Kurz nach halb acht organisierte Nathanael schon mal den VW-Busschlüssel, ...

... als ich ihm am Montag früh erzählte, dass die Lindenblüten ...


bei meinem Nachbarn Gerhard Wössner in voller Pracht blühen. Da nur 10 Kinder anwesend waren, schafften wir den Transport mit Gutekunst’s VW-Bus und einem PKW. Als wir bei den beiden riesigen Linden ankamen, platzierten wir die Autos so unter den Zweigen, dass die Kinder von den Dächern aus an die untersten Blüten gelangen konnten. Aber schon nach 10 Minuten gab es nichts mehr zu ernten  -  auf unserer Höhe, obwohl es über uns blühte und summte ohne Ende. Die Kinder überlegten:  „Mit dem Feuerwehrauto, oder mit einem Kran oder mit einem Frontlader müssten wir doch höher kommen, aber so kommen wir nicht weiter“. 

Wir spazierten ein Stück Richtung Rötenberg und fanden eine Winterlinde, deren Zweige bis fast zum Boden reichten, aber mit noch geschlossenen Blüten! Die werden wir im Auge behalten! Also fuhren wir wieder zurück. Nach den Kartoffeln schauten wir und staunten über die Größe und die vielerlei Blüten. Die Mädchen besuchten die Katzenbabys, während sich die Jungs mit dem Kettcar beschäftigten. Beim Abschlusskreis im Wald staunten wir über vier Stinkmorchel und deren strengen Geruch. Nach  „Frau Holle“ kümmerten sich die Vorschüler um die Wetterblätter und der Rest fand auf dem Weg zur Burg eine Hand voll Pfifferlinge.




Kurz vor halb acht kam Frau Hübner-Gebert  vom Gesundheitsamt am Dienstag zur Einschulungsuntersuchung unserer drei  „Mittleren“. In einer sehr entspannten und fachlich hervorragenden Atmosphäre hat Frau Hübner-Gebert die Kinder  „untersucht“ und alle drei bestätigten: „Es hat mir gut gefallen!“  Die Fachfrau bestätigte: „Ich bin sehr beeindruckt von der Atmosphäre hier und den ganzheitlichen Möglichkeiten, die die Kinder hier erleben können.“  Das Melken von Vroni unterm freien Himmel mussten wir angesichts der Bremsen und Pferdebremsen-Attacken abbrechen; Roland übernahm dies später im Stall  -  Danke! Wir wanderten einen Waldweg 

entlang, wo es letztes Jahr sehr viele Pfifferlinge gab  -  aber heute keinen einzigen. Im Unterwegs-Gespräch mit einem Pilzesammler diskutierten wir, ob es wohl letztes Jahr zu lange zu trocken gewesen sein könnte ...   Rebecca und Anna sammelten indes Waldblumen und bei der wohl höchsten Fingerhutstaude nahmen wir Maß mit dem kleinsten und größten Menschenkind unserer Gruppe (siehe Fotos); selbst unseren Robert mit seinen 205 Zentimetern Größe übertraf der Fingerhut. Im Abschlusskreis an unsere Lieblingswaldstelle  (bei den Stink- morcheln)  haben die Bremer Stadtmusi-kanten die Räuber auf immer vertreiben und genossen nun ein Leben mitten im Wald  -  wie wir.



Kurz vor halb neun hat Nathanael am Mittwoch die getrockneten Blütenblätter der Kornblumen und Ringelblumen mit der Handkaffeemühle klein gemahlen. Im Morgenkreis überlegten wir, ob wir das Stück Wiese zu Heu machen, auf dem die Kühe bisher nicht weiden durften, wegen dem Quellwasser. Roland erklärte, dass bald die Behälter für das neue Quellwasser geliefert werden und dann die Wiese auch von den Tieren beweidet werden kann. So beschlossen wir nach dem Melken und Geflügel füttern, nochmals auf Pilzsuche zu gehen. Vergnügt spielend sausten die Kinder die Straße hinunter, um dann im Wald zu verschwinden. Doch die Pilze bleiben rar, hier und da das eine oder andere ungenießbar Exemplar, bis Masuda plötzlich eine ganze Hand voll herrlicher Pfifferling vorzeigen konnte. Sie hat wohl den Pilzblick und entdeckte später

nochmals 2 Schwammerln  -  das war‘s dann aber auch. Jule, Rebecca und Jade sammelten indes alle verwertbaren Pilze, um daraus ihren  „berühmten“  Waldsalat herzustellen. Mitten auf dem Waldweg lag plötzlich ein Singdrossel-Küken, fast leblos auf dem Rücken. Großes Beraten: Was ist passiert? Wahrscheinlich wollte es fliegen lernen. Jetzt suchen es die Eltern. Die können ihm aber gar nicht helfen, weil sie keine Hände haben, wie wir Was sollen wir jetzt tun? Erst mal sollte der Patient ein paar Tropfen Wasser bekommen, aber wie? Allerlei Versuche stellten wir an, bis der Piepmatz tatsächlich 2 Tropfen Wasser schluckte. In der Villa bekam er ein in Wasser aufgelöstes Arnika-Globuli und eine  „Viertels-Fliege“, was ihn aber nicht begeisterte. (Nachmittags ist er dann beim mir gestorben.)



Kurz nach halb neuen fuhren wir am Donnerstag nach Schiltach zum Spielplatz an der Kinzig. Zwei Bauhofmänner hatten alles frisch gemäht und ließen unsere Jungs gleich mal im Unimog Platz nehmen. Gevespert wurde nach Herzenslust an verschiedenen Schattenplätzen, denn die Sonne brannte schon kräftig. Nun wagten sich die ersten Mutigen ins Wasser der Kinzig: „Eisekalt!“ schallten die Kommentare über den Spielplatz und es war definitiv so kalt, dass nur Joel das eine und andere Mal kurz  „eintauchte“.   Im Bächlein nebenan war’s schon erträglicher und dort entstand dann auch ein Staudamm, genauso wie beim Rinnsal des sprudelnden Steines. Große Steine schleppen, 

mit nassem Sand verdichten und warten, wo sich das Wasser wieder einen Weg bahnt. Wer es nicht so mit dem Wasser hatte, fand bei den Schaukeln, im Holzhäuschen und am  „Sandstrand“ seine Betätigungen. Kleine Edel-Steine suchen und sammeln, eine Sandburg bauen oder sonnenbaden auf dem Badetuch und immer wenn das Warnsignal der Bahnschranke ertönte, rannten alle zum Straßenrand, um dem vorbeifahrenden Zug zuzuschauen. Als ein netter Nachbar noch ein Stück PVC-Rohr in den Sprudelstein steckte, übten die Jungs mit den Händen das gezielte Spritzen. Fröhlich verließen alle nach 12 Uhr den abwechslungsreichen Ort am Kinzigstrand. 



Kurz vor halb neun am Freitag kamen Michaela (Erziehrein in Schramberg) und Daniela (Kita-leiterin in Basel), um unsere Einrichtung und unsere Arbeit kennenzulernen, denn sie haben eine Vision ... Wir hatten nach dem Morgenkreis eine Diskussion, wer am liebsten wohin gehen will: Baumhaus oder Bächle? Angesichts der Hitze an der Villa gingen dann doch alle mit zum Bächle, nachdem die Hühner, Enten und Hasen versorgt waren. Vergnügt spazierten wir bergab zum Schwenkenhof und verschwanden dort im Wald. Am Bächle angekommen staunten alle, denn die Staumauer ragte weit heraus und das Wasser hatte sich seine Wege zwischen den Steinen gesucht. Während dem Vespern gab es zwar Pläne zur Reparatur, aber wirklich ins 

Wasser wollte außer Ronja, der Hündin niemand. Also traten wir den Rückweg an und staunten darüber, dass es außerhalb des Waldes doch richtig heiß war. An der Villa verabschiedeten wir die beiden Gäste, die sehr glücklich abreisten. Nathanael entdeckte ein paar Kirschen im Baum und kletterte hinauf. Einige erwischte er und teilte sie brüderlich mit Justus und Theresa. Das hat Justus motiviert und er versuchte gut 5 Minuten lang, auf den Kirschbaum zu klettern  -  er hat es geschafft und auch noch Kirschen gefunden. An den Schaukeln, im Sand und bei den Katzenbabys hatten Kinder ihre Freude und im „Saugatter“ spielten vier  zuerst „Gefängnis“  mit Johanna und später  „Katzenfamilie“ ohne Johanna. 


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