Unser Rosenmontagsumzug musste nicht  ...

... abgeblasen werden. Im Gegenteil, wir ...

 


ließen uns anblasen. Denn am Ende des Morgenkreises beschlossen wir, nach dem die Tiere versorgt sind, gleich mit den Rucksäcken loszuwandern. Der Wind legte zu, deshalb vesperten wir im Vesperhäusle. Mit Ferdinands Mütze begann der Spaß des Fliegens: einmal hoch geworfen, flog sie je nach Windböe in interessanten Varianten durch die Luft. Wir blieben auf den Wiesen, entdeckten die ersten Gänseblümchen und Kinder, die nicht glauben wollten, dass die Blüten dieser Frühlingsboten lecker und gesund sind. Ronja fand indes die erjagte Wühlmaus besonders lecker. „Ein Hut, ein Stock ein Regenschirm ...“  übte Salome mit den jüngeren Kindern hier und da, während die Windböen immer wieder zu interessanten Flug-Phantasien verlockten: ob mit dem Sonnenschirm oder mit Federn an den Armen oder auf Ronja’s Rücken sitzend. Nach elf Uhr trafen wir wieder bei der Villa ein und sammelten gemeinsam die restlichen Ästchen vom gefällten Apfelbaum ein.

Im Abschlusskreis klärten das Eichhörnchen Waldemar und  die Elster Kleopatra zusammen mit Mini Kroko, der Eidechse, was denn ein Lurch sei. Natürlich lernten wir anschließend das Spiellied vom Frosch und der Schlange  „Im Schilf am Teich, lag eine Schlange“.

Mit 10 Kindern feierten wir am Dienstag Morgenkreis  und beschlossen nach dem Plan für die Tiere, dass wir angesichts des stürmischen Dauerregenwetters lieber in der Villa bleiben. Außerdem warteten neun Liter Milch darauf, zu Käse verarbeitet zu werden  -  und das dauert. Da es aber gegen 9.30 Uhr nur noch nieselte, blieben alle gerne noch draußen und spielten mit Salome Löwenjagd. Jule, Mila und Mathilda wollten Helmut helfen beim Käse machen, doch der Käse wollte nicht eindicken; auch nach der zweiten Labanreicherung geschah leider nichts. So entstanden während des Wartens in der Villa interessante Gemälde und Gespräche über die Sonne. Nach 11 Uhr fanden sich auch die restlichen Kinder von draußen im 




„Wohnzimmer“  ein. Mit turnen auf dem Sofa, werken an der Werkbank und Ball spielen auf dem Boden verbrachten wir die Zeit bis zum Abschlusskreis. Die Käsemasse ließ sich nur noch absieben und pressen, ein echter Schnittkäse wird das nicht mehr. Warum es bei den Tieren so unterschiedliche Entwicklungen gibt, z.B. von der Kaulquappe über den Lurch bis zum Frosch, wollten das Eichhörnchen und die Elster von der Eule wissen? Die verwies darauf, dass sich der Schöpfer wohl etwas dabei gedacht haben muss. Schließlich sei es bei den Menschen ja auch so, dass die sich z.B. als Kinder auf etwas freuen, was noch aus ihnen werden wird, wenn sie einmal  „größer“  sind.

Am Aschermittwoch ist bei uns nicht alles vorbei, im Gegenteil, die Passionszeit beginnt  (übrigens ist das schon weit vor der Einführung  von Fasching usw. in Europa so begangen worden).  Wir nehmen uns in diesen sieben

Wochen bis Ostern viel Zeit für die Geschichten zum Leidensweg Jesu.  Heute, nach dem die Tiere versorgt waren, machten wir uns auf, um die erste Passionswegstele zu besuchen. Da die meisten Kinder vom letztjährigen Aufbau der Stelen nichts wussten, konnte Anhand der Hinweistafel erklärt werden, dass Papa Kopp letztes Jahr freundlicherweise eine gut 25 Meter hohe Fichte für uns gefällt und gespendet hat. Daraus wurden 7 Stelen gesägt und in jeder Passionswoche hat Helmut mit der Motorsäge das Motiv zur biblischen Geschichte im und auf dem Fichtenstamm gestaltet.  Da die Stelen noch in gutem Zustand sind, werden wir sie einfach wieder benutzen.  Angelina las nun an der ersten Stele die Geschichte vor, in der Maria dem Jesus die Füße mit sehr kostbarem Nardenöl salbte. Zum Unverständnis ihrer Schwester und der Jünger Jesu, aber Maria wusste, was Jesus bevorstand. Deshalb salbte sie seine Füße, für 



diesen einzigartigen Weg des einzig wahren Königs; nachzulesen im Johannes-Evangelium 12, 1-9. Das Tonkrüglein in der Stele und oben der Tisch oder das Grab erinnern an dieses Ereignis. Wer sich den Passionsweg selber ansehen möchte, 5 Minuten vom Kindergarten entfernt, findet den biblischen Text und eine Meditation immer an den Stelen. Gerne bieten wir auch Führungen an.  Uns führte der Weg durch den leicht verschneiten Wald  -  bergauf  -  dann wird’s einem warm.  In der Villa hielten wir Kinderkonferenz, besprachen die Regeln und das Programm für Donnerstag. Erzählrunde mit dem Albatros, Fortsetzungsgeschichte und Lieder rundeten die Konferenz ab.

 

Nach Morgenkreis, vespern, melken  und Tiere versorgen starteten am Donnerstag wieder die  

drei  „Arbeits-Gruppen“: die Jüngsten kümmerten sich mit Susanne und Robert um dasKalenderblatt für März und schnitten Blumen und Gräser zum Aufkleben aus. Die Mittleren schälten und schnitten zusammen mit Salome allerlei Obst, um daraus 37 Fruchtspieße herzustellen. Die  „Großen“  holten im Wald die restlichen Tannenäste der letzten Waldaktion. Silas hatte die gute Idee, seinen Bollerwagen als Transportmittel zu verwenden. So konnte mit zwei Fuhren alles Holz zum Lagerplatz gebracht werden. Bis gegen halb zwölf entasteten wir nochmals, leider mit sehr geringer Beteiligung einzelner Großer, aber Dank Silas und Nathanael trotzdem einen ganzen Berg weiterer Äste. Im Abschlusskreis schmeckten die Fruchtspieße während der Fortsetzungsgeschichte so gut, dass alles Obst aufgegessen worden ist.



Mit 12 Kindern besuchten wir am Freitag wieder die Tagesgäste im Seniorenzentrum. Nach dem gemeinsamen Frühstück spielten wir mit den Kindern draußen bei Sonnenschein  „verstecken“. Dann feierten wir in großer Runde mit den Tagesgästen den Morgenkreis, den wir zur Freude aller mit dem neusten Hit  „Im Schilf am Teich“  abschlossen.  Astrid Haas und Alice Müller hatten interessante Tischspiele aufgebaut: ein Riesenmikado, Mensch ärgere dich nicht mit handlichen Figuren, Memory und ein Lotto-Spiel mit Holzkugeln. An den Tischen bildeten sich Interessengruppen und bald 

herrschte ein fröhlich spielerisches Vergnügen zwischen Alt und Jung  (wieder spannend zu erleben, wie sich z.B. einzelne Handgriffe von  „Jung und Alt“  ähneln). Vor dem Mittagessen spielten wir mit den Kindern draußen in der Sonne noch ausgiebig  „Faul Ei“.  Gerne ließen wir uns wieder liebevoll und freundlich bedienen und genossen Suppe, Salat, Maultaschen und Nachtisch  -  wie im Hotel.  Herzlich danken wir Astrid, Alice, allen weiteren Mitarbeitenden und Herrn Esslinger für die Gastfreundschaft und alle Fürsorge, mit der sie uns und die Senioren wieder aufgenommen und begleitet haben!



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