„Ohne Schnee sieht alles ...

... ganz anders aus“, stellten einige Kinder am ...

 


 ... Montagmorgen fest, denn von der weißen Pracht war fast nichts mehr zu sehen. Im Morgenkreis ließ sich Robby sehen, die Handpuppe, die immer kommt, wenn jemand Geburtstag feiert:  Theresa feierte ihren dritten Geburtstag und freute sich über die Späßle von Robby und sein großes Geschenk, den handgemachten Hampelmann.  Besonders gefreut haben wir uns über unser vierzehntes Kind Mara, die heute ihren ersten Tag bei uns verbrachte und nach dem Abschlusskreis recht glücklich mit ihrer Mama wieder heim fuhr. Nach dem Vespern und Tiere versorgen wollten fast alle zum Baumhaus. Dort gruben sich die Jungs Wege und Löcher in die klebrig-nassen Sand-Erdhügel, einige Mädchen fanden ihre Spielküche im Wald oder legten einen kleinen Garten an.  Wir konnten noch eine interessierte Familie aus Aichhalden begrüßen, die unsere kleine Kita

 

und die Umgebung bald zu schätzen wussten. Im Abschlusskreis schwebte wieder der Albatros auf den Fingerspitzen, während erzählt wurde, was einen gefreut und geärgert hat.  Gesang und Fortsetzungsgeschichte rundeten das Ganze ab.

                          Am Dienstag in der  „Frühschicht“  schraubten Anna und Marian die nächsten Brettchen an die Seitenwände der zweiten Kleiderkiste für unter die Garderobenbank. Nach Morgenkreis, Roberts Lerngeschichte und dem Tiere-Plan gab es verschiedene Wünsche: zum Baumhaus hinauf, zu den Schaukeln hinüber und zu den Ponys hinunter. Wir beschlossen, dass die Großen alleine zum  „Baggern“  ans Baumhaus gehen, wer Schaukeln wollte, ging mit Robert und Salome kümmerte sich um alle Pferde-freunde. Die holten erst mal Mona unten ab und führten sie zum Striegeln und Hufe säubern vor die Scheune. 




Mit dem Longiergurt hatte dann jedes Kind guten Halt auf Monas Rücken und Dank der erfahrenen Führung und Anleitung von Salome bald das schöne Gefühl „ich kann reiten“. Weil der Wind sehr stürmisch und kalt blies, bliesen wir gegen 11.20 Uhr zum Rückzug in die Villa, wo sich am Maltisch, auf dem Sofa oder mit einem Memory-Spiel auf dem Fußboden schnell kleine Grüppchen bildeten. Im Abschlusskreis bedauerten viele Kinder nochmals, dass der Fuchs in der Nacht den Puter, eine Pute und ein Huhn  „gestohlen“  hat  -  draußen fanden wir an zwei Stellen viele Federn der getöteten Tiere.  Trotz manch gut gemeinter Idee blieb am Ende dieses mulmige Gefühl einer gewissen Ohnmacht der Natur gegenüber  -  aber so ist die Natur. Am Mittwoch beschlossen wir als gemeinsame Aktion nach dem Vespern und

Tiereversorgen, den gefällten Apfelbaum zu entasten. Wir tun am liebsten immer sinnvolle Dinge und jetzt sahen es alle: die dünnen Äste müssen abgehackt und eingesammelt werden. Trotz Schmuddelwetter hatten fast alle genug zu tun, ob mit Beil oder Säge oder mit den bloßen Händen. Erstaunlich für alle: nach knapp 45 Minuten hatte der Baum keine Äste mehr, die lagen alle auf zwei großen Haufen. Gerne versammelten wir uns nach getaner Arbeit in der warmen Villa. Die Kinderkonferenz wurde mit Kerze und Lied eröffnet. Die Erzählrunde schloss sich an und die Einträge in die Vorschülerkalender folgten:  „Äste abhacken“  ließen die Großen als gelungene Aktion eintragen. Wir besprachen wieder unsere Verhaltensregeln und suchten nach einer Lösung für den Fall, wenn jemand mit Schimpfworten 



um sich wirft. Das dauerte, doch schließlich beschlossen alle: wer das macht, muss 5 Minuten in der Ecke auf dem Stuhl sitzen.  Wie Waldemar, das Eichhörnchen und Meißel-Heini, der Specht um die Wette zwei Fichtenzapfen  „knackten“, hörten wir in der Fortsetzungsgeschichte. Nach dem Schlusslied zog es die Großen direkt wieder nach draußen, der Rest spielte im Haus verstecken, Löwenjagd, Ballwerfen und -fangen.

Der Vierer-Donnerstag spielt sich ein: Die Kinder wissen, Susanne kommt und es gibt drei verschiedene Gruppen nach dem Tierfüttern und Melken. Diesmal bemalten die Jüngsten mit Robert und Aquarellfarben das Kalenderblatt für Februar. Susanne und Salome luden die Mittleren zum Pizzabacken ein und Helmut ging mit den Großen zum Schuppen, 

um einen Graben zu ziehen, damit das Wasser wegfließen kann. Dem stürmischen Wetter  trotzten unsere drei  und zwei Gutekunst-Jungs mit tatkräftiger Handarbeit: per Schaufeln und Hacke gruben sie gemeinsam den Graben bis zum Zaun, Joel kletterte über den Zaum, um den Graben im Wald noch zu verlängern. Bald floss das ganze Wasser davon. Geschafft und zufrieden wir machten uns auf den Weg zur Villa. Dort war der Hefeteig fertig und die Zutaten geschnitten. Jedes Kind belegte seine kleine Pizza. Während die im Ofen garten, feierten wir den Abschlusskreis. Nach dem Schlusslied freuten sich alle über die zwar heißen, aber sehr leckeren Pizzen. Klar, dass man so gestärkt gerne noch eine Runde draußen im Schnee-Schmuddelwetter verbringen kann, am liebsten mit Versteckspielen.



„Volles Haus“ hatten wir am Freitag und alle genossen die bunte Vielfalt von 16 Kindern, die durch Geschwisterkinder entstanden ist.  Im Morgenkreis beschlossen wir, nach dem Tiereversorgen, endlich unseren Weihnachtsbaum für Tiere aufzusuchen, um nachzusehen, ob noch etwas von unseren Schmuckstücken übrig war. Fröhlich und voller Elan rannten die Größeren das erste Stück bis zum Weihnachtsbaum. Dort hingen außer 2 Kartoffeln nur noch leere Maiskolben und die leeren Wollfäden und Drahtstücke!  Wir sammelten alles ein und zogen weiter. Mit Ästen, Stöcken, Rindenstücken und Bartflechten fanden die Kinder ihr nötiges Spielzeug für unterwegs. Als dann der Wald steil und dicht 

bewachsen nach oben lockte, versuchten viele ihre Kletter- und Bergsteigerkünste und die meisten verschwanden im  „Dickicht des Dschungels“.  Oben angekommen diskutierten die Großen, was eigentlich schöner sei: bergauf steigen oder bergab  -  „Beides ist schön“ beschlossen sie und rannten los  (ohne Anleitung, altersentsprechend und echt frei-willig). Viel Wasser gab‘s und wenig Sonne, aber genügend Neues zu entdecken, sodass wir erst kurz vor 12 Uhr wieder an der Villa ankamen. Im Abschlusskreis erzählten fast alle, wie ihnen die Wanderung gefallen hatte  -  jetzt schien sogar noch die Sonne durchs Fenster und lockte nach dem Schlusslied natürlich nach draußen, um dort wieder Verstecken zu spielen.



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