So wenige Pilze, das hätten wir nicht ...

... gedacht, als wir am Montag von 9.30 Uhr ...

 


bis 11.30 Uhr kreuz und quer durch den Wald streiften und mit nur 4 kleinen und einem großen Pfifferling sowie drei kleinen Semmelstoppelpilzen zurückkamen. Schön war es trotzdem unterwegs, bestätigten alle beim Erzählen mit dem schwebenden Albatros auf der Fingerspitze im Abschlusskreis. Fast zu heiß war das Wetter, wobei uns der Wald mit seinem  „Klimaschutz“ sehr angenehm schützte. Rebecca konnte einen jungen Laubfrosch fangen, denn sie eine Zeitlang für sich behielt, aber dann beim nächsten Wasser wieder in seine Freiheit entließ. Einige Heidelbeeren gab’s, hier und da die ersten Himbeeren und wunderschönen roten Klee, den wir für die Blumen-Kräuter-Butter pflückten. Die war übrigens neben unseren anderen Produkten der Hit beim Sommer-

Flohmarkt am Samstag

bei der Edelobstbrennerei von Gerhard Wössner. Alleine an unserem Stand mit dem Verkauf der Marmeladen, Gelees, Sirup, Tee und Johanniskrautöl konnte Johanna über 190 € einnehmen. Danke an  Johanna und die beiden Helfer Reinhard und Jürgen und an alle Kuchenspenderinnen.

Fleißig zupften einige Kinder die Blüten vom roten Klee, bis wir zum Abschlusskreis Im Wald verschwanden, um dort von Rapunzel zu hören, wie sie am Schluss aus der Gefangenschaft der Zauberin befreit mit dem Königssohn in sein Reich ziehen konnte. Anschließend trainierten die Vorschüler mit Robert nach dem Wetterblatt das  „Rechnen“  mit den Holzeiern inklusive der kleinen Steigerung, dass jetzt die Rechenaufgaben in den Schachteln auf Papier visualisiert werden.




So viele Lindenblüten direkt auf Kinder-Augen-Höhe, da hatten am Dienstag selbst die Kleinsten alle Hände voll zu tun. Wir feierten den Morgenkreis bei mir zuhause, inklusive des Vesperns. Danach ging‘s im Gänsemarsch zur Winterlinde in der Reint. Dass Peter, der Ziegenbock natürlich mitgehen sollte, wünschten sich alle Kinder, denn er liebt doch Blätter über alles. Es summte förmlich die ganze Linde vor lauter Bienen, die sich jedoch in keinster Weise von unserem kleinen Eingriff belästigt fühlten  -   wenn wir schonend mit der Natur umgehen, passen Mensch und Tier gut zusammen. Eineinhalb Stunden lang schnitten wir mit Kinderscheren die herrlich duftenden Winter-

lindenblüten samt Flügel, bis wir ca. 20 Liter (in Eimern) zusammen hatten. Unterm Schatten des Kirschbaums schnibbelten alle weiter: nämlich die Blüten und das Flügelblatt vom Flügelblatt und bitte das Braune der Flügelblätter entfernen. Immer wieder nahmen wir eine Nase voll vom süßlichen Duft der eigentlich unscheinbaren Blüten: „Dass die so gut riechen, sieht man denen gar nicht an“! stellten mehrere Kinder nebenher fest. Die feinmotorische Herausforderung dauerte bis kurz vor 12 Uhr, dafür konnten wir dann 12 Bleche mit feinen Lindenblütentee-Zutaten zum Trocknen in den Backofen schieben. Zur Belohnung gibt es morgen ein kleines Eis für alle HelferInnen.



„So heiß ist es, wie im Backofen“ beschlossen einige Kinder am Mittwoch und hüpften gleich nach dem Vespern ins kühle Nass der Kinzig. Anfangs mal nur bis zu den Knien und dann doch immer tiefer, gegen später tauchten manche ihre Haare ins Wasser und Nathanael wagte einen echten Tauchgang. Alle genossen die willkommene Abkühlung spielend, auf den Kieseln balancierend, Steinchen suchend oder auch mal gemütlich mitten im Fluss sitzend. Schöne Begegnungen gab es mit einer Kita-Gruppe vom Zachäus-Kindergarten, die ebenfalls das kühle Nass genossen. 

Zwischen drin besorgten wir Haselnussstecken für Roland Maier und kehrten beim EDEKA ein, um das versprochene Belohnungs-Eis fürs Lindenblütenpflücken zu kaufen und zu genießen. Zurück am Strand spritzten und plantschten die Größeren nach Herzenslust und -laune nochmals zusammen mit Johanna. Dass man im Fluss sein Getränk in der Flasche auch gut kühlen kann, entdeckten manche nebenher und dass die Sonne einen heute besonders schnell wieder wärmt, wenn man etwas länger im Wasser verweilte, konnte mehrfach erlebt und gefühlt werden. 



So viele Heidelbeeren hatten wir in den vergangenen Jahren nie! Am Donnerstag entdeckten wir sie eher zufällig, denn nach unseren  „Kurzarbeits-Einsätzen“  in Hof und Garten war es erst 10.30 Uhr: Robert baute mit drei Mädchen die Überreste des zerbrochene Plexiglas-Bildes  von Anna am Straßenrand  komplett ab, während die andern Kinder die ersten reifen Erbsenhülsen ernteten und nach unseren Kartoffeln schauten; die stehen prächtig da und wir entdeckten nur einen Kartoffelkäfer  -  „wie der wohl genau dahin kommt?“  Angesichts der schwülen Hitze unter der Sonne wollten nun alle gerne in den Wald. So spazierten wir Richtung Zollhaus und entdeckten nach etwa 20 Minuten die ersten Heidelbeer-chen. Es wurden immer mehr und immer größere, was selbst die letzten

Unentschlossenen überzeugte, selbst auch von den frischen 

Waldfrüchten zu probieren.  Ein besonderes Vergnügen machte sich breit, als die ersten Zungen sich dunkelrot bis lila färbten:  „Wer hat die blaueste Zunge?“ Bei Jule passte die gefärbte Zunge sogar genau zum T-Shirt. Wir entdeckten immer neu Stellen mit herrlichen Blaubeeren und bedauerten, dass wir die ja gar nicht alle ernten können, weil wir am Freitag im Seniorenzentrum sind und bis Montag ist es dann zu spät. Geschmeckt haben sie jedenfalls prima.  Beim Abschlusskreis im Wald staunten alle über den Stinkmorchel, der sich morgens beim Vespern noch unter einer unscheinbaren weißen Hülle versteckt hatte und jetzt seinen Hut mit  fast  5 cm  „Größe“  in die Höhe streckte. Rot wie Blut, weiß wie Schnee und schwarz wie Ebenholz  -  das passte gut zum Erlebten, zumindest das Blutrot  -  und wer weiß, was so ein Märchen im Wald sonst noch in Bewegung bringt.



So lange dauert es, bis 2 kg Heidelbeeren gesammelt sind: zwei Stunden verweilten wir am Freitag am steilen Waldhang zwischen Heidelbeerbüschen. Am Donnerstagnachmittag habe ich unseren Besuch im Seniorenzentrum absagen können und stieß dabei auf ein freundliches und verständnisvolles Entgegenkommen. Im Morgenkreis kam Robi, die Handpuppe nun doch noch mit Verspätung zu Nathanaels Geburtstag. Er hatte sogar einen Kuchen versteckt, den Nathanael suchen musste. Robbi ließ es sich nicht nehmen, jedem Kind selbst ein Kuchenstück abzuschneiden. 

Danach versorgten wir die Tiere; Justus beschloss, zum ersten Mal zum Melken mitzugehen und übte dann recht mutig den gewissen Griff an der Zitze, damit die Milch in den Becher spritzt. Als Vroni wieder auf der Weide war, bekam jedes Kind ein Eimerchen umgebunden, damit beide Hände zum Pflücken frei sind und das Sammelgefäß nicht umfällt. Wir vesperten bei den Heidelbeerbüschen und pflückten bis kurz vor 12 Uhr. Im Kindi säuberten wir die Ernte von kleinen  „Beilagen“  und hatten dann einen Eimer voll Früchte, aus denen ich nachher Marmelade kochen werde.



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Kommentare: 1
  • #1

    Roland Maier (Freitag, 22 Juli 2016 20:48)

    Meine Lieben,
    vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung. Eigentlich wollte ich nur Standorte für Haselnussstecken erfragen, dass Ihr sie mir aber gleich geerntet habt, finde ich ganz große Klasse! Ich benötige die Stecken für den Jugendfeuerwehrdienst bei mir in Fluorn-Winzeln, für den Abschlussdienst, um Stockbrot herzustellen.
    Danke nochmals, ich werde mich auf jeden Fall wieder revangieren!

    Roland Maier, begeisteter Vertretungs"erzieher" in Eurem/unserem Kindi