Drei Grad um 8, 3 °C um 12 und alles  ...

... grau in grau; so war der ...


... Montag - rein äußerlich betrachtet - ein Stubenhockertag? NEIN! Nach Morgenkreis und Vespern kümmerten sich wieder all um die Tiere, denn: „das muss man bei jedem Wetter!“ Die biblische Geschichte zur vierten Passions- wegstation hatten wir schon im Morgenkreis betrachtet: Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße und besonders Petrus muss nachfragen, warum Jesus, ihr Herr den Jüngern die Füße wäscht und nicht umgekehrt. Jesus hat das als Zeichen und Zeugnis getan: „Jetzt seid ihr rein“, sagte er und: „Ich habe euch ein Beispiel gege- ben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“ (Johannes 13) Wir machten uns auf zum Passionsweg. An jeder Station über- legten wir, welche Geschichte zu den Symbolen gehört. Bei der vierten Stele las Salome die biblische Geschichte und die Besinnung vor. Als wir alle 7 Stationen kurz betrachtet hatten,

blieb viel Zeit zum Freien Spielen im Wald. Kaum war die erste dürre Fichte entdeckt, rückte die Holzfällertruppe aus, um mit vereinten Kräften den Baum „zu fällen“. Bei einem größeren Objekt mussten erst Robert und dann noch Salome anrücken. Gemeinsam geht’s am besten: der Baum fiel. Mehrere dürre Kandidaten spürten die Kinder noch auf und brachten sie voller Stolz zu Fall. Quer durch den Wald kletterten alle Richtung Villa. Dort baggerte Roland weiter am Graben für die Wasserleitung und die Jungs hatten ihr nächstes kleines „Projekt“. Im Abschlusskreis erzählten wir einander, was schön war und was einen geärgert hat. Dann hörten wir, wie die drei Freunde vom Ast darüber fachsimpelten, weshalb Gott, der alles geschaffen hat, die Tiere und die Menschen mit ganz verschiedenen Begabungen beschenkt hat.




Mit minus 3 Grad begann der Dienstag. Mit einem neuen „Teller“ der Morgenkreis: Damit das allmorgendliche „Ringen“ um die einzelnen Aufgaben im Morgenkreis ein Ende hat, gibt es jetzt einen runden Plan (siehe Photo), auf dem täglich wechselnd abgelesen wird, wer welche Aufgabe übernimmt. Überraschend gut kamen die doppelten Holzscheiben an, denn gleich drei Kinder übernahmen ohne Wenn und Aber wie selbstverständlich die angezeigten Aufgaben, obwohl sie diese bislang immer abgelehnt hatten. Nachdem Robert in seiner Lerngeschichte für Nathanael vom „Bäumeausreißen“ berichtet hatte, war klar, dass das heute wieder

stattfinden sollte. Zusatzaufgabe war allerdings, wie gestern schon besprochen, die Rinde an den Passionswegstellen zu entfernen, weil diese zu schimmeln anfängt. Beim Melken wagte sich zum ersten Mal Marian und ein Schnupperkind. Fröhlich rannten fast alle den Weg hinunter zu den Stelen. Wir wiederholten die Geschichten bis zur vierten Station und teilten uns dann in Arbeitsgruppen auf. So schälten und schabten fast alle Kinder an drei Baumstammstücken, bis die morsche Rinde entfernt war. Im Abschlusskreis haben das viele auch als schönes Erlebnis benannt, dass wenn alle mithelfen, ganz schön schnell etwas ganz schön wird.



Bei 4 Grad und Regen saßen wir am Mittwoch zum Glück zum Morgenkreis in unserer mollig warmen Villa. Krankheitsbedingt mit einer 9-Kinder-, aber dennoch fröhlichen Runde. Kleines Erfolgserlebnis mit der Monatskette: zum ersten Mal schafften alle Vorschüler den Satz: „Heute ist Mittwoch, der 2. März 2016“ alleine, bzw. mit Blick auf die Monatskette (Zahl 2) und auf den Riesenkalender (MÄRZ). Beim Plan für die Tiere hat sich Marian wie selbstverständlich wieder zum Melken gemeldet und dort erklärt: „Wir müssen die Vroni melken, sonst trinkt der Wurzel (das Kälbchen) alles weg und wir können keinen Käse machen.“ (Man könnte es „natürlichen Lernprozess“ nennen, oder?) Im strömenden Regen und mit Gegenwind spazierten und rannten wir zum Passionsweg hinunter. Dort blies der Wind noch kräftiger und weckte wieder diesen Urwunsch:

„Jetzt möchte ich am liebsten bis in den Himmel fliegen!“  Wir entfernten alle biblischen Geschichten und die Meditationen an den Stelen und ersetzten sie mit neuen Tafeln. Am siebten Fichtenstammstück entfernten wir auch noch die Rinde und freuten uns über 7 frisch gerichtete Stelen; schließlich bekommen wir nächste Woche Besuch von zwei Kindergärten ...  Weiter ging’s durch den Wald, erst auf einem Weg und als der endetet einfach querwaldein.  Hier und da gab es dürre Bäume zum  „ausreißen“, Binsengras zum Pflücken, die ersten Huflattichknospen, allerlei Stöcke und zur Krönung eine riesige Weißtanne, die der Sturm oder, und der Schnee auf etwa 3 Metern Höhe sehr  interessant abgeknickt hatte. Im Abschlusskreis schlugen wir das Buch von Astrid Lindgren  „Erzählungen“  auf und hörten, wie Lotta Fahrrad fahren konnte.

 



Bei 4 Grad und knapp 10 cm Neuschnee feierten wir unseren Morgenkreis am Donnerstag. Schon auf dem Weg zu den Tieren konnte niemand den Verlockungen der weißen Pracht widerstehen - auch wenn niemand den Schnee wirklich wollte - er ist hat schon eine herrliche Erfindung: weiß, kalt und nass; leicht, flockig und schwebend; massiv, fest und formbar. So kam‘s, dass wir nach dem Füttern eine Stunde im Schnee verweilten: Kugeln rugeln, Bälle und schneegefüllte Mützen werfen usw. In der Villa lud Robert die Mittleren zum Kordeln ein, um damit das nächste Kalenderblatt zu gestalten. Salome hat mit den Jüngsten kleine bunte Kreise, Drei- und Vierecke ausgeschnitten und ebenfalls ein weiteres Kalenderblatt damit gestaltet. Die Großen halfen Helmut beim Käse machen. Susanne reparierte derweil zusammen mit einzelnen Kindern die alten Sitzkissen und

bespannte die Webrahmen für neu. Die Käsemasse konnte gegen 11 Uhr ins Käsetuch gefüllt und dann unter die Presse gestellt werden. Im Abschlusskreis öffneten wir einen Käselaib vom Dezember und genossen gemeinsam die Hälfte davon. Dass der heute hergestellte Käse erst frühestens in 6 Wochen  „essbar“  ist, konnten sich die Kinder kaum vorstellen. Lotta konnte sich kaum vorstellen, wie schnell das gemopste große Fahrrad lossaust, wenn sie auf den Pedalen steht  und feststellt, dass die Bremsem nicht von alleine bremsen  -  sie musste deshalb in der Rosenhecke  von Tante Berg notlanden   -  zu ihrem Glück, denn Tante Berg eilte sofort zu Hilfe. Bei uns draußen hatte es nochmals sehr kräftig geschneit, so dass die Heimfahrt mit mehreren Kindern und Susanne im Auto den Berg hinauf nur mit Mühen zu schaffen war.



Bei minus 2 Grad fuhren wir am Freitag ins Seniorenzentrum, wo wir wieder herzlich an den Frühstückstischen der Tagesgäste empfangen wurden. Eine Stunde spazierten wir dann an der Schiltach entlang und trafen uns um 10 Uhr mit allen Gästen, zum Morgenkreis. Robert las seine Lerngeschichte übers Kordeln für Theresa vor und Helmut Lottas neuste Fahrradabenteuer. Mit den gefalteten Tulpenblüten stiegen wir dann in die kreative Phase ein: jedes faltete eine neue Blüte, die Kinder schnitten Stengel und Blätter dazu aus und gemeinsam wurde jede Tulpe auf ein Blatt Papier geklebt - zum Mitnehmen. Alice Müller brachte einen Würfel,

die Buchstaben des ABC und die Idee zur pantomimischen Darstellung von Tieren mit. Mit ein bisschen flüsternder Nachhilfe trauten sich immer mehr Kinder und auch Tagesgäste, ein Tier darzustellen. Wir wechselten zu Sportarten und da sprudelten die Ideen so richtig. Als sich die Senioren auf den Weg zum Mittagessen machten, legten wir noch eine Turn- und Draußenrunde ein. Wie immer versorgten uns die Mitarbeiterinnen liebevoll und mit allem, was das Herz begehrt! Gut gesättigt und glücklich verabschiedeten wir uns. Vielen Dank für alle Fürsorge und die offenen Herzen; wir kommen sehr gerne wieder.



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