Mit Sechzehn Kindern, drei Hunden und fünf Erwachsenen ...

... wurde es am Dienstag nach 11 Uhr ein bisschen eng in ...


der Villa. Wir hatten Besuch von Familie Esther und Michael Host mit ihren vier Jungs und der Hündin Leika aus 29456 Hitzacker bekommen. Esther und ich haben uns bei der bundesweiten Tagung für Bauernhofkindergärten (durchgeführt von der Bundesarbeits-gemeinschaft Lernort Bauernhof; www.baglob.de)  in der Lüneburger Heide kennengelernt. Esther ist begeistert von der Idee des Bauernhofkindergartens und wünscht sich so etwas einmal für später auf ihrem Hof, wenn die Kinder etwas älter sind. Nun verbringt Familie Host ihren Herbstferien-Urlaub bei Familie Sandra und Kai Wolber in Schiltach, 

damit sie uns für zwei Tage besuchen können! Freut mich riesig!  Also feierten wir den Morgenkreis in großer Runde und sind nach dem Tiere versorgen zur Burgruine hinaufgestiegen. Dort gab‘s Vesper und Freies Spielen. Später versammelten sich alle in der Villa, da es draußen doch recht frisch war zum sitzen und Hagebutten  „schnitzen“. Das ging erstaunlich gut und ohne Protest. Nach 11 Uhr kam Frau Schwedler vom SWR-Fernsehen, um die Dreharbeiten am kommenden Freitag zu besprechen. Die Vorschüler nahm sie dann extra mit und die kamen sehr begeistert wieder zurück  -  wir sind gespannt!




Dass mehrere Kinder am Mittwoch im Abschlusskreis positiv vom Hagebuttenkratzen erzählten, hätte ich nicht gedacht, gab es doch am Vormittag mehrfach Diskussionen, ob wirklich alle nochmals mitmachen müssen.  Damit hat sich jedoch ein Grundanliegen meiner pädagogischen Arbeit wieder einmal  bestätigt: Wenn die Kinder das Anliegen, den Sinn und das Ziel einer Tätigkeit  „verstanden“  haben, schaffen sie es, auch mit schwierigen Situation umgehen zu können und sie auszuhalten  -  man könnte es auch  „Lernen für’s Leben“  nennen.  Familie Host verbrachte nochmals den Vormittag zusammen mit uns. Nach dem Morgenkreis und dem Füttern sind wir mit Beilen und der Motorsäge in den Wald gezogen, um die 

restlichen Käferfichten zu entasten, damit der Maiky am Freitag auch was zu ziehen hat, wenn das Fernsehteam kommt. Natürlich haben die Jungs von Esther und Michael kräftig  „zugeschlagen“  und Micha so manchen Baumstamm zurechtgerückt; vielen Dank! Wieder in der Villa angekommen, ging’s den  „Männlein mit dem purpurroten Mäntelein“  an den Kragen, und an die Kernchen und es bleib noch viel Zeit zum Spielen, malen und Bücherlesen. Den Abschlusskreis feierten wir vor der Villa, weil der eisige Ostwind im Wald gar zu kräftig blies. Guter Dinge und froh über die gemeinsame Zeit verabschiedeten wir Familie Host, die übrigens auf einem sehr interessanten Demeter-Hof zuhause sind: www.godewin.de



Fremde Äpfel im unbekannten Garten?  Nein, nein, wir durften dort Äpfel einsammeln, weil Annette die Familie kennt und gefragt hat. Also stiegen am Donnerstag gegen 8.50 Uhr aus Gutekunst’s Bus, Heidruns und Annettes Auto 11 Kinder aus und sammelten in gut einer Stunde geschätzte 200 kg wunderschöner Äpfel ein. Wir danken sehr herzlich für die Spende! Zum Vespern wollten alle lieber wieder  in die Villa, denn es war recht kalt da draußen. Anschließend machten sich die Großen an die 

Quitten aus dem Schiltacher Pfarrgarten:  Anna versuchte sich im Waschen und Bürsten der haarigen Früchte und hatte den Dreh bald raus. Justus, Theresa und Jade schnitten die von Heidrun zerteilten Stücke klein, während David das Spalten mit Küchenbeil und Hammer trainierte. Das ging bald so gut, dass Theresa es auch übte und schaffte. Die kleinen Stückchen schwammen im Zitronenwasser, um später weich gekocht zu werden. Die Jüngeren beschäftigten sich derweil mit dem Holzmemory und spielten draußen. 



Fremden Menschen gegenüber ist man und frau besser erst mal vorsichtig  -  das haben unsere Kinder gut gemacht, denn als Frau Schwedler und die zwei Männer vom SWR-Fernsehen um 8.30 Uhr zu uns kamen, herrschte eine kühle Stimmung, innerlich und äußerlich. Das zog sich auch durch den Morgenkreis, wenngleich Frau Schwedler  nicht locker ließ, bis z.B. laut genug gesungen wurde. An das große Mikrofon, die noch größere Kamera und dahinter die beiden Männer, die sehr flexibel in allen möglichen Lagen ihrer Arbeit nachgingen haben sich die Großen schnell gewöhnt. Sie sollten dann nach Wunsch von Frau Schwedler auch die Hauptrollen für den 5-minütigen Film spielen. An den folgenden Stationen sind sie mit dem Fernsehteam alleine unterwegs gewesen: Beim Hase füttern, beim Eier suchen und beim Pferde und Hühner füttern. Zum Vespern versammelten sich die Jüngeren mit Heidrun und Masuda in der Villa, wo sie anschließend Apfelringe herstellten und den Hokaidokürbis fürs Mittagessen  „schlachteten“ und zubereiteten. Das Fernsehteam begleitete uns dann in den Wald, wo wir mit Maiky zwei Fichtenstämme hinauf zum Schuppen ziehen wollten.  Dass Maiky natürlich nicht mehrfach stehen bleibt und wieder von neuem ziehen will, war klar und deshalb eine ungute Situation.

Auch die Schafe konnten ihren gewohnten Weg zur neu eingezäunten Weide nicht gemeinsam finden und nur mit Rolands Hilfe gelang es, alle wieder zusammen zu führen. Die Apfelsaft-Aktion lief dann wieder besser, allerdings auch nur mit Rolands Hilfe, der die schwere Apfel-mühle bediente, was ich wegen meiner Ver-letzung nicht geschafft hätte. Vielen Dank!  Am Ende hatten wir über 40 Liter frischen Saft. Die Großen fütterten noch die Kühe mit Brot. Gegen 12.30 Uhr speisten wir vor der Villa: Kürbis-suppe mit selbstgetrockneten Kartoffelchips und Apfelsaft.   Dann gruben die VorschülerInnen die restlichen Kartoffeln aus und zerhackten in der Villa einige Quitten in vier Teile, damit sie entkernt und in Stücke geschnitten werden konnten. Zum Schluss der Fernsehaufnahmen befüllten Jade und Theresa zwei Tütchen mit den bunten Blütenblättern für unsere Blüten-Kräuter-Butter-Mischung. Einen Topf gekochte Quitten siebten wir noch durch ein Tuch, dann war es Punkt 14.30 Uhr, wie ausgemacht. „Das war aber richtig lang heute und anstrengend“ betonte Jade, als sie die Eltern kommen sah und wusste, dass jetzt Schluss ist.  Wir sind ge-spannt, was von all den Aufnahmen am Schluss in den fünf Minuten  „übrig bleibt“.  Die 30-minütige Sendung über Schiltach wird am 23. 10. im SWR-Fernsehen um 18.30 Uhr ausgestrahlt im  „Treffpunkt“.



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