„Land unter“  würde eine Küstenwache wohl am Montag, 16. 1.  ...

... in der Frühe gemeldet haben; „Land unter Schnee“ wäre bei uns ...


passend gewesen, soo viel Schnee hatten wir, geschätzte 30 cm - besser und schöner geht es nicht! Wenn gleich ich morgens nur mit Schneeketten zum Kindergarten fahren konnte und das eine und andere Kind dann „oben am Zollhaus“, ca. 3 km entfernt abgeholt habe. Aber solche Kleinigkeiten machen die Winterzeit ja gerade so spannend. Nach dem Morgenkreis und dem Füttern der Tiere hatten die Poporutscher kaum eine Chance, zu tief sank man damit im Tiefschnee ein. Also bahnten wir eine Bahn mit Heidruns Rutschkissen, die sich in lustigen Slalomschlangen nach unten schlängelten. Mit etwas Geduld entstand so auch eine Spur für die Poporutscher. Ob zu zweit, zu dritt oder zu viert hintereinander sitzend, alle hatten ihre Freude und

genossen die freie Fahrt, bei der man ja nicht weiß, wo man wie landet. Vermutlich ist das das Reizvolle an der Rutscherei: Wer sich traut, kommt richtig in Fahrt und kann eigentlich nur abwarten, wo man ankommt. Und kein Erwachsener quasselt einem dazwischen!  Gegen 11 Uhr zog es uns in die wärmende Villa. Für viele folgte hier das zweite Vespern und anschließend wurde gekordelt, gemalt und unterm Holzdach  „Wohnhaus“  gespielt.  Heidrun leitete den Abschlusskreis und las den ersten Teil vom spannenden Märchen Das Wasser des Lebens“, während die Kinder von unseren getrockneten Apfelringen naschten. Minus 3 Grad morgens und 0 Grad am Mittag mit wolkigem Himmel schrieben die VorschülerInnen in die Wetterblätter.




„Eisalarm“ am Dienstag: Schon vor dem Morgenkreis stellte sich die große Frage: Wie können wir die wunderschönen Eiszapfen vor unserem Fenster „pflücken“? Aufs Dach steigen? Zu gefährlich. Mit einer Leiter? Zu viel Schnee. Mit einer Riesenzange? Mit einer Narrenschere? Unser Zauber-Roland hatte die Idee: An einer Kinder-Heugabel verband er die beiden Zinken mit einem Draht, so dass eine Art Schlinge entstand. Fenster auf, Gabel rausgestreckt, vorsichtig von unten über den Eiszapfen geschoben, ein kleiner Ruck und dann Riesenjubel bei allen Kindern: der erste Zapfen hing tatsächlich in der Schlinge. Acht Stück erntete Roland, lagerte sie auf einem Tablett und stellte sie draußen kalt.

  Morgenkreis, Tiere füttern, Feuer im Ofen machen und dann blieben alle auf und am Schneeberg hängen: Löcher graben, mit Schneebrocken bauen oder Figuren mit Küchenmessern schnitzen. Nach dem Vespern wurden Papier geschöpft, Apfelringe gedreht und Eiszapfen angemalt.  Unser erster Melkversuch in diesem Jahr bei Mutterkuh Froni  brachte immerhin fast 4 Liter Milch. Die Zeit bis zum Abschlusskreis  verging rasch mit Rollenspiel, Bücher gucken, Puzzeln und Nelken basteln. Sehr aufregend ging das Märchen vom  Wasser des Lebens  zu Ende und meine Geburtstags-Muffins gab‘s zum krönenden Abschluss.



„Filmalarm“ am Mittwoch: Bruno Suschinski, unser heimlicher Begleiter kam heute bei eiskalten minus 5 Grad inclusive Ostwind, um die Winteraufnahmen für unseren Jahresfilm „in den Kasten zu bekommen“, wie er das nennt. Also sausten alle Kinder was das Zeug hielt (mit Matten und Rutschern) mehrfach und teils in lustigen Kolonen die Schneepisten hinunter. Noch eine Runde Eiszapfen anmalen, dann war der Winterdreh erledigt. Danke an Bruno! Beim Melken übten David, Jade und Rebecca; beim Ofen anheizen Heidrun und beim Kneten in der Villa „plötzlich“ alle  -  Roland hatte anfangs nur gezeigt, wie er wunderschöne Rosenblüten herstellen kann, da brach  Roland hatte anfangs nur gezeigt, wie er

wunderschöne Rosenblüten herstellen kann, da brach das Knetfieber aus: Als wäre es ihr tägliches Geschäft, schnitten sie mit Küchenmessern fein nach Farben getrennt kleine Würfel, Scheiben und Stäbchen, die jeweils als Spaghetti, Tomaten, Karotten, Tomaten, Käse usw. sortiert wurden, um damit zu kochen. Doch dann war schon Zeit zum Abschlusskreis mit Heidrun,  „Es schneialat, es beialat, es goht an kalder Wend“,  dem Albatros, „Der Geist im Glas“,  „Im Schnee am Teich“  und  „Alle Leut, alle Leut“.  In den Wetterblättern stand morgens minus 7 und mittags minus 4 Grad bei eisigem Wind und Wolken.



„Melkalarm“ am Donnerstag: Weil Jade, Rebecca und David beim Melken nicht so wirklich Erfolg hatten, beschlossen sie schon draußen bei Froni, dass sie das Melken üben wollten. So kam‘s, dass nach 10 Uhr ein mit Wasser gefüllter Gummihandschuh von der Decke hing und die Drei und später weitere Interessenten sich fleißig in der Grifftechnik übten: Daumen und Zeigefinger für eine Zitze öffnen, hochdrücken bis zum Euter, Daumen und Zeigefinger schließen und dann drücken der Reihe nach Mittel-, Ring- und kleiner Finger die „Milch“ aus der Zitze in den Becher. Bald hatten sie den „Trick“ verstanden und das Wasser spritzte: Natürlich probierten sie dann das gezielte Spritzen in den Mund und sonst wo hin mit großer Freude, Handtüchern und Bodenwischer.

Im Schnee rutschen alle gleich nach dem Tiereversorgen und später nochmals nach dem Vespern und der  Kreativphase in der Villa. Dabei hat Roland mit Jade seine Papierrose ausgeschnitten und geformt, die Jüngeren spielten Löwenjagd und bauten sich ein Haus aus Stühlen und Kisten.  Im Abschlusskreis hat sich der arme Müllerbursch vom Kätzchen für 7 Jahre als Knecht anstellen lassen, dafür kam er am Ende mit dem schönsten Pferd und der schönsten (verwandelten) Prinzessin zurück zum Müller; der konnte seine Mühle und das Pferd behalten und die Prinzessin zog mit ihrem treuen Gemahl Hans zum herrlichsten Schloss.  Bitter kalt war es nochmals draußen: Morgens minus 7 und mittags  minus 3 Grad mit kurzen Sonnenmomenten.



„Schneealarm“ im Seniorenzentrum: 9 Schneemänner und geschätzte 20 Schneekristalle füllten am Freitag die Tagespflege Oase der Sozialgemeinschaft Schiltach Schenkenzell - die einen aus Wolle gewickelt und die anderen aus weißem Papier gefaltet und ausgeschnitten. Nach dem Vespern wagten wir eine kleine Runde durchs eisige Städtle, kehrten gegen 10 Uhr gerne wieder in die gemütlich warme Oase zurück und feierten mit den Tagesgästen den Morgenkreis. Während die Mitarbeiterinnen Ursel, Susanne und Susanne den Kindern zeigten, wie ihre  Wolleschneemänner

ihre Gesichter, Knöpfe und Hüte bekamen, führte Roland die Senioren in die Kunst der Schneekristallherstellung ein: Verschiedenste Vorlagen hatte er angefertigt. Alle Gäste, die wollten und konnten haben sich auf das Falt- und Schneideabenteuer eingelassen und hübsche Papier-Kristalle geschaffen. Manches von den Kindern konnte sich nach Vollendung des Schneemannes auch noch im Ausschneiden der winterlichen Papierflocken versuchen. So hatten gegen 12 Uhr fast alle etwas zum mit nachhause nehmen.


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