange nutzten fast alle die Schneepiste, denn Bobs und Rutscher fuhren so schnell, wie noch nie. Da waren schon mal Strecken bis hinunter zum Hühnerstall drin. Die Zeit verging wie im Flug und als Theresa nach 12 Uhr die Kuhglocke läutete, wollte eigentlich niemand den Abschlusskreis feiern. Als dann alle auf den Sitzkissen Platz genommen hatten, war es doch schön, gemeinsam zu singen, mit dem Albatros auf einem Finger zu erzählen und die erste Geschichte aus dem Buch  „Die drei vom Ast“ zu hören, zumal die heute von Papa Reinhard vorgelesen wurde.

 

Der Restschnee hält sichauch am Dienstag noch tapfer und so wurde unsere  Freispielzeit nochmals eine herrliche und fröhliche Rutschparty. Jetzt hatte das  „Rennfieber“ auch die bisher vorsichtigeren Kinder erreicht. Und als wäre es das normalste auf der Welten, sauste man und frau nicht nur rasend schnell, sondern weil‘s so schön schlittert, auch gleich noch bis in den Wald hinein. Zufällige Zusammenstöße taten dank der Schneeanzüge nicht weh, belustigten und animierten jedoch immer wieder zur nächsten Abfahrt und einem weiteren, gespielten und lustigen  "Massenunfall". Salome’s Ideen spornten  auch noch an, nach Lust und Laune alle möglichen Fahrtechniken und  Mitfahrgemeinschaften auszuprobieren. Wer eine Pause brauchte, fand genügend Platz bei den Schaukeln.                                               Morgens brachte Theresa Herzog den Zwerghasen Peter mit, damit unsere Hasendame, die jetzt übrigens Lissi  heißt, nicht mehr alleine ist;  vielen Dank an Familie Herzog für das Geschenk!  Um 12 Uhr versammelten sich alle in der Villa zum Abschlusskreis.




14 zu 14 stand es am Mittwoch um halb neun, als der Morgenkreis begann. Die Eltern hatten zu einem gemeinsamen Frühstück geladen, denn Anlässe gab es inzwischen genug: Geburtstag von Helmut und Robert, Abschied von Susanne und Einstand von Salome. In aufmerksamer Runde feierten wir unsere morgendlichen Rituale und richteten dann die Tafeln fürs Frühstück. Eine bunte Vielfalt hatten alle Eltern mitgebracht, sodass nach Herzenslust gefrühstückt werden konnte. Als die Kinder gespeist hatten und sich draußen im Restschnee vergnügten, genossen die Eltern die gemeinsam Zeit und den Austausch. Eine gelungene und intensive Nachfeier, wie alle Gäste und das Team bestätigten und beschlossen,  das machen wir im Sommer wieder! Da wir vom Team die Tiere schon vor dem Morgenkreis versorgt hatten, verbrachten wir die Zeit bis zur Kinderkonferenz (11.30 Uhr)  rutschend, schaukelnd oder Schneeburg bauend.  

Nach dem Läuten der Kuhglocke versammelten sich alle in der Villa auf den Sitzkissen. Nach dem Lied führte Susanne zuerst durch unsere neuen  „Verhaltens-Regeln“ und besprach dann mit allen, wie wir zukünftig mehr Ruhe und Konzentration in den Morgenkreis bekommen, dass die Vorschüler ab heute das Wetterblatt gemeinsam an einem Tisch (mit Robert) machen. Donnerstags kommt Susanne extra zu uns, damit wir in drei Gruppen arbeiten können: Die Großen gehen morgen in den Wald, Brennholz machen, die Mittleren gestalten das Januar-Kalenderblatt und die Jüngsten backen ein Brot und machen Butter, was wir dann im Abschlusskreis gemeinsam genießen werden. Susanne präsentierte noch ihr Abschieds-geschenk: eine große Holzkiste voller Buchenbausteine samt Teppich, auf dem gebaut werden kann.  Vielen Dank dafür und für allen Deinen Einsatz während Deines Praxis-semester‘s, Du hast uns alle sehr bereichert.



Erster Probelauf am Donnerstag: nach Morgenkreis und Vesper teilten wir uns in die drei Gruppen auf: die Jüngsten machten sich mit Susanne und Salome ans  „Weckle-backen“  und Butter herstellen: Körner mahlen, Teig anrühren, gehen lassen, Weckle formen und backen  und nebenher Sahne in drei Gläsern zu Butter schütteln.  Die Mittleren malten mit Robert auf dem großen Januar-Kalenderblatt winterliche Motive. Die vier Vorschüler zogen mit Helmut und kleinen Beilen in den Wald, um Tannenäste zu entasten. Nach einer Einführung zum rechten Umgang mit dem Beil versuchten sich die Waldarbeiter mit ersten Ästen. Dass aller Anfang schwer ist und Übung den Meister 

macht, zeigte sich bald. Und dass mit nur 5 Minuten  „Einsatz“  kein Holzvorrat für die Heizung unseres Hauses zustande kommen kann, sahen alle angesichts der 4 Äste, die da grade mal zusammenkamen, bald ein. Auch mit Sprüchlein wie  „hab keine Lust mehr“  oder ähnlichen wurde der Holzstapel nicht größer. Manch einer brauchte da viel  „Anschub“, um wenigstens einen kleinen ersten Beitrag fürs Gemeinwohl zu schaffen. Immerhin trugen wir  12 Äste bis hinunter zu den Pferden.  Im Abschlusskreis freuten sich fast alle Kinder über ihre gelungenen Arbeiten. Und als Krönung gab’s schließlich die frischen Weckle mit eigener Butter und Petersilie.



Unsere Freitage im Seniorenzentrum werden immer  „besser“!  Auch heute empfingen uns das Personal und die ersten Tagesgäste wieder sehr herzlich. Danke an Monique für Deine Ausnahmeregelung!  Nach dem Frühstück halfen erstaunlich viele  Kinder mit, die Tagesgäste von der Oase in den Schlossbergsaal zu begleiten, meist mit Rollator. Wie Joel heute mit Frau X unterwegs war, versetzte uns in großes Staunen: mit einer Freundlichkeit und Fürsorge, als wäre es das normalste auf der Welt, dass ein 6-jähriger eine 80-jährige begleitet ...  Die beiden saßen dann den kompletten Morgenkreis nebeneinander und diskutierten ...  Die Stühle reichten übrigens fast nicht aus, um allen interessierten Gästen und uns Platz zu bieten: „So viele waren wir noch nie“. 

Kreativ ging‘s anschließend wieder weiter mit den Wollmützchen, den Clownsgesichtern, Collagen und Schneeflocken aus Papier.  Nebenbei  luden Svenja und Monique zwei Kinder zum Kuchenbacken ein und später half unser  „Größter“ mal eben beim Tische eindecken. Vor dem Mittagessen vergnügten sich die Kinder noch draußen und ließen sich dann gerne von der freundlichen Bedienung Pfannkuchen, Quarkcreme und Beerensoße verwöhnen. Jetzt haben selbst unsere letzten  „Skeptiker“ beschlossen, dass die Menüs hier sehr wohl sehr lecker schmecken. Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden und Herrn Esslinger für alle Gastfreundschaft und die Bereitschaft, sich auf unsere recht  "anspruchsvolle"  Gruppe immer wieder neu einzulassen.

 



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