Sie hat ihr Quartier auf dem Schwenkenhof, ist 29 Jahre alt und ...

... fast fertig mit ihrem Studium „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ an der TH Köln ...


Mittlerweile lebt sie in Wetzlar. Vor dem Pädagogikstudium hat sie Oecotrophologie studiert und sich dadurch viel mit Lebensmitteln beschäftigt. Schon im Studium kam ihr die Produktion, also die Herkunft dessen, was wir essen, zu kurz. Deshalb war sie viel unterwegs, half auf verschiedenen Höfen mit (im Rahmen von WWOOF), hat sich mit Permakultur auseinandergesetzt und ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei BIOLAND und einem Schulbauernhofprojekt namens „ackern & rackern“ gemacht. Da fing sie richtig Feuer für den Bauernhof als Lernort. Ihr großer Wunsch ist es, nach dem Studium auch an einem solchen Ort tätig zu sein. Sie arbeitete auch schon in einem Waldkindergarten, aber der Bauernhof-Kindergarten bietet in ihren Augen noch mehr Potenzial. Hanna heißt die Frau und ist von Montag bis Freitag bei uns.

Leider haben viele unserer Kinder die Faschingstage frei genommen, was natürlich verständlich ist. So kamen heute nur drei Kindergarten- und drei Besuchskinder. Und weil bei mir zuhause in der Frühe  „Lämmeralarm“  herrschte, haben wir uns einfach in Rötenberg getroffen und erst mal die 3 ein und zwei Tage alten Lämmer aufgesucht. Eins hatte Fruchtwasser geschluckt und der Tierarzt kam. Jetzt muss das Kleine mit Milch aufgepäppelt werden, weil es zum Nuckeln zu schwach ist. Also legten wir es im Wäschekorb auf eine Wärmflasche, stellten es zu uns in die Sonne und versuchten, ihm ab und zu ein paar Tropfen Milch einzuflößen. Die Kinder spielten Verstecken und faul Ei und genossen die Sonnenstrahlen. Peter, die Ziege kam ab und an vorbei, um sich seine Kraul- und Streicheleinheiten abzuholen.




Sie hat ihr „Quartier“ in Bergfelden, ist geschätzte 26 Jahre alt und jetzt im zweiten Jahr der Ausbildung zur Kinderpflegerin an der Nell-Breuning-Schule in Rottweil. Davor hat sie Gärtnerin und Floristikgehilfin gelernt und war als solche tätig, unter anderem auch auf einem Demeterbetrieb. Dann fing auch sie Feuer für den Bauernhof, der sich für Kinder öffnet und hat nun den großen Wunsch, am liebsten einen eigenen Bauernhofkindergarten zu gründen. Dass es dann zu spannenden Gesprächen in unserer "Erwachsenen-runde“ am Dienstag kommen musste, lag auf der Hand; wer weiß, ob Franziska, so heißt die Frau und Hanna mal irgendwie kooperieren …? Unsere hausinterne Kooperation mit den Kindern beschränkte sich heute auf Anna und unsere beiden Besuchskinder mit ihrer Mama, die angesichts der Schneeglätte gleich schon mal 3 Kilometer zu Fuß

bis zum Kindi marschierten und übrigens auch wieder zurück! Zum Kühe und Schafe füttern und Melken gingen Anna, Hanna, Franziska und ich. Anschließend wurden die Ponys gefüttert und die Hühnereier eingesammelt. Mit einem Auto fuhren dann vier Erwachsene und Anna zum Haldenhof zwischen Schiltach und Schenkenzell. Dort auf den Weideflächen hatte uns Manfred Brüstle vom Biohof Herrenweg (www.biohof-herrenweg.de) erlaubt, Ginster zu schneiden. Für die Fachtagung des bayerischen Landesverbandes der Waldkindergärten brauche ich Ginster für 25 Kinderbesen. Nach einer knappen Stunde des Schneidens und Einladens fing es zu regnen an und wir fuhren zurück. In der Villa banden wir gleich besengerechte Büschel, um sie zum Trocknen aufzuhängen. Und dann wurde Anna abgeholt …



Sie haben ihr „Quartier“ wieder in der Villa, sind jetzt 12 Wochen alt und freuen sich nicht bloß über Karotten, Äpfel, Heu und Fertigfutter, sondern nach wie vor über die Zuwendung der Kinder. Und die haben am Mittwoch viel Zeit für die fünf Jungs gehabt, denn das Wetter lud gar nicht zum Draußensein ein: Der kalte Ostwind blies, meist regnete es und graue Wolken verdeckten die Sonne. Hanna, Anna und ich versorgten wieder die Schafe und die Kühe und konnten bei Froni gut 5 Liter von ihrem weißen Gold melken. Heidrun ging mit fünf Kindern und Mias Mama die Ponys füttern, die

Hühnereier einsammeln und Feuer machen. Anschließend vesperten wir in der Villa und dann wurde gemalt, gefaltet, ausgeschnitten, Bücher vorgelesen und mit den Mümmelmännern gespielt. Für unser Besuchskind war das ein sehr eindrückliches Erleben und Fühlen, als sie für lange Zeit ein „Häschen“ auf ihrem Schoß sitzen hatte  -  dem gefiel das ebenfalls, denn es ist mehrfach eingeschlafen. Zwischendurch schälten wir Äpfel und kochten Apfelmus daraus. Im Abschlusskreis las Heidrun den Froschkönig vor und anschließend gab es endlich noch eine Draußenrunde ohne Regen.

 



Sie hatten ihr „Quartier“ zwischen zwei Silberweiden, sind jetzt fünf und sechs Jahre alt und zwei und drei Jahre im Bauernhofkindergarten. An diesem „Quar- tier“ sind sie in den vergangenen Jahren x-mal vor- beispaziert, gerannt und geritten - entdeckt haben sie es zum ersten Mal heute, am Donnerstag! Jule und Anna heißen die beiden Mädchen. Jule entdeckte das Quartier zuerst. Sie hat alles genau untersucht, abgetastet und die Einzugsmöglichkeiten getestet. Das ging leicht. Von innen sah das Ganze noch span- nender aus - besonders der eine Blick nach unten. Sie lässt die Blicke schweifen, überlegt und entscheidet sich für den Absprung. Zur Belohnung für diesen mutigen Schritt, schaffte sie auch noch eine perfekte Landung. Das animiert natürlich zum Nachmachen. Anna besteigt das Quartier, springt ebenfalls mutig und landet mit einem kleinen „Knix“ - macht aber nix; steht auf und wartet auf den nächsten Sprung, während Jule es wieder versucht. Für den Rest

unserer Minigruppe genügte das Hochklettern und Zuschauen  -  für heute. Fotos vom Quartier lösen das Rätsel, was das denn sei. Wir hatten morgens unsere Versorgungs- und Melkrunde abgeschlossen und angesichts des Sonnenscheins beschlossen, Richtung Schwenkenhof zu wandern. Reinhard Sonnberger dichtete den Außenkäfig für die Kaninchen oben mit einem neuen Drahtgeflecht perfekt ab; vielen Dank!  Unterwegs wärmte uns die Sonne sehr angenehm, aber der Wind kühlte uns immer wieder mächtig ab. Auf dem Wegstück durch den Wald war‘s allen richtig kalt. Dafür entdeckten wir den Duft der Douglasiennadeln, die die Kindern dann gleich zum Schnibbeln mit zur Vila nahmen. Dort an der Hauswand wärmte die Sonne wieder herrlich und der Wind konnte einen nicht erwischen. Nach dem Abschlusskreis füllten Anna und Heidrun sämtliche Wetterblätter aus: Morgens 4 und mittags 11 Grad bei Wolken, Wind und Sonne.



Am Freitag hatten wir unser Quartier nur zum Vespern in der Oase. Nach der kleinen Wanderung verlegten wir es in den Schlossbergsaal: Mit 15 Senioren, 4 Kindergartenkindern, 2 Besuchskindern mit Mama und 6 Fachkräften feierten wir in großer Runde unseren Morgenkreis. Dann eröffnete Susanne erst mit einem, später mit mehreren Bällen die große Spielerunde: Weitergeben, auf dem Boden rollen und schließlich durch die Luft werfen - bald hatten Alt und Jung ihre Freude mit den Bällen. Ursel brachte uns mit ihren Quizfragen ein wenig zur Ruhe. Doch als das Schwungtuch ausgebreitet war, stieg nicht nur die Spannung sondern auch die Begeisterung, dass man hier ganz schön was bewegen kann, wenn

alle an einem „Strang“ ziehen-  die Fotos sprechen für sich! Nach dem die Bälle vom Tuch verschwunden waren, verschwanden die Kinder unterm „Fall- schirm“: Aber was war das? Da standen allen die Haare zu Berge! Später ließen sich die Mutigen noch im Tuch schaukeln. Als letztes Spiel legten sich die kochlöffelgroßen Mikadostäbe sternförmig auf den Fußboden und die Mädchen angelten sich mit viel Geschick ein Stäbchen nach dem andern, begleitet von Tipps und großem Staunen vieler Senioren. Wir danken den Mitarbeiterinnen Monique, Susanne und Ursel für diesen fröhlichen und erfüllten Vormittag, bei dem alle mit allen Sinnen ganz und gar dabei sein konnten. Wir kommen gerne wieder!



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