„Kistenalarm“ am Montag nach Weihnachtsmarkt und ...

... Adventsbazar!  Wer am Montag, 28. 11. morgens in die Villa wollte, musst förmlich über ...


Kisten steigen: Mehrere Kisten mit Marmelade, Gelee, Tee, Pilze, Quittenspeck und Holunderblütensirup brachte ich vom Verkauf beim Rötenberger Adventsbazar mit und dann kam Diana mit einem ganzen Kofferraum voller Kisten mit denselben Waren plus  Edelstahlausstecherle, Kindermesser und Kinderschaufeln, Kabel, Verteilersteckdosen usw.  Sie betreute mit ihrer Familie unseren ersten Stand auf dem Alpirsbacher Weihnachtsmarkt von 15 bis 22 Uhr; Roland und Markus Maier hatten ihn morgens um 9.30 Uhr wunderschön aufgebaut und bis 15 Uhr betreut.  Ein großes Dankeschön an beide Familien, die so viele Stunden für den Bauernhofkindergarten im Einsatz waren!  Beim Rötenberger Bazar kamen 165 € zusammen und in Alpirsbach 409 €. 

Und dann hat sich Roland die Mühe gemacht, den ganzen Montagmorgen lang alles wieder einzusortieren, ...  Klasse!  Jetzt kann der Schiltacher Adventsmarkt am Freitag kommen. Wir feierten einen Geburtstagsmorgenkreis, denn Theresa Herzog und Mathilda hatten am Wochenende Geburtstag. Selbstverständlich kam Robby, die Handpuppe vorbei, weil es könnte ja Kuchen geben, aber er wusste anfangs nicht, von wem und bis er das rausbekommen konnte, war es ganz schön lustig. Draußen versorgten wir die Kühe und Schafe mit Heu und die Ponys mit Brot. Vier Kinder befeuerten den großen Holzofen mit sicht- und riechbarem Erfolg, denn der eisige Ostwind wirbelte den Rauch überall ums Haus herum.  Wegen der windigen Kälte vesperten wir in der Villa. Danach zog es aber doch alle wieder nach draußen,




bis sie mit  Eisfingern wieder in die kuschelige Wärme kamen  -  wer heizen kann, hat‘s eben gut!  Für Theresa und Mathilda kam nun ihr zweites Geburtstagsgeschenk im Bauernhofkindergarten: Das Töpfern auf der Töpferscheibe. Für Beide war es ein schönes Erlebnis, zu spüren und zu sehen, wie aus einer glatten, runden Tonkugel eine Müslischale entsteht  (wenn jemand ein bisschen hilft). Heidrun zählte mit den Vorschülern das Geld vom Weihnachtsmarkt und im Abschlusskreis lauschten wir dem Märchen vom Gevatter Tod. Ins Wetterblatt schrieben die Großen morgens minus 3 und mittags minus 1 Grad bei Sonnenschein.

Am Dienstag blies wieder dieser eisige Ostwind und wir beschlossen, nach Schiltach zu fahren um für die Waffeln, die wir am  Adventsmarkt verkaufen werden, die Zutaten einzukaufen. Mit acht Kindern suchten wir dann im Edeka 10 Liter Milch,  15 kg Mehl, 10 Pack Butter, 100 Eier und Anissamen für die Springerle  -  den fand unser Schiltacher Kind Jade natürlich gleich. Einmal zum Rathaus und auf dem Rückweg noch kurz in den Norma um uns aufzuwärmen und nach der Rezeptur für Kinderpunsch zu schauen. In der Villa begannen die Vorschüler noch mit dem glattschleifen der Sperrholztannenbäumchen und Heidrun füllte die Nikolausstiefelchen für den Adventskalender.  Von  



„Strohhalm, Kohle und Bohne“ erzählte das Märchen im  Abschlusskreis und wir prüften an unseren Feuerbohnenkernen, ob sie auch die schwarze Naht haben, die vom schwarzen Zwirn des Schneiders stammt, der die geplatzte Bohne wieder zusammengenäht hat  -  aber da war keine Naht zu sehen  -  wir werden sie suchen. Minus fünf Grad morgens und  null Grad mittags notierten die Vorschüler in ihren Wetterblättern.

Minus 9 Grad zeigte das Thermometer am Mittwochmorgen, aber die Sonne strahlte mächtig, sodass wir nach dem Tiere versorgen und Feuer anmachen gerne eine kleine  Sonnenwanderung mit Vesperpause am Waldrand unternahmen. Zuvor erzählte ich, wie Johann Hinrich Wichern 1839 im Rauhen Haus in Hamburg zusammen mit seinen  

„Straßen-Jungs“  auf einem Wagenrad vier weiße und 19 rote Kerzen befestigte  -  der Ursprung des Adventskranzes! Ganz ähnlich taten wir dies, allerdings mit 4 roten und 20  „weißen“  Kerzen: Mit dem ersten Advent fingen wir an und jedes Kind setzte ein Teelicht für die folgenden Tage bis 24 Kerzen befestigt waren. Übrigens hat Wichern erst 1860 das Wagenrad mit Tannenreisig geschmückt. Wir holten Weißtannenreisig im Wald von den gefällten Tannen für unseren Verkaufsstand beim Schiltacher Advent.  „Endlich mal wieder eine Kinderkonferenz“, betonte Mathilda gegen 11.40 Uhr, als wir uns auf den Sitzkissen im Kreis versammelten. Erst besprachen wir die 8 Verhaltensregeln, schauten uns dann die verschiedenen Gesichts- und Gefühlsausdrücke mit 



Fotos und Zeichnungen an und überlegten, wie es dem jeweiligen Kind wohl geht. Danach besprachen wir eine unglückliche Situation zwischen den Kindern und stellten fest, dass es nicht einfach ist, wenn jemand sagt, es war so und ein anderer das Gegenteil behauptet. Der Kompromiss-Vorschlag lautete: Beim nächsten Konflikt lieber gleich einen Erwachsenen informieren. Das Sterntaler-Märchen kannten einige Kinder und freuten sich darüber, es im Originalton einmal wieder zu hören.

Bei nur minus einem Grad begann der Donnerstag recht mild. Larissa kam zum Hospitieren und hat gleich unseren ersten Adventsmorgenkreis miterlebt:

Wir lernen die erste Strophe vom Adventslied  „Macht hoch die Tür“, ein Kind zieht einen Stern, darauf stand heute  Emma!  Emma hat mit Larissa ihren Stern ans Fenster gehängt und dann das Stiefelchen mit der Nummer 1 abgeschnitten.  Nun wurde die erste Kerze am Advents-Wagenrad angezündet. Das erste Bild zur Weihnachtsgeschichte kam einigen bekannt vor: die drei Männer und der besondere Stern am Himmel und mit ein bisschen Hilfe kam die Geburt Jesu ins Spiel, die Hirten und die Schafe, Maria und Josef. Mit dem auspacken der Krippenfiguren der drei Sterndeuter erinnerten sich die Kinder wieder und alle sind gespannt, wie es am  



Montag weiter  gehen wird. Draußen fütterten wir erst die Kühe und Schafe und dann die Pferde, die jetzt umgezogen sind auf die untere Weide. Feuer im Ofen machten Justus, Theresa, Mila und Rebecca. Zum Vespern nahmen wir unterm Baumhaus Platz und genossen den herrlichen Weitblick. Für den Waffelverkauf beim Schiltacher Adventsmarkt mussten jede Menge Zwiebeln geschält, geschnitten und gedünstet werden. Weil 9 Kinder gerne mithalfen, ging das erstaunlich flott; die restlichen zwei kneteten mit mir 1 kg Ausstecherles-Teig und 1 kg Teig fürs Spritzgebäck: „So eine Matsche“ erklärten die beiden, als sie die Butterstücke auf dem Mehlberg verteilt und die Eier in die Kuhle geschlagen hatten,  „Mir machet des mit der Maschine“  -  „Aber von Hand geht’s auch!“ 

urteilten die Beiden und kneteten dann fleißig mit. Wir legten noch eine Draußenrunde ein und trafen uns kurz vor zwölf zum Abschlusskreis: „Macht hoch die Tür“ sangen alle mit und ich las die Geschichte von Johann Hinrich Wichern und seiner Erfindung für die Kinder vor.

Die Geschichte zum Lied „Macht hoch die Tür“  hörten wir zusammen mit den Senioren am Freitag in der Tagespflege der Sozialgemeinschaft Schiltach Schenkenzell. Zuvor spazierten wir durch den halb aufgebauten Markt in Schiltach bis zu unserem Stand am Brunnen. Unterwegs entdeckten die Kinder das rhythmische Gehen und stapften fröhlich im Gleichschritt fast den ganzen Weg bis zum Rathaus  -  zur Freude mancher Erwachsenen. Zurück bei den Senioren bildeten sich drei Gruppen:



Roland schnitt mit den Senioren seinen selbst kreierten Nikolaus aus; Ursel und Susanne bemalten mit fünf Kindern die Holztannenbäumchen, Jade, Rebecca und Theresa (H.) machten sich mit mir zuerst an den Ausstecherles-Teig: zwei Bleche füllten sie mit Tannen, Glocken und Sternen, das dritte Blech war voller  „Doppeldecker“ und zum Schluss kurbelten alle noch kräftig den Spritzgebäckteig durch den Teigwolf. Freilich wurde die frische Ware gleich probiert und auch die Senioren lobten die gelungenen Backwerke. Jeder Tagesgast hatte um 12 Uhr dann auch seinen Nikolaus und für jedes Kind ist ein Tannenbäumchen fertig geworden. Am Kindergarten begannen wir mit dem Beladen von zwei Autos für unseren Stand beim Schiltacher Advent. Gut aufgestellt konnten Tabea,

Reinhard und Thomas dann pünktlich um 15 Uhr alles bieten, was wir zu bieten haben: Marmeladen, Quittensaft, Gelees, getrocknete Pilze, Johanniskrautöl, Springerle, weihnachtlichen Schmuck und Karten, Kinderschaufeln und zum Genießen: süße Waffeln, Waffeln mit Zwiebeln und Waffeln mit Speck und Kinderpunsch.  Gegen 23 Uhr war ich zuhause und danke Jürgen und Jade für die Spätschicht bis grade eben und Tabea, Reinhard und Thomas für die Frühschicht und meiner Frau Ingrid für die spontane Herstellung und die Anlieferung von weiterem Waffelteig. Vom Besuch her gesehen können wir zufrieden sein, es waren mehr Leute an unserem Stand, als letztes Jahr. Der  „Reingewinn“  liegt bei 444,20 €  -  besser als nix!



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