Mit Mila's drittem Geburtstag begann ...

... der Montag und sie genoss es, dass sich Robby, die ...

 


... Handpuppe ganz besonders um sie kümmert; fröhlich erklärte sie ihm dann auch, dass er nicht alle ihre Geburtstagsmuffins bekommen wird. Da beschloss er, dem Geburtstagskind schon mal sein Geschenk zu überreichen, zur Freude von Mila  -  vermutlich ahnte sie, dass das erste Geburtstagsgeschenk der handgemachte Hampelmann ist. Mit Begeisterung genossen alle Kinder die lustigen Spinnenmuffins nach dem Vespern. Lotte ging mit Joel und Marian zum Melken und es hat richtig gut geklappt, vor allem dank Joel, betonte Lotte. Später gab‘s kleine Arbeitsgruppen: in unserem Gärtle begannen Kinder mit dem Jäten  von  Beikraut (denn Unkraut gibt es nicht, das hat der Mensch erfunden!)  und die Sandsteine für die 

Gartenmauer mussten fertig geschrubbt werden. Dann blieb natürlich auch noch Zeit zum Spielen und Abschlusskreis feiern.

Mit verkürzten Regeln starteten wir am Dienstag im Morgenkreis: die Kinder sollten nur aufzählen, welche und wieviele Bilder wir haben  -  alle acht Stück kamen flux zusammen. Und um noch ein bisschen Zeit zu gewinnen, verkürzten wir auch das Verteilen der Aufgaben beim Tieren versorgen, in dem die festen  „Jobs“  wie Melken oder Pferde füttern für eine Woche von den selben Kindern übernommen werden. Nach dem das Melkteam zurück war, fuhren wir mit 11 Kindern wieder zum Froschweiher. Allerdings mit einer Spezialaufgabe: Das Reisig einer vom Borkenkäfer befallenen Fichte verbrennen.




Wir stellten Warndreiecke an der Straße auf, Robert spielte den Straßenlotsen und alle schleppten das Reißig aus dem Wald über die Straße zum Brandplatz. Schnell loderten helle Stichflammen zum Himmel und in knapp 20 Minuten war auch schon alles vorbei. Da kamen wir gar nicht wirklich zum Grillen  -  das holen wir aber nach. Unterwegs zur zweiten Aufgabe des Tages entdeckte Joel in einem Eimer am Kröten- und Fröschezaun bestimmt 20 Kröten; die hat er persönlich zum Teich getragen und dort zu Wasser gelassen. Dann kam der nächste Auftrag: die weiteren Äste der großen Weißtanne entasten, Brennholz zu Brennholz sortieren und das restliche Reißig in den Wald bringen. Für gut eine Stunde konnten sich fast alle zum  „Arbeiten“  überreden lassen. Dann gab’s aber auch noch Zeit zum  „einfach so spielen“, während wir vom Team (als Vorbilder) fröhlich weitergearbeitet haben. Gegen 12 Uhr fuhren wir wieder zurück.

„Schon wieder arbeiten“ stöhnten am Mittwoch im Morgenkreis zwei Jungs, als wir für den Tagesplan festlegten, heute nochmals zur Weißtanne zu fahren, um das Reißig von der Wiese zu entfernen, damit das Gras wachsen kann. Als wir gegen 10 Uhr alle Froscheimer inspiziert hatten, leider ohne auch nur einen Frosch, und mit einer Schubkarre auf der Wiese ankamen, schlug die Unlust plötzlich in nicht enden wollenden Arbeitseifer voller Begeisterung um: Die Beiden schufteten bis viertel vor Zwölf, luden eine Schubkarre nach der anderen voll, bauten eine Brücke über den Bach und  „rodeten“ im Wald einen kleine Pfad, um mit der Schubkarre tiefer in den Wald fahren zu können. Die andern Kinder waren nicht weniger fleißig und schleppten Holz und Reißig je nach Kraft von der Wiese. Nach dem Abschlusskreis meinten die Beiden:  „Können wir jetzt endlich wieder weiterarbeiten!?“  Eine Fuhre war noch drin, dann mussten wir leider  



leider aufbrechen  -  aber die Begeisterung, dass wir nochmals kommen und dann sicher alles Reißig von der Wiese geschafft haben werden, überzeugte alle.

Die acht Regeln zum Umgang miteinander besprachen wir am Donnerstag im Morgenkreis anstelle der üblichen Regeln. Nach dem Vespern kümmerte sich die Großgruppe um die Ponys, Hasen, Hühner, Enten und Puten und die Kleingruppe um die Schafe, Kühe und das Melken. Anschließend wurde gearbeitet: Die Jüngsten mahlten Weizenkörner und stellten unter Anleitung von Lotte einen Brotteig her. Die Mittleren  „malten“  nach Anleitung von Robert mittels Wollefaden und Wasserfarben per Ziehtechnik lustige Faltkarten. Die Großen begannen unter Helmuts Anleitung, die Gartenmauer unseres Gemüsegärtchens zu erhöhen: Sand und Zement musste gemischt und mit Wasser zu Mörtel gemischt werden; 

passende große und kleine Steine mussten gesucht, gewaschen und eingemauert werden. Gegen 12 Uhr beendeten wir das gemeinsame Mauern und hatten immerhin etwa ein Drittel der Mauer aufgebaut. Im Abschlusskreis vor der Villa freuten sich die Kinder über ihre Altersgruppenarbeiten, Lotte präsentierte ein  „Versucherle“  von ihrer neusten Brotkreation und Helmut las die nächste Lindgren-Geschichte vor: Kindertag in Bullerbü.   Abends um 20 Uhr berichtete Andrea Buchholz (Lübeck), was es alles braucht, um eine Freie Dorfschule zu gründen. Neben zwei Bauernhofkindergarteneltern waren sechs Gäste vom „Naturgarten Sonnenkinder“  aus Lautenbach extra angereist  (1 Std. Anfahrt). Bis kurz vor 23 Uhr erlebten wir einen spannenden Vortrag aus den Lebens- und Berufserfahrungen von Frau Buchholz, die in Lübeck schon eine Freie Dorfschule gegründet hat und dort 



unterrichtet. Diese Neugründung möchte Sie nun auch im Raum Kinzigtal gerne vorantreiben. Familie Birk als Verantwortliche für den Waldkindergarten in Lautenbach und die mit angereisten Eltern hatten sofort gespürt, dass sie mit Frau Buchholz die ideale Ansprech- partnerin für ihre Idee gefunden hatte. So kam’s dass Frau Buchholz  auf ihrem Heimweg nach Lübeck bei Familie Birk anhalten wird, um zu klären, ob eventuell dort eine Gründung einer Freien Dorfschule möglich wäre.  Es knisterte förmlich vor Begeisterung und alle waren sich einig: diese alternative Schulform muss verbreitet werden.

Herrlicher Kräuterduft verbreitete sich am Freitag im Schloßbergsaal des Senioren- zentrums: Mit den Kindern durften wir im wunderschön angelegten Kräuter- und Heil- pflanzengarten von Frau Waltraud Fehren- bacher in der Bachstraße auf die Suche gehen. Zwischen nicht enden wollenden Gewächsen

pflückten wir etwas Schafsgarbe, Schnittlauch, Giersch, Veilchen, Gundermann, Löwenzahn, Brennnesseln, Gänseblümchen und Petersilie. Nach dem Morgenkreis mit 16 Gästen schnitten die Kinder unter  „Aufsicht“ und Hilfestellung der Senioren an drei Tischen alle Kräuter klein. An einem Tisch entstand Kräuterquark, am nächsten Kräuterbutter und Pesto am dritten Tisch. Auf kleinen Brötchen- und Brothäppchen servierten wir die Köstlichkeiten, teilweise noch mit Gänseblümchen-  und Veilchenblüten dekoriert. Fast alle fanden’s sehr lecker. Nach dem Aufräumen rannten und balancierten die Kinder noch eine kleine Zeit draußen, bis wir um 12 Uhr wieder zu Tisch geladen wurden. Zur Freude aller Kinder servierten die freundlichen Mitarbeitenden Grießbrei mit Apfelmus und eine Erdbeercreme als Nachtisch. Gut gesättigt und zufrieden verließen wir wieder einmal das Seniorenzentrum und danken sehr herzlich für alle Gastfreundschaft und Fürsorge!



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