Plötzlich saß Mila auf Rolands Schultern, denn ...

... ihr Stern wurde am Montag, 19. Dezember gezogen. Weil das Kalenderstiefelchen so unerreichbar ...

 


... hoch hing, half der gelernte Feuerwehrmann Roland kurzer Hand aus und Mila konnte das Stiefel-chen abschneiden.  In der biblischen Geschichte trafen die drei Sterndeuter beim König Herodes ein und der war ganz versessen darauf, zu erfahren, wo denn ein neugeborener König in seinem Reich zur Welt gekommen sei. Die Sterndeuter sollte es ihm baldmöglichst sagen.  „Es schneit, es schneit!“  jubel-ten die Kinder, als wir nach dem Tiereversorgen eine Draußenrunde einlegten; aber das waren während zwei Minuten ein paar wenige, winzig kleine Flöckchen und das war‘s dann auch. 

Wir spazierten den Eulenweg hinunter, vesperten auf nassen Baumstämmen, fanden eine hauchdünne Eisscholle in einer Pfütze, kosteten von der Teichlinse und der Vogelsternmire, die selbst bei diesem Wetter noch lecker schmecken und gesund sind. Gegen 11 Uhr in der Villa wurden  „hunderte“  von Goldsternchen ausgeschnitten und auf die Geschenke für die Mama’s geklebt. Im Abschlusskreis sangen wir, wie schon morgens alle 5 Strophen von  „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und hörten den Anfang vom Märchen  „Die goldene Gans“. 




Am Dienstag bekam Theresa Schaupp ihren Stern gezogen und weil ihr das mit den Streichhölzern und 20 Kerzen einfach zu viel war, ließ sie ihren Bruder und Rebecca alle Lichter anzünden. Ausgeblasen hat sie dafür alle!  In der biblischen Geschichte kam das Baby zur Welt. Alle haben das kleine  „Holzpüppchen“  betrachtet und gefühlt und dann in Windeln gewickelt und in die Krippe gelegt. Nach Heidruns Lerngeschichte für Rebecca erklärten alle Kinder, dass sie heute nicht in den Wald wollten, sondern lieber im Haus bleiben. Ich konnte sie jedoch zu einer kleinen Runde überreden und die war nach dem Tiereversorgen auch ganz spannend, weil wir ein noch unbekanntes Waldstück durchstreiften. Danach in der Villa brach das Kordel-Fieber aus und plötzlich drehten sich überall bunte Wollefäden, an der Türklinke, am Garderobenhaken oder im Duett. Im Abschlusskreis hat der Dummling mit seiner goldenen Gans dreimal die Wünsche des Königs erfüllt und durfte dann die Tochter heiraten. 

Am Mittwoch zündete Justus schon wieder alle Kerzen auf dem Wagenrad an, sein Stern zog seine Schwester. 21 Flammen erhellten das Zimmer und alle stellten begeistert fest: „Noch drei Kerzen, dann ist Weihnachten“. Der Engel ist den Hirten erschienen, die erschraken sehr, aber der Bote Gottes sagte: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch eine große Freude! Für euch ist heute der Heiland geboren ...“. Die Krippenfiguren der Hirten und Schafe stellten die Kinder neben den Stall und den Engel dazu. Nach Heidruns Geschichte pustete Justus alle Kerzen wieder aus. Als wir alle Tiere gefüttert hatten, wanderten wir wieder einmal zu unserem Sonnen-Vesper-Platz, wo es wirklich schön warm war. Eine Runde bei den Siloballen spielen musste bei dem Wetter natürlich seine.  Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Rückweg, weil ja die Vroni vielleicht ihr Kälbchen  bekommt  -  aber da kam nix. In der Villa wurde wieder eifrig gekordelt in allen Farben und Längen, bis im Abschlusskreis die  „Sechse durch die 



ganze Welt“ kamen, natürlich erst, nachdem wir fröhlich alle 5 Strophen unseres Adventsliedes „Macht hoch die Tür“ gesungen hatten und der Albatros während der Erzählrunde auf allen Zeigefingern durch die Runde schwebte.

Am Donnerstag zündete Jade zum krönenden Abschluss alle 24 Kerzen an! Wir feierten den letzten Adventsmorgenkreis mit unserem Wagenrad, denn im Seniorenzentrum dürfen keine Kerzen angezündet werden. Die Hirten kamen zum Kind im Stall und knieten vor ihm nieder, um Gott für dieses wunderbare Geschenk zu danken  -  sie waren die Ersten, die dem neugeborenen König und Heiland begegnet sind und die Botschaft vom Sohn Gottes in die Welt hinausgetragen haben. Die Kinder haben nach dem Füttern der Haustiere ihre mitgebrachten  „Futtermittel“  für die Waldtiere in den Wald getragen. Wir suchten und fanden eine schöne, nicht zu große Fichte und dann begann ein eifriges 

Treiben: Erdnüsse auffädeln, Karotten, Äpfel und Kartoffeln mit Draht durchbohren, Kastanien und Vogelfutter auf dem Boden verteilen. Es dauerte seine Zeit, bis alles Mitgebrachte am Tannenbaum für Tiere hing. Und wir waren alle recht  „durchgefroren“, weshalb wir zum Vespern lieber wieder in die Villa marschierten. Hier kordelten fast alle Kinder wieder oder übten sich im Bändchen flechten bis zum Abschlusskreis. In dem haben die  „Sechse“  tatsächlich alle Herausforderungen des Königs mit unglaublichen Kraftakten erledigt, sodass alle  „Sechse“ reich, glücklich und lange lebten.

Am Freitag zündeten wir symbolisch 23 Kerzen in der Tagespflege  „Oase“ der Sozialgemeinschaft Schiltach Schenkenzell an, in dem David 20 Kinderzeigefinger, 2 von Roland und dann noch seinen eigenen dazu nahm. Zum 98.-sten Geburtstag der ältesten Tagesgästin sangen wir mit allen Senioren natürlich ein Ständchen. Heidrun las dann ihre Lerngeschichte für Jade vor.

 



Im Schlossbergsaal hatten Susanne und Ursel schon alles hergerichtet und geschmückt, sodass sich die Kinder gleich mit den Spielsachen beschäftigten, während die Tagesgäste nach und nach an den Tischen Platz nahmen.  Kurz vor 11 Uhr sangen wir gemeinsam einige Weihnachtslieder, bis alle Mütter und Geschwisterkinder in der großen Runde angekommen waren. Mit den 5 Strophen von  „Macht hoch die Tür“ stimmten die Kinder alle auf die Weihnachtsgeschichte ein. Die kam dann mittels Beamer und den gezeichneten Bildern, die die Kinder aus dem Morgenkreis kannten. So ist mit vielen kleinen Erfahrungen von vielen kleinen Leuten die biblische Geschichte zur Geburt Jesu zusammen getragen und von manchem Geschwisterkind ergänzt worden. Die frohe Botschaft, dass Gott als Mensch auf diese Welt kam, konnten alle sehen und 

hören. Zur Feier des Tages hatte Ursula Maier 2 Bleche leckere Linzer Torte mit unserer eigenen Zwetschgenmarmelade für alle „gezaubert“; vorzüglich mundete sie  -  herzlichen Dank, Ursula! Dazu reichten die Kinder allen Gästen unseren Kinderpunsch. Allerlei pantomimische Darstellungen im Wechsel von Kindern und Erwachsenen konnten danach die Gäste erraten, z.B.: Kerze anzünden, Geschenke einpacken oder zum Gottesdienst in die Kirche gehen. Die Mütter bekamen dann das Bauernhofkindergarten-Geschenk von ihren Kindern überreicht und wir beendeten die kleine Weihnachtsfeier mit dem Lied  „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und guten Wünschen für die kommenden Festtage. Vielen Dank an Susanne, Ursel, Monique und allen anderen Mitarbeiterinnen für die liebevolle Gestaltung und Begleitung.  



Kommentar schreiben

Kommentare: 0