Mit dem Verstecken der Ostereier begann ...

... der Dienstag, als Robert in der Frühe ...


im Wald in jedem Nest der Kinder zwei Eier versteckte. Nach dem Morgenkreis haben wir auch bei uns die Zeitumstellung eingeführt: Wir werden nach dem Morgenkreis die Tiere versorgen und uns dann auf machen in Feld und Wald und irgendwo, wo es schön ist, gemeinsam Vespern. Heute gab es natürlich zuerst die Oster-Flanellbilder-geschichte: Vom Grab wurde der Stein entfernt, das Grab ist leer und ein Engel sitzt davor, als die beiden Marias am Ostermorgen zum Grab kommen. Sie erschrecken, doch der Engel beruhigt: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, er ist

auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht, wo er gelegen hat. Und dann geht schnell, und sagt es seinen Jüngern. Jesus wird vor euch hergehen nach Galiläa.“ Und sie gehen mit Furcht und großer Freude. Da begegnet ihnen Jesus und grüßt sie. Sie fallen vor ihm nieder und umfassen seine Füße. Da sagt Jesus: „Fürchtet euch nicht! Geht und erzählt meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen. Dort werden sie mich sehen.“ (Matthäus 28, 1-10) Mit Rucksäcken bepackt, marschierten dann alle Richtung Burg. Bei den Osternestern war die Freude groß - obwohl nur zwei Eier in jedem Nest lagen! (weniger ist eben mehr).




Weils im Wald noch ganz schön kalt war, zog es uns förmlich auf die Wiese in die Sonne. Auf zwei Baumstämmen fanden wir genügend Sitzplätze zum Vespern. Mit den Ostereiern spielten wir dann  „Eierrugeln“: Alle hocken in einer Reihe und schubsen ihr Ei bei  „drei“  die Wiese hinunter. Wir wählten die schlichte Variante und schauten immer, wessen Ei am weitesten rollte und nicht kaputt ging. Das war ein listiges Rugeln, vielmals, bis wir fast an der Straße ankamen. https://de.wikipedia.org/wiki/Ostereierschieben    Im Wald an einem kleinen Rinnsal gruben wir eine Vertiefung für eine Handvoll Krötenlaich, den wir dort zur Beobachtung  „aussetzten“  -  im Zimmer darf man das nicht, weil der Laich geschützt ist. Im Abschlusskreis sang Lotte mit uns das Wunschlied von Ferdi „Was müssen das für Bäume sein“ und wir lauschten der nächsten Astrid Lindgren-Geschichte  „Lena will auch in die Schule gehen.“

Mit Dauerregen begann der Mittwoch; und der (wir auch) hielt durch bis zum Ende. Nach dem Morgenkreis erzählte ich, nochmals, wie sich die beiden Frauen von dem Engel am leeren Grab überzeugen ließen, loszugehen, und den Jüngern vom auferstandenen Jesus zu berichten und dass sie ihm unterwegs tatsächlich begegneten. Nach dem alle Tiere gefüttert und Vroni gemolken war - das hat heute übrigens mit Joel und Ferdi so hervorragend und selbstverständlich geklappt, wie noch nie, machten wir uns auf den Weg zur neuen Quelle (von Familie Gutekunst). Gut zwei Stunden waren wir unterwegs, bis wir das fröhlich sprudelnde Nass aus einem Kunststoffrohr entdeckten. Fast so fröhlich und gut nass erlebten wir die „Regen-Wander-Zeit“, fanden Baumstammstücke zum Balancieren - bei Nässe besonders schwierig, Felsbrocken zum erklimmen oder Tierkot zum Bestimmen: der Hase macht Kügelchen, das Reh „Eier“ und der Fuchs ein bis zwei „Würstchen“.



Dass Matsch auch gefährlich sein kann, erlebt „mann und frau“, wenn sie geradewegs hineinstiefeln ..., geübte Kinder sehen das von weitem und nehmen einfach den sicheren Umweg. Jule berichtete unterwegs von einer erstaunlichen Erfahrung: „Komisch, jetzt bin ich außen ganz nass und meine Haare auch, und innen schwitze ich.“ Wie bestellt kam Ronja (die Hündin) mit hechelnder Zunge angerannt, blieb vor uns stehen und schüttelte sich mit Leibeskräften das Regenwasser aus ihrem Fell, das in hohem Bogen bis zu uns „brauste“; Jule darauf: „Hallo Ronja, ich brauch jetzt keine Hundedusche, bin schon nass genug!“ Ansporn für die zuschauende Anna: „Ja, Ronja, mach nochmal, ich will auch duschen!“ Da soll einer sagen: „Wie kann man nur bei Regen so lange draußen sein?“

 

 

Die besten Haut-Nah-Erfahrungen gibt es eben nur draußen und wenn man dann „zuhause“ alles Nasse auszieht, zum Trocknen aufhängt und sich neu einkleidet - wissen Sie noch? Nachtrag: Heute, um 15 Uhr bekamen wir in den Räumen der VOBA Kinzigtal in Schiltach vom Gewinnsparverein 500 € geschenkt, um damit die Arbeit mit den Tieren unterstützen zu können; wir danken herzlich dafür!

 

Mit „ohne“ den üblichen Regeln begann der Morgenkreis am Donnerstag, denn wir besprachen aus aktuellem Anlass massive Probleme vom Vortag. Die anschließend präsentierte Überraschung kam bei allen gut an: Wir fahren zum Krötenteich und zum Brennholz



machen Richtung Höhnweiler, ca. 8 km. Zuerst kamen natürlich die Tiere dran, sodass wir gegen 9 Uhr mit 3 Autos und 11 Kindern zum „Trickenweiher“ fuhren. Da hatte eine Frau grade die letzten eingesammelten Kröten in den Weiher gebracht - schade, wir hätten ja gerne die Auffangeimer entlang des Krötenzaunes selber geleert, aber einige der lustigen Amphibien lugten interessiert aus dem Wasser, als wir sie und sie uns entdeckten. Einige Hände voll Krötenlaich konnten wir noch aus dem Gras bergen und zu Wasser lassen. Nach dem Vespern am Teichufer marschierten alle einige Meter weiter zum Waldrand. Dort lag eine mächtige, schon entastete Weißtanne, deren Äste wir entasten und das Holz als Brennholz mit zum Kindi nehmen dürfen. Ganz schön viel Arbeit, aber gemeinsam geht es am Besten:

Die Großen, Joel und Silas Gutekunst und Robert machten sich mit Beilen ans Entasten, Lotte und fast alle andern kümmerten sich ums Reisig und die dickeren Aststücke, die mittels Motorsäge in handliche Stücke zerlegt wurden. Und die Sonne zeigte dazu, was sie kann; „Da wird’s einem ja richtig heiß“ stellten manche WaldarbeiterInnen bald fest, und dass wir hier noch einiges zu tun haben. Wir danken dem Spender Bernhard Pfau und kommen demnächst wieder, damit die Wiese bald „holzfrei“ ist und das Gras wachsen kann.

 

Mit Dauernebel, 6 Grad und ohne Seniorenzentrum begann der Freitag; Lotte und Robert besuchen eine Fortbildung zum Thema „faustlos“. Mit großer Unterstützung von Familie Gutekunst: Rebecca, Joel, Silas und Angie



gelang uns ein schöner, gemeinsamer Morgen rund um Haus und Hof. Die Hasen bekamen den ersten Löwenzahn, die Pferde frisches Heu und die Hühner und Enten Getreideschrot. Im Teich entdeckten wir mehrere Kröten und viel Laich. Leider sind an der Straße wieder mehrere Kröten überfahren worden. Für unseren kleines Gartenbeet suchten wir dann im Wald nach Steinen, um die Mauer etwas zu erhöhen. Mit Bollerwagen und Kettcar zogen wir los und fanden gute Steine entlang des Grabens für die Quellwasserleitung. Mit zwei Fahrten hatten die Jungs alles zur Villa transportiert. Während sich die einen Kinder um das Waschen der Steine kümmerten, holten andere mit Eimern im

Bollerwagen Wasser und wieder andere befüllten  unser Gewächshäusle neu mit Erde, denn die erste Aussaat schoss nur so in die Höhe, also begannen wir nochmals von vorne. Drei Kinder holten Erde von Wühlmaushügeln für die Zeitungspflanztöpfchen. Nach dem Befüllen derselben versteckten wir darin je eine Feuerbohne. Mit Putzen und Aufräumen war es schon nach 12 Uhr 30 und wer noch nicht abgeholt wurde, schaute interessiert zu, wie Roland mit seinen Jungs das erste Stückchen des über einen Kilometer langen Grabens für die Quellwasserleitung  (am Haus)  wieder aufzufüllen und einzuebnen begann.



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