Enteneier beim  "Leiterbrutplatz" fanden  ...

... die Kinder am Montag nach ...


dem Morgenkreis und Vespern. Die sollen dort verweilen und hoffentlich ausgebrütet werden. Für die Schafe haben wir das Heu in Wannen gefüllt, da ihr Stall in ihrem Stall ein krankes Schaf und ein frisch geborenes Zwillingskälbchen einquartiert wurden, um zu Kräften zu kommen. Roland Gutekunst gibt alle paar Stunden sein Bestes, um es zu retten.  Von großen Regenschauern blieben wir zum Glück verschont, als wir auf den Schwenkenhofwiesen nach Löwenzahnknospen suchten. Die Kinder haben schnell verstanden, dass man jetzt nicht mehr zu weit in die Wiesen hinein gehen

und schon gar nicht darin herumrennen soll. Justus hat sich mit Erfolg auf das Sammeln von Spitzwegerichblüten konzentriert. Auf dem Rückweg ging es mit Roland Maier über eine Abkürzung durch den Wald. Theresa war als erste wieder an der Villa. Die Großen halfen dort beim abzupfen der Blütenkelchblätter, die Jüngeren haben sich mit Versteck- und Fangenspielen, Werkeln mit der Säge und mit malen beschäftigt. Mit einer weiteren Astrid Lindgren Geschichte von Pelle der ausziehen wollte und dem Elefantenlied feierten wir den Abschlusskreis.

 




Drei Liter Löwenzahnknospen schafften wir am Dienstag. Das Tiereversorgen lief zügig, Wurzel hatte Vronis Euter schon leergetrunken und so kamen wir zwar zu keinem Tropfen Milch, aber zügig zu den Wiesen. Mit geschärftem Blick entdeckten die Kinder jede Menge geschlossener Löwenzahnknospen und sammelten (meistens) eifrig mit. Ziel: wenn zwei Eimerchen voll sind, gibt’s die Vesperpause. Im strahlenden und wärmenden Sonnenschein genossen wir sie dann auch auf Baumstämmen. Dann kam das mühsame, aber ja schon bekannte Abzupfen der Blütenkelchblätter  -  muss halt sein. Interessant war die Beobachtung, wie schnell die grade noch geschlossenen Knospen sich während der Zeit im Eimer schon zu öffnen 

begannen wir haben sie in den Schatten gestellt und zugedeckt, aber selbst das hinderte einige Blüten nicht, sich der wärmenden Sonne  „hinzuwenden“. Gegen 11.30 konnte die Freie Spielzeit eingeläutet werden: Manche verschwanden im Wald und manche sammelten am Wegesrand allerlei Blumen und Gräser, um Salat und Blumensträuße daraus zu machen. An der Villa drehte sich dann fast alles um das Zwillingskälbchen: Am Wochenende stand es sehr schlecht um den kleinen Bullen; heute holte ihn Roland in die Sonne und der Biolandbauer Manfred Brüstle brachte Medizin und gute Ratschläge mit. Wer sich nicht so sehr für das Kälbchen interessierte, schaute Bilderbücher mit Lotte an oder fuhr Kettcar.



Eine Mutter und zwei Töchter kamen am Mittwoch zu Besuch, um den Bauernhofkindergarten kennen zu lernen. Sie fühlten sich sichtlich wohl. Wir feierten den Morgenkreis draußen in der Sonne. Danach gingen Lotte, Ferdi, Marian und ich zum Melken und die anderen Kinder versorgten mit Robert die anderen Tiere.  Das kranke Schaf und das Zwillingskälbchen bekamen besondere Fürsorge: Frisches Gras pflückten einige Kinder für das Schaf und frische Milch versuchten wir, dem Kälbchen einzuflößen. Nach dem Vespern wurde ein Zaun für die Küken aufgebaut und die Vorbereitungen für das Kartoffelbeet übernahm Lotte mit einigen Kindern. Die Mädchen stellten Gras-Blumen-Salat her und die Jungs übten sich im Kettcar fahren. Zum Abschlusskreis versammelten wir uns vor der Villa. 

Das Zwillingskälbchen hat es leider nicht geschafft; Donnerstag früh ist es gestorben. Wurzel, das Kalb von Vroni hat es geschafft, aus der Weide auszubüchsen und sich  „seine“ Portion Milch zu holen  -  da gab’s nichts mehr zu melken. Das erlebt man nur auf dem Bauernhof. Dafür konnten wir recht früh zum Froschteich fahren, um dort das Reißig einer weiteren Käferfichte aus dem Wald zu holen und zu verbrennen. Außerdem gab’s eine spannende Gemeinschaftsaktion nach dem Motto „wir ziehen alle an einem Strang“: Im Wald wollte eine 20 cm starke Buche trotz Fällschnitt einfach nicht umfallen. Nathanael kletterte in den gesicherten Laubbaum, um das zweite Seil zu befestigen. Mehrfach und auf Kommando mussten wir mit vereinten Kräften ziehen, bis der Baum endlich fiel. „Das ging nur, 



weil der Robert so stark ist“, beschlossen einige Kinder. Die dritte Gemeinschaftsaktion fand in der ehemaligen Lehmgrube der (ehemaligen) Rötenberger Ziegelei statt: Wir suchten nach Lehm, um damit zu bauen. Da die Lehmgrube schon seit Jahrzehnten vor sich hin verwildert, war es sehr mühsam, noch etwas guten Lehm zu finden. Am Ende hatten wir dann doch 6 Eimer voll zusammengetragen. Vor der Villa bei gefühlten 25 Grad feierten wir den Abschlusskreis.

 

Ein Sitzkissen flog am Freitag im Senioren-zentrum im hohen Bogen durch den Schloss- bergsaal  -  vor Begeisterung! Als wir mit Kindern und Senioren einen Ball im Schwungtuch immer wieder hin und her und hochschleuderten, stand einer der Tagesgäste, der sich sprachlich kaum noch ausdrücken kann unverhofft auf und strahlte vor Freude wie ein König und ließ sein Sitzkissen fliegen. Ja, wirklich alle hatten viel Spaß mit dem Schwungtuch und den gemeinsamen  Bewegungen. Davor erhielten alle Anwesende eine Zahl; mit 3 großen Würfeln errechneten alle die jeweilige Summe und die Person mit der Zahl konnte wählen: wir singen 

ein Lied, Robert macht ein Rätsel oder die Person zeichnet mit dem Zeigefinger etwas in die Luft. Und davor feierten wir den Morgenkreis und davor spazierten und rannten die Kinder gut 50 Minuten draußen an der Schiltach entlang. Wir nahmen von den „aktuell blühenden“ Blumen je einen Stängel mit, je ein Zweiglein von den Bäumen und Büschen am Wegesrand, um dann mit den Senioren zusammen zu bestimmen, was grade draußen blüht und grünt. Eine Seniorin war ganz im Glück, weil sie fast alle Pflanzen kannte. Eine andere sang später alle drei Strophen von  „Im Märzen der Bauer“  quasi solo vor  -  normalerweise sagt sie nichts! Heidi hatte noch eine tolle Überraschung vorbereitet  -  die  bleibt aber erst mal unser Geheimnis. Bis zum Mittagsmenü waren die Kinder nochmals draußen mit hüpfen, springen und sich nass machen beschäftigt. Fürstlich speisten wir wieder, heute bei Grießbrei mit Kirschen oder Pfannkuchen mit einer Käse-Lachsfüllung. Herzlich danken wir Rieke und Heidi für Ihre Fürsorge, der Heimleitung Herrn Esslinger und allen anderen Mitarbeitenden für die Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder.



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