Grau in Grau und nass blieb ...

... der Montag und selbst die Temperatur ...


 ... veränderte sich  "nur"  von morgens minus zwei auf mittags minus ein Grad. Dafür verän- derte sich die Atmosphäre im Morgenkreis, als Justus seine 5 Geburtstagskerzen anzündete und das Licht im Zimmer gelöscht wurde. Als dann Robby, Helmuts Handpuppe dazu kam, stand der Freude und dem Lachen nichts mehr im Wege. Nachdem Robby „endlich“ das Geschenk ans Geburtstagskind übergeben hatte, ließen sich nach dem Vespern alle die Geburtstagsmuffins schmecken. Danach ging‘s zum Tiere füttern und Vroni melken. Salome hat mit einigen Kindern noch die Legenester der Hühner frisch

eingestreut. Wir wanderten Richtung Schiltach und verschwanden auf einem bisher selten besuchten Waldweg. Auf die verschiedenen Baumarten  kamen wir zu sprechen und staunten, welche Justus schon alle weiß. Hexenbesen, Bartflechten, einige vom Sturm umgedrückte Tannen, Ameisenhügel ohne Ameisen, vermutlich kochende Hasen  -  zumindest stieg Dampf aus dem Wald hoch und noch manche Besonderheiten entdeckten wir unterwegs. Zum Abschlusskreis kamen wir dadurch tatsächlich zu spät, aber wir sind ja flexibel.




Weiterhin grau blieb das Wetter am Dienstag, allerdings bei minus 2 Grad. Wohl dem, der seine Hände am Kuheuter von Vroni während des Melkens wärmen kann - Joel schaffte es zum ersten Mal, einen Liter Milch zu melken. Im Morgenkreis erzählte Helmut die Geschichte, wie Jesus in Jerusalem einzog und die Leute ihn als ihren König feierten. Mit Flanellbildern wurde die Geschichte sichtbar. Wir beschlossen, nach dem Tiere versorgen und dem gemeinsamen Vespern zuerst zur zweiten Passionswegstation zu gehen. Dort las Salome die biblische Geschichte vor und wir entdeckten oben am Stamm die Zinnen der Stadtmauer und

etwas tiefer das Stadttor mit einem Kleidungs- stück und Palmzweigen. Der Sendemast, den wir bisher immer nur von weitem sehen konnten, war unser nächstes Ziel. Fröhlich spazierten wir Richtung Schiltach und kamen gegen 11 Uhr an dem interessanten Bauwerk mit allerlei Warnschildern an. Die wurden entziffert und gedeutet und wir versuchten uns vorzustellen, wie das wohl mit den  „Strahlen“  funktioniert. Beim Rundumblick bestimmten wir Stadteile von Schiltach, die Schenkenburg und einige bekannte Gebäude. Kurz vor 12 kamen wir wieder an der Villa an und genossen die gemütliche Wärme während des Abschlusskreises.

 



Raueis-Alarm am Mittwoch! Unterwegs im Wald entdeckten wir sie wieder, wie vor einem Jahr, diese bewundernswerten Eisgebilde, die sich bei minus 2 Grad und „Sturm“ aus unterkühlten Nebelwassertröpfchen nahe am Wasser bilden und meist aussehen wie Haare. Leider kann man sie nicht mitnehmen und schon bei der kleinsten Berührung schmelzen sie dahin - manches Mal sind Naturschönheiten einfach nur in der Natur zu bestaunen! Sonst gab es kaum Neues unterwegs in dieser grauen Übergangszeit, aber der Weg ist das Ziel und so macht Unterwegssein auch an tristen Januartagen Sinn: zu spielen gibt es draußen eben immer etwas. Zum Abschlusskreis kam Roland Maier und die Kinder

hatten ihre Freude, nicht zuletzt, weil er seine Luftballonkünste zum Besten gab und jedes Kind die erratene Tier-Figur mit nachhause nehmen konnte.

 

Die drei Donnerstags-„Arbeitsgruppen“ haben sich etabliert: Schon gleich im Morgenkreis nach dem Festlegen, wer welche Tiere versorgt, fragten die Großen, ob sie wieder in den Wald können, um Brennholz zu machen. Mit den Mittleren wollte Robert Pfannkuchen backen und Salome nahm die Jüngsten mit zum Pony Mona. Für die vier Waldarbeiter lagen noch jede Menge entastete Äst vom letzten Einsatz im Wald. Die mussten rausgeschleppt, auf den



Bollerwagen geladen und zum Trockenlager abtransportiert werden. Immerhin schafften die Jungs 3 große Fuhren und erklärten mir dann, dass sie mich jetzt nicht mehr bräuchten. In und um die Villa herum duftete es nach Pfannkuchen und die 5 Mädels hatten ihre Freude beim gemeinsamen Zubereiten derselben. Salome ließ die drei Jüngsten jeweils vorsichtig aufs Pony steigen und führte sie behutsam im Kreis. Um 12 Uhr im Abschlusskreis erzählten die Jungs von ihrer Besteigung des Traktor-Wasserfasses (als Ergebnis meiner „Abwesenheit“) und die Mittleren schwärmten von der Pfannkuchen- bäckerei. Das Ergebnis konnten dann alle während der Fortsetzungsgeschichte genießen.

Da gingen fast die Stühle aus, als wir uns am Freitag zum Morgenkreis im Schlossbergsaal des Seniorenzentrums versammelten, so viele Kinder (14), Tagesgäste und Mitarbeitende waren gekommen. Unser Morgenlied erklingt da in vollen Tönen und manche Seniorenaugen leuchten angesichts der fröhlichen Kinderschar. Obwohl wir nach dem Vespern in der Oase eine gute halbe Stunde draußen unterwegs gewesen sind, hatten die meisten Kinder noch genügend Energie, um die „bewegenden“ Turnübungen mitzumachen, die Alice nun zur Musik anbot: Erst dehnten wir mit Gymnastikbändern die Arme und spielten z.B. Schaufelraddampfer. Dann folgten schwingende, schwebende



und streichelnde Bewegungen mit den Chiffontüchern, alleine und zu weit. Zwei Bälle flogen hin und her zwischen Jung und Alt. Marschierend (für die Kinder) ging’s laut, kräftig und vergnügt weiter im Takt und die Senioren sind mit Händen und Beinen und bestimmt im Herzen mitmarschiert. Die restliche Zeit bis zum Mittagessen verbrachten wir mit Kreis- und Ballspielen im Schlossbergsaal, weil es draußen

kräftig regnete. An vier Tischen wurden wir wieder sehr freundlich und zuvorkommend bedient.  „Da lernen ihre Kinder ja auch noch Tischmanieren im Bauernhofkindergarten“ meinte ein Gast.  Wir danken Alice für die gelungene Turnstunde, allen weiteren Mitarbeitenden und Herrn Esslinger für die Gastfreundschaft und den herzlichen Umgang mit uns. Wir kommen gerne wieder.



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