„Oh nein, fünf Jungs“  ...

... kommentierten unsere großen Mädchen, als ich während des Ausmistens ...


... nachschaute und bekannt gab, welches Geschlecht die „Erfurter“ Kaninchen haben. „Aber so schlecht ist es auch nicht, dann brauchen wir keine zwei Ställe“ beschlossen die Freundinnen. Gemeinsam wurde der eine Käfigboden gesäubert und der zweite frisch gerichtet mit Zeitungspapier, Hobelspänen aus der Werkstatt und Stroh aus der Scheune. Den Mümmelmännern gefiel ihr frisches Zuhause und alle Kinder verbrachten nun viel Zeit draußen in und auf den restlichen Schnee- und Matschfeldern: Justus, Jule und Mathilda sausten mit den Poporutschern viele Male fröhlich und flott bis zum Waldrand. Die Detektive entdeckten Spuren und geheime Zeichen in der feinen Neuschneeschicht und der Rest

 bearbeitete mit Schaufel, Rechen und Stöcken den Schneehaufen. Morgens halfen Justus, Jade und Anna beim Melken, Rebecca, Jule und Mila beim Feuermachen und der Rest kümmerte sich ums Geflügel und die Ponys. Von sechs Jungs und einem Mädchen las Heidrun im Abschlusskreis vor: „Die sechs Schwäne“, den ersten Teil und der endete richtig spannend, denn die jüngste Schwester fand ihre zu Schwänen verwünschten sechs Brüder. Unser neues Bewegungslied singt von großen Elefanten, die zwischen Bäumen spazieren und ohne Badehosen baden gehen. Ins Wetterblatt schrieben die Vorschüler morgens 3 und mittags 5 Grad bei Nebel.




Drei Eltern und ein kleiner Elias besuchten uns am Dienstag schon in der Frühe zum Morgenkreis (trotz schneebedingter Umleitung durch den Wald), um unseren Bauernhofkindergarten einmal in echt mitzuerleben – wobei sie über die Wochenrückblicke bestens informiert waren. Ob wir nicht eine Gruppe für Erwachsene aufmachen könnten, war die erste Frage angesichts der herrlichen Umgebung und Atmosphäre. Also gefallen hat es beiden Familien sehr und so können wir für Ende 2018 mit zwei „neuen“ Kinder bei uns rechnen; toll! Nach dem Kühe und Schafe füttern, Melken, Feuer anmachen, Pferde füttern und Hühnereier einsammeln blieben wir eine Runde ums Haus im Restschnee. Nach dem

Vespern in der Villa kamen die Kaninchen ins Spiel und Roland Maier bastelte mit vier Kindern ihre Clowns vom Seniorenzentrum fertig. Draußen ließen‘s die „Rennrutscher“ nochmals kräftig über den verharschten Schnee sausen, während die Detektivgruppe einen Zauberbrei aus Asche, Schnee und Wasser kreierte. Ronja und ihr „Welpenkind“ tauchten zur Freude aller immer mal wieder auf und die Kleine musste natürlich überall alles probieren. Die sechs Schwäne konnten ihre Schwester grade noch vor dem Verbrennen auf dem Scheiterhaufen retten, weil sie sechs Jahre geschwiegen und nicht gelacht hatte. Puh - da ging ein Aufatmen durch den Abschlusskreis.



Ein Durchatmen ging am Mittwoch durch den Abschlusskreis, denn im Märchen vom blauen Licht folgten so vielerlei Ereignisse aufeinander, dass selbst die Großen kaum alles mitverfolgen konnten, was der arme verstoßene und zum Tode verurteilte Soldat durchmachen musste, bis ihm dieses kleine Männlein, das immer erschien, wenn er sich seine Pfeife mit dem blauen Licht anzündete, am Ende doch noch das Leben rettete und er das Reich des Königs und dessen Tochter bekam. Im Morgenkreis beschlossen wir wegen dem „Käsen“ am Haus zu bleiben. Justus, Anna und Rebecca halfen beim Kühe füttern und melken, drei Kinder machten zusammen mit Roland das Feuer an und der Rest ging mit Heidrun zu den Hühnern und den Ponys.

Nach dem Vespern rührten David, Theresa und Emma die Käsemasse, kontrollierten die Temperatur und rührten fleißig weiter, bis die Molke nach über einer Stunde durchs Käsetuch gegossen werden konnte.  Als der recht kleine Käselaib in der Presse war, verteilten wir die Molke in die Trinkflaschen und versorgten das Geschirr. Draußen wurde wieder gerutscht wie wild und Matschepampe hergestellt aus Schnee, Ruß und Wasser. Gegen halb zwölf begannen einige Vorschüler mit freiwilligem Kordeln drehen in der Villa, andere nahmen sich die fünf Kaninchen „zu Herzen“ oder bastelten und malten neben Roland, der einen Zylinder aus Papier entwarf. Bei Heidrun gab es Bilderbücher zum Anschauen und zuhören.

 



Zwei Eltern mit ihren beiden Kindern und der Hündin kamen am Donnerstag zu Besuch und fühlten sich gleich richtig wohl in der Villa zwischen allen Kindern, uns Erwachsenen und den fünf Kaninchen, und draußen natürlich auch, obwohl der Ostwind eisig kalt geblasen hat. Da war es nicht verkehrt, dass wir im Morgenkreis beschlossen hatten, heute nochmals am Haus zu bleiben; es gibt ja immer etwas zu tun: Ob Matschepampe herstellen, Detektiv spielen und tatsächlich im Schnee einen echten Autoschlüssel finden, mit Ronja und ihrem Welpen die Umgebung erkunden, schaukeln, mit den Poporutschern sausen oder mit Aststücken im Schnee Tiere nachahmen …, der Fantasie sind bei uns

eigentlich nie Grenzen gesetzt. Gegen halb zwölf setzte Roland Maier seinem ersten, selbst entworfenen Zylinderhut aus Tonpapier den „Deckel“ auf, während die Kinder in der Villa malten, verstecken oder mit den Kaninchen spielten. „Spindel, Weberschiffchen und Nadel“ hieß das Märchen im Abschlusskreis und erzählte, wie ein armes, fleißiges Mädchen zur Braut des Königssohnes wurde. Spannend ein direkter Bezug zu uns: Das Schiffchen sprang dem singenden Mädchen aus der Hand und begann, den schönsten Teppich zu weben: „Da blühten Rosen, … stiegen grüne Ranken herauf, … darin sprangen Hasen und Kaninchen …“

 



Mit vier schwarzen Zylindern, elf Spitzhüten und fünf Chinesenhütchen konnten sich am Freitag gegen 12 Uhr unsere Kinder und manche der Senioren in der Tagespflege schmücken. Nach dem Vespern spazierten wir mit den Kindern an der Kinzig flussaufwärts, entdeckten alten Schnee, der sich in Form von Brocken ins Wasser werfen ließ und davon schwamm. Ein langes Schneefeld entlang des Flusses verlockte zum Durchstapfen, hüpfen, springen und Spuren entdecken. Zurück in der Oase, wo Roland Maier in großer Fleißarbeit alle Tonpapier-Vorlagen für die Hüte zugeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband die Ränder versehen hatte, begannen

die Kinder mit dem Schmücken der Papierhüte:

Winzige „Glitzersternchen und -kreischen“ in allerlei Farben klebten die Kinder mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl auf ihre Kunstwerke, dazu Wollestückchen und manche Feder. Die Senioren malten ihre Chinesenhütchen mit Holzfarben bunt an. So entstanden lauter individuelle Kunstwerke, die Roland dann zu Spitzhüten zusammenklebte und mit Gummibändern versah. Einige Senioren ließen sich ihr Hütchen mit einem breiten Stoffband aufsetzen und fanden das richtig faschingsmäßig. Wir danken Monique, ihrer Kollegin, Susanne und Ursel für alle Unterstützung und Begleitung. Wir kommen nächsten Freitag gerne wieder.

 



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