„Der Mai ist gekommen“ und zeigte sich ...

...am Montag von seiner guten Seite: Viel Sonne, ...


... wenige Wolken, trocken und schön warm. Nach dem Mariechen und der Wolf im Morgen-kreis immer noch keine Lösung für ihr Problem fanden, diskutierten wir, wie das denn bei uns in der Gruppe läuft, wenn einer etwas macht, was der andere nicht will  -  da erkannten die ersten Kinder, dass das tatsächlich ein echtes Problem ist, das mit weglaufen, anschreien oder  „verdreschen“  überhaupt nicht gelöst wird. Nach dem Melken und Tiere versorgen machten wir uns mit Kettcar, Bollerwagen, Schubkarren und Schaufeln auf, um im Wald Erde für das Kartoffelbeet zu holen. Der Weg wurde am Schluss ganz schön schwierig zu befahren, aber

mit vereinten Kräften kamen wir an dem Erdhügel an. Gut beladen ging’s bergab und die Herausforderung war beim Kettcar mit Anhänger und beim Bollerwagen, richtig zu lenken und zu bremsen. Bis die Erde dann am Kartoffelbeet ankam, galt es noch einige Hürden zu überwinden. So schafften wir noch eine zweite Tour  -  aber genügend Erde haben wir damit noch lange nicht, das konnten alle deutlich erkennen; also geht’s morgen weiter, denn am Mittwoch ist vom Mondkalender her ein guter Pflanztag für Knollengewächse. Erstaunlich: Im Abschlusskreis erzählten alle Kinder, dass ihnen das Erde holen am besten gefallen hat.




Am Dienstag hielt das schöne Wetter bis zum Abschlusskreis, da begann es zu regnen. Im Morgenkreis diskutierten wir, welche Lösungen es denn für das Problem zwischen Mariechen und dem Wolf geben könnte; Zielgedanke: dass sie etwas gemeinsam machen, das beiden gefällt. Gespannt lauschten alle, als Mariechen dann dem Isegrim vorschlug, fangen zu spielen. Da war der überrascht und wollte es sich überlegen. Ohne groß zu überlegen stand unser Tagesplan angesichts der Wetterlage schnell fest: Weitere Erde für das Kartoffelbeet holen. Wieder zogen wir mit den drei Fahrzeugen los, schaufelten nach dem Vespern die erste Fuhre und kurz vor 

11 Uhr die zweite Ladung voll. Der Abtransport forderte Geschick, Kraft und Absprache, denn wenn zu mehreren gelenkt, gezogen und viel gebremst werden muss, muss das Team gut zusammenarbeiten. Das hat Schnüpperle in der Schlussgeschichte auch erlebt, als die Handwerker ein Gartenhäusle aufbauten: „Die müssen zusammen arbeiten, sonst wird’s nix.“  Wir übten die erste Strophe von  „der Mai ist gekommen“  und während die Vorschüler nach dem Abschlusskreis ihre Wetterblätter zusammen mit Robert ausfüllten, bastelten die anderen Kinder  mit Lotte's Hilfe weiter am Muttertagsgeschenk.



Am Mittwoch feierten wir den Morgenkreis draußen und die Kinder stellten fest, dass alle mal wieder da waren - "nur Helmut und Mara fehlen". Wir haben uns die verschiedenen Kartoffelsorten angesehen und eine Scheibe abgeschnitten, um die lilane Kartoffelsorte zu bewundern. Die "Hörnchen" waren gleich beliebt. Becki erklärte, sie kenne das ja schon von zu Hause und dass die Kartoffeln ja von ihnen kommen. Dann überlegten alle, welche Schritte gemacht werden müssen. Dass der Mond gerade seine günstigsten Kräfte spielen lässt wissen wir ja Dank Annette Kopp. Nach dem Vespern riefen die Jungs: "Auf der Straße steht eine Frau und sagt, dass ganz viele Kälber draußen sind."  Großes Aufruhr; Roland wurde geholt und die Kälber mittels Brötchen wieder zurück auf die Weide gebracht.  Nun konnten wir in Ruhe die anderen Tiere versorgen und gingen dann mit Spaten und Rechen zum Kartoffelacker. Die Großen verteilten die Erde gleichmäßig und die 

anderen Kinder traten die Erde am Rand fest. "Das sieht aber schön aus" stellt ein Kind fest, als wir vor einem recht ordentlichen Beet standen. Mit einer Schnur zogen wir Bahnen, entlang derer die Pflanzlöcher gemacht wurden. Die Löcher blieben erstmal offen, bis sich jedes Kind ein Namenschild angefertigt hatte. Jetzt versteckten wir die Kartoffeln in den Löchern, deckten sie zu und steckten die Namensschilder dazu. Nach dem Pflanzen haben wir auch auf dem Gartenbeet vor der Villa die neu aufgefüllte Erde verteilt. Die Kühe bekamen noch eine Ladung Heu, damit sie nicht wieder ausbüchsen. Theresa sammelte Wiesenschaumkraut, Hirtentäschl und wildes Stiefmütterchen, um sie im Abschlusskreis zu verteilen. Bei Schnüpperle ging es um schießende Salatköpfe und entwurzelte Radieschen. Nach den Wetterblättern wurden die eingelegten Löwenzahnknospen in die Gläser verteilt und die letzten Servietten-Rosen gebastelt.

 

 



Am Freitag im Seniorenzentrum gab es die geplante kleine Umstellung: den Morgenkreis feiern wir jetzt im Andachtsraum, weil der Schlossbergsaal anderweitig gebraucht wird. Danach suchten alle Kinder draußen entlang der Schiltach nach geöffneten Löwenzahnblüten, um Gelee daraus zu machen. Als zwei Eimer gefüllt waren, kehrten wir zu den Senioren zurück, die sich‘s draußen in der Sonne und mit fröhlichen Liedern schon gemütlich gemacht hatten. Gut eine Stunde lang zupften dann Jung und Alt (so gut es ging) die gelben Blütenblätter vom grünen (bitteren) Blütenboden. Auf 12 Uhr freuten sich schon alle und als auf der Speisekarte  „Dampfnudeln mit Vanillesoße und Kirschen stand“, war das Glück nach getaner Arbeit 

perfekt.                  Wir danken herzlich allen Mitarbeiterinnen, Monique, Alice, Susanne, Ursula und Rieke für Ihre Begleitung und die fachlichen Aufmerksamkeiten. Insbesondere sagen wir der Heimleitung Herrn Esslinger wieder unser herzliches Dankeschön für alle Gastfreundschaft, das Mitdenken und Mitplanen und nicht zu vergessen, das wieder einmal hervorragende Dreigänge-Menü! Ein großes Lob an die Mitarbeitenden in Küche und Gaststätte. Wir kommen sehr gerne wieder!  Für die Mütter gab es beim Abholen dann noch das Muttertagsgeschenk: eine Servietten-Seerose und ein Gläschen eingelegte Löwenzahnknospen (übrigens sehr lecker!), alles  „handmade by Bauernhofkindergartenkinder Schiltach“!



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