„Es raucht wie verrückt!“  brüllten die  ...

... vier  „HeizerInnen“ am Montag, als sie erst den Ofen ...

 


... mit Papier und Holz gefüllt, das Feuer entfacht, die untere Klappe verschlossen hatten und dann schnell rausrannten, um nach dem Kamin zu sehen. Heute spürten wir, wie wichtig die Holzheizung für uns alle ist, denn draußen war es irgendwie eisig kalt, schon beim Tiere füttern, wo die Kinder die steinharten Weckle mit Pflastersteinen zerkleinerten, damit die Schafe, die Enten und die Hühner sie fressen konnten. Nach dem Vespern haben wir den alten Handkarren wieder aufgestellt und abgestützt. Der  ist am St. Martinsfest halb umgefallen, weil ich Mona dort angebunden hatte und die einmal kräftig zog und dann ...  Mit vereinten Kräften stand der Wagen bald wieder richtig fest. Für kommenden Freitag hat uns Herr Esslinger, Heimleiter des Seniorenzentrums Schiltach eingeladen, die Kommode im Schlossbergsaal weihnachtlich zu dekorieren; 

klar machen wir das gerne und mit Naturmaterial. Die Weihnachtskrippe soll das Zentrum sein. Da ist Roland Maier, der jetzt als Vertretung für unsere verletzte Masuda einspringt genau der Richtige: Hat er doch 15 Krippen zuhause, selbst und mit seinen Kindern gebastelt. Wir marschierten los, mit Wäschekorb und Eimer in den Wald, suchten Rindenstücke, Moos und dünne Ästchen, aus denen soll der Stall gebaut werden. Mit Erfolg, also verschiedenen Moosarten, diversen Rindenstücken  und einer 4 Meter langen,  dürren Fichtenkrone kehrten wir zurück. Die Großen sägten die Ästchen ab und entsorgten den restlichen Stamm im Wald. Zum Trocken kam das  „Bauholz“ ins Badezimmer  -  da war es jetzt richtig kuschelig warm. Im Abschlusskreis lauschten alle gespannt dem Märchen vom Goldenen Vogel.  




„Es raucht noch viel mehr als gestern!“ freuten sich die vier HeizerInnen am Dienstag, als die untere Ofenklappe verschlossen war und sie schnell nach draußen rannten. Tatsächlich qualmte etwas mehr Rauch aus dem Schornstein und er zog besser ab, weil ein Hochdruckgebiet über uns lag und für etwas mildere Temperaturen sorgte. Nach dem Morgenkreis gab es zum ersten Mal in diesem Herbst wieder Heu für die Kühe über die Rutsche in der Scheune. Natürlich sind alle mit nach oben gestiegen zu den vielen Rundballen. Und wer nicht Heubüschel auf die Rutsche setzte, nutzte die Gunst der Stunde und sprang nach Herzenslust von einem Ballen zum andern, kletterte hoch und hüpfte runter oder baute sich ein Heubett. Für die Schafe und Hühner gab’s wieder zerklopfte alte Weckle. Mit den Rucksäcken wanderten wir zu den frisch gefällten Fichten und Tannen. Aber die lagen auf dem ersten Weg so kreuz und quer, dass kein Weiterkommen möglich war. Da nahmen wir eben den nächsten Weg, Richtung neue Quelle und Widder. Justus erntete einen riesigen 

Eiszapfen und stellte fest: „Wenn man den die ganze Zeit trägt, kriegt man Eisfinger!“  Schwupp, landete der kalte Kerl im Wald. Das rhythmische Klopfen des Widders war nur zu hören, wenn man auf dem Schachtdeckel saß  -  also vesperten wir hier. Recht zielbewusst ging ich den Weg weiter hinunter. Wir diskutierten noch, wo wir wohl ankämen, bis wir dann auf ein paar Häuser stießen und klar war: „Oh, jetzt haben wir uns verlaufen!“  Doch ganz so ab-weg-ig waren wir gar nicht und nach etwa 15 Minuten kamen uns der Waldweg und die vor uns liegenden Weiden wieder bekannt vor. Sogar Theresa Schaupp stellte fest: „Da vorne kommen die Weiden mit den Kühen und da geht’s zum Kindi!“  Klasse! So kam‘s dann auch. Große Rindenstücke entdeckten die Kinder am Wegesrand und nahmen ein paar davon mit. An der Villa angekommen, blinzelte uns sogar die Sonne ein wenig  ins Gesicht. Im Abschlusskreis wünschten sich alle nach dem Märchen von den drei Spinnerinnen noch ein Bilderbuch vom Herrn Eichhorn: „Herr Eichhorn und der erste Schnee“  -  sehr zu empfehlen.



„Es riecht wie angebrannt!“ verkündete das Heizteam am Mittwoch, als der Rauch aus dem Schornstein wegen des Tiefdrucks stark nach unten gedrückt wurde. Inzwischen könnten die Vier das Anfeuern wohl alleine schaffen. Im Morgenkreis beschlossen wir, für unsere verletzte Masuda ein Geschenk zu basteln und mit dem Stallbau für die Weihnachtskrippe zu beginnen. Zuerst bekamen natürlich die Tiere ihr Futter. Sehr geschickt füllten Justus und Theresa die Rutsche mit Heu, bis Rebecca mit der Dachlatte zu stochern anfing, damit alles ganz runter rutscht. In der Villa wurden dann Hexentreppen gefaltet und stehend aufgeklebt. 

Einige Kinder schnitten Papierherzen und bunte Blumenblüten aus. Zum Schluss klebten wir die Blüten auf die Hexentreppen und verzierten diese mit grünen Blättern. Überall verteilten wir noch die Namensschildchen aller Kinder und den Schriftzug  „Alles Gute für Masuda“. Roland Maier hat mit dem Grundgestell des Stalles begonnen und zwei Kinder dann mit Stöcke sägen beauftragt. Nach dem Abschlusskreis gingen alle trotz Regen nochmals nach draußen: Die Kühe hatten schon alles Heu weggefuttert, also gab es nochmals Nachschub für sie und ein  „Nachspiel“ für die Kinder im Heu in der Scheune.  



„Es kommt kein Rauch!“ vermeldeten Anna und Rebecca am Donnerstag kurz nach 9 Uhr, als sie das Zeitungspapier im großen Holzbrenner angezündet hatten und gleich nach draußen rannten  -  das war noch ein bisschen zu früh! Aber wenige Minuten später qualmte der Schornstein wie eine Dampflock. „Dann haben wir alles richtig gemacht“, meinte Rebecca stolz und ging Hühnerfüttern. Der Tagesbeschluss lautete angesichts des milden und trockenen Wetters: Reiten gehen. Also holten wir  „unsere“  drei Ponys von der oberen Weide, führten sie zum Hühnerwagen, wo jetzt die Pferde- und Reitersachen aufbewahrt sind: Striegeln, satteln, Helme aufgesetzt und los ging’s. Erstaunlich gut klappte das Ausreiten

heute: Die Ponys gingen die ganze Zeit brav am Strick, die ReiterInnen hatten ihre Freude, wechselten selbstverständlich ab und das  "Fuß-Volk"  ging munter und ohne zu jammern hinter-her. Neue  „Nebenbei“- Reiter-Erfolge ver-zeichneten Mila, sie kam von sich aus und wollte auf Mona reiten und David, er beschloss, zum ersten Mal im Westernsattel auf der großen Layla Platz zu nehmen. So kamen wir fröhlich und vom Winde umweht am Schwenkenhof an. Wir vesperten dort und die Pferde grasten in lockerer Runde. Gegen 11.30 Uhr waren wir wieder zurück. Von Jorinde und Joringel han-delte das Märchen im Abschlusskreis und in die Wetter-blätter schrieben die Vorschüler mor-gens 8 und mittags 10 Grad bei Wind und Sonne.



„Die Blätter tanzen ja wie Vögel am Himmel“ rief Theresa am Freitag vor dem Seniorenzentrum, als wir unseren üblichen  „Freigang“  nach dem Vespern begannen; der Sturm wirbelte sämt-liche Blätter, Eschen- und Ahornflügel in lustigen Spiralen  hoch und nieder. Immer wieder fanden die Kinder bunte oder riesengroße Herbstblätter. Bei den Tagesgästen in der Oase fanden sie nach dem gemeinsamen Morgenkreis, inklusive des Regen-Fingerspieles von Ursel überall Tannenbäume: zum Ausschneiden, zum Falten, zum Zusammenstecken, zum Auffädeln ... In kleinen Grüppchen wurde  "zwischen"  den Senioren mit den kreativen Basteleien,

die Roland Maier liebevoll und akkurat vorbereitet hatte begonnen: acht Sterne in gestaffelter Größe ausschneiden und mit Perlen dazwischen auffädeln, zwei Papiertannen ausschneiden und zusammenstecken, oder die nicht ganz einfache Falttanne probieren. Ursel und Susanne boten noch an, Schäfchen und Sterne auszuschneiden und zu dekorieren. So hatten alle nach Kräften viel zu tun und jedes sah gegen Ende der Bastelstunde schöne Ergebnisse. So schön, wie unsere Naturdekoration im Schlosssaal auf der Kommode, die wir heute als ersten Schritt hin zur Weihnachtskrippe miteinander gestalteten.



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