קונפּיטורת   רימוני   steht auf dem  ...

... Glas, das wir am Montag von Barbara und Uli ...


... aus Israel geschenkt bekamen, und leckere Schoko-ladenpralinen dazu; übersetzt steht auf dem Etikett des Glases: Konfitüre aus Granatäpfeln. Die beiden leben und arbeiten als Lehrer in einem Kibbuz und Barbara seit kurzem im dortigen Kindergarten. Da kam ihr in den Sinn, dass es für die Kinder doch viel lebendiger und lebenspraktischer wäre, wenn sie mehr draußen und bei den Tieren sein könnten, die es im Kibbuz auf dem Bauernhof natürlich auch gibt. Ihre Schwester wohnt in Rötenberg und gab ihr den Hin-weis auf unseren Bauernhofkindergarten ..., deshalb besuchten sie uns und waren sehr beeindruckt, wie selbstverständlich und natürlich es bei uns zugeht. Wir haben beschlossen, in Kontakt zu bleiben; wer weiß, was das noch für eine Freundschaft gibt, vom Schwarzwald bis nach Israel ...  Jedenfalls verbindet uns schon mal der Bauernhof und die Kinder. Nach dem Morgenkreis zeigten die Kinder den Beiden, wie  

wir die Kühe füttern und die Schafe. Die Hühner müssen ja leider wegen der Vogelgrippe eingesperrt bleiben, die bekamen ihre Brotration halt durch die Tür gereicht.  Nachdem das Feuer im großen Holzbrenner brannte, wanderten wir zum Passionsweg, wo sich Barbara und Uli dann verabschiedeten. Wir marschierten nach dem Vespern weiter zur Burg hinauf. Dort entstand in Teamarbeit ein hübsches Nest  -  für den Osterhasen! Und mit den umher liegenden Steinen wurde gebaut. Überall lagen Schuppen von den Weißtannenzapfen verstreut und schön trocken, da ließen sich die Samen gut erkennen und einsammeln  -  also starteten wir noch eine Sammelaktion, denn mit dem Samen lässt sich ein nettes Weihnachtsgeschenk herstellen  -  „der Zweck heiligt die Mittel“, oder schöner umschrieben: Wenn die Kinder wissen, wozu sie etwas tun, machen sie es auch und gerne.




Saskia hat uns entdeckt, weil ihr Papa die Internet-Adresse auf meinem Auto gelesen hatte; sie kam am Dienstag zum Hospitieren und hat sich sichtlich wohl gefühlt, klar, wenn frau selbst auf dem Bauernhof groß geworden ist, dort lebt und selbst zwei Hunde, zwei Ponys und Zwergziegen hält. Die Kinder haben sie gleich ins Herz geschlossen  -  und den Papa von Delaja auch, die Beiden kamen zum Schnuppern und haben die Zeit bei uns sehr genossen. Wir versorgten alle Tiere und suchten dann nochmals Weißtannensamen. Nebenbei standen nicht wenige frische Trompetenpfifferlinge so verlockend da, dass sie auch eingesammelt werden mussten. Gegen 11 Uhr schnitten an einem Tisch einige Kinder Goldsterne aus für die Deko bei unserem Stand auf dem Alpirsbacher Weihnachtsmarkt am 26. 11.  Theresa und Anna übten sich im  Faden einfädeln und durch die Sterne ziehen.  Am andern Tisch  „knackten“  Kinder die Schuppen von Pinienzapfen, die Roland als Dachschindeln

 verwendete. Um 12 Uhr feierten alle den Abschlusskreis und anschließend schrieben die Vorschüler  „morgens 4 und mittags 10 Grad bei Wolken“  in ihre Wetterblätter.

Rebecca zog am Mittwoch das kleine Streichholz mit einem Mal aus der interessanten Verpackung und es brannte. Emma zählte beim Besprechen der Regel „wir reißen keine Pflanzen raus, weil wir sie brauchen“ bei jeder Pflanze, die die Kinder nannten einfach mal so auf, was wir daraus machen können: „Kartoffeln“  -  „Kartoffelbrei“,  „Tomaten“  -  „Ketchup“,  „Äpfel“  -  „Apfelmus“ usw.  Justus rieb mehrere trockene Weckle auf der groben Gemüseraspel, um Futter für die Hühner herzustellen. Mila ließ altes Brot die Rutsche zu den Kühen hinunterrutschen. Jule sammelte die fast letzten Äpfel unterm Apfelbaum für die Ponys ein. Jade fand nochmals die begehrten Trompeten-pfifferlinge und putzte sie mittags gleich noch sehr



geduldig. Theresa Sch. legte sich auf den Waldboden und fand viele Weißtannensamen. Theresa H. machte in ihrem Wetterblatt schöne Zahlen (morgens 1, mittags 10 Grad) und fast perfekte Kreuzchen. David kletterte beim Pilzesuchen den steilen Waldhang hinauf, ohne sein Sammeleimerchen mit den Weißtannen-Fliegerchen zu verlieren. Und Anna entdeckte eine riesengroße Krause Glucke. Roland’s Krippe machte Fortschritte: Das Dach hat Schindeln, der Stallboden Heu  und die ersten Bäume stehen aufrecht.

Mit allen 11 Kindern feierten wir am Donnerstag Morgenkreis, leider nochmals ohne Heidrun und ihre  „Geschichte“  für ein Kind. Beim Tagesplan legten wir fest: Kühe mit Heu füttern, dann die Hühner und Enten mit selbstgeriebenen  „Semmelbrösel“. Für unseren Hasen hatte Jade extra Hasenfutter mitge-bracht. Die drei Lämmer sind jetzt von den großen

Schafen getrennt, damit sie in Ruhe fressen können, die sollten ihr Extra-Heu bekommen. Feuer an machen mit 4 Kindern und anschließend wollten wir Moos suchen für die Dekoration unseres Marktstandes auf dem Alpirsbacher Weihnachtsmarkt am Samstag und noch mehr Tannenreisig. Als wir zum Hühnerwagen kamen, entdeckten die Kinder mit großem Entsetzen drei  „Haufen“  von gerupften weißen Federn. Natürlich musste das genau unter-sucht werden und schnell war klar: Der Fuchs hat sich mehrere von den weiß-schwarzen Hühner geholt. Schimpfend fragten die Kinder, warum der das macht und wie der über den Zaun kommt  -  der hat halt Hunger und er kann aus dem Stand über 2 Meter hoch springen (Punkt). Alle Tiere hatten ihr Futter, die Ponys bekamen noch etwas trockenes Brot und dann zogen wir in den Wald. Das Reisig lag in Form von gefällten Tannen fast  am Straßenrand und so konnten



wir bald in  aller Ruhe vespern. Theresa fragte noch, was wir heute sammeln, da entdeckte sie selbst zu ihren Füßen ein Bucheckerchen: „Die kann man essen, also können wir die sammeln“. Gesagt getan und bald  „krochen“  alle auf allen Vieren durch das feuchte Buchenlaub, um die Buchenfrüchte zu suchen. Gesammelt in Theresas Vesperbox kamen nach einer Stunde etwa 4 Kinderhände voll zusammen. Und wer sucht, der findet  -  nebenbei, wer hätte es gedacht, jede Menge Trompetenpfifferlinge. Gegen 11 Uhr putzte eine Gruppe die Pilze, Theresa wusch die Bucheckern und Roland montierte unter wachsamen Kinderaugenblicken die Beleuchtung im Stall. Als es dann ans Öffnen der Buchenfrüchte ging, sank die Begeisterung natürlich schnell, aber ausgemacht war, die Großen machen mit, bis alle Früchte geöffnet sind.  Zur  „Belohnung“ für die mühsame Kleinarbeit gab‘s die Erkenntnis, dass das Innere  sehr lecker schmeckt.

Seine  11. Maier‘sche Weihnachtskrippe hat der Erbauer am Freitag höchst persönlich nach Schiltach ins Seniorenzentrum gebracht. Während die Kinder in der Tagespflege  „Oase“  gemütlich bei den ersten Tagesgästen vesperten, baute sie Roland Maier liebevoll in die Dekoration vom letzten Freitag ein  -  die Fotos zeigen’s deutlich. Wir spazierten durchs Städtle, schauten uns den Platz für unseren Stand am Schiltacher Weihnachtsmarkt (2.12.) an und holten unser Hühnerhäuschen-Modell bei der Volksbank wieder ab. Um 10 Uhr erklang in frohen Chören mit Alt und Jung unser Guten-Morgen-Lied und Heidrun führte durch den Morgenkreis. In zwei Gruppen ging‘s dann weiter: Zusammen mit Ursel und Susanne befüllten 6 Kinder in einem flotten und vergnügtem Tempo die Weihnachtsäckchen für alle Senioren mit kleinen Süßigkeiten und hatten ihre Freude an der Idee, dass sie die besten Packesel der Welt sind. Während dessen wellten Erna und Roland 



den herrlichen Teig von Erna hergestellt aus und die Kinder kümmerten sich ums Ausstechen mit allerlei Weihnachtsförmchen. Erna hatte auch noch extra einen  „Teigwolf“ gekauft, mit dem ein Kind verschieden geformtes Spritzgebäck herausdrehen konnte. So füllte sich ein Blech nach dem andern und bald duftete es wie in der Weihnachtsbäckerei. 

Hübsch verzierte und mit Kuvertüre dekorierte  „Bredle“, zu Deutsch Plätzchen füllten mehrere Schüsseln. Stolz probierten Alt und Jung ein wenig von den feinen Leckereien. Vielen Dank an Erna für die tolle Vorbereitung und Durchführung und an Ursel und Susanne für alle Begleitung und Unterstützung. Wir kommen gerne wieder.



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