„Bloß so wenig Kinder!?“ bedauerten die fünf ...

... Anwesenden zu Beginn des Morgenkreises am Montag. Zum Glück kamen ...


... Mia mit Mama und Bruder noch dazu. Roland Maier erfreute natürlich alle mit seinem Vertretungsdienst für Heidrun. Jade erkannte sich in der Lerngeschichte, wie sie quasi alleine im Seniorenzentrum den Osterhasen gebastelt und dann noch vielen Tagesgästen helfen konnte. Sie, Anna und ich gingen zum Melken, Roland versorgte mit allen andern die Ponys und die Hühner. Weil der bisherige Ginstervorrat nicht für 25 Kinderbesen reicht, fuhren wir nochmals zum Haldenhof und schnitten die letzten schön gerade gewachsenen „Ruten“. Die Großen stiegen mit den steilen Hang zu den Ginsterbüschen hinauf und entdeckten bald, dass auf den Weideflächen schon ein paar Kräuter und Blümchen aufgewachsen waren: Löwenzahn, 

Schafsgarbe, Gundermann, Wiesenschaumkraut und die ersten Taubnesseln. Die mussten natürlich auch mit, um am „Gartentisch“ diverse Suppen und Breie herzustellen. Dankenswerter Weise kümmerte sich derweil Mia's Mama um ihre und unsere beiden „Jüngsten“ unten bei den geparkten Autos! Zurück in der Villa bekamen die Kaninchen ihren Käfig ausgemistet und neu eingestreut, während sie sich im Außenkäfig eifrig über die ersten mitgebrachten Löwenzahnblätter hermachten. Anna, Rebecca und Jade experimentierten nun mit ihren Mitbringseln, Wasser, Erde und Schafwolle, wobei wieder interessante Mischungen, Farben, Konsistenzen und Gerüchen entstanden. Mila, Mia und Mathilda vergnügten sich bei den Schaukeln.




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Mit ihrem tollen „Schiff“ (Wohnmobil) machten sich schon am Dienstag die Mutter Stefanie mit ihrer Tochter Yuna und dem Hund Cello von Leipzig aus auf die Reise, um uns heute zu besuchen. Stefanie lebt und arbeitet mit ihrem Mann auf einem Bauern- hof, deren Eigentümer gut Freunde sind. Und die Familie ist schon lange auf der Suche nach einem „richtigen“ Kindergarten, also auf dem Bauernhof! Wo denn sonst. Land auf Land ab hat sich Stefanie schon erkundet und interessante Bauernhofprojekte entdeckt. Sie war auch beim „Startseminar“ in Kiel bei Annemarie Muhs und traf „natürlich“ Familie Esther und Michael Host, die uns vergangenen Oktober mit ihren vier Jung's besuchten. Aber in und um Leipzig scheint bislang niemand Interesse an „sowas“ zu haben; man „pflegt“ leider, wie fast

überall, Massen vonKindern lieber in „Betonbunker“ einzusperren, als draußen unterwegs zu sein …  Natürlich war Stefanie begeistert und Yuna hat die Stunden bei uns bis zum Schluss genossen. Nach dem Tiereversorgen wiederholte ich die biblische Ge- schichte mit den Symbolen Schüssel, Wasser und Handtuch. Nach dem Vespern spazierten wir wieder zum Passionsweg, um uns die vier Geschichten und Symbole an den Baumstammstelen nochmals zu ver- gegenwärtigen. Später an der Villa hatten die drei Großen in ihrer Waldküche zu tun und die drei Jün- geren im Sandkasten und am Brunnen. Die Kaninchen ließen wir heute in der Villa, denn bis gegen 9 Uhr fiel immer noch leichter Schnee. Mit den Mümmelmän- nern, malen und Fotos nach Memorymotiven durch- suchen verbrachten wir die Zeit bis zum Abholen.

 



Immerhin sechs Kindergarten- und 2 Besuchskinder konnten am Donnerstag auf Jules Wunsch hin den Morgenkreis draußen vor der Villa feiern. Zum Melken gingen Jade und Rebecca mit und wir philosophierten nebenbei, ausgehend von der Überlegung, wie kommt der Samen in die Kuh, damit sei ein Kälbchen bekommt, über die Fragen: Woher kommt eigentlich alles? Wer hat das alles gemacht? Was war zuerst, bzw. am Anfang da? „Ja, ist doch klar, Gott natürlich!“ beschlossen die Beiden. Dass Gott Mensch geworden ist, lag dann schnell auf der Hand: „Sonst wüssten wir ja gar nicht, dass es ihn gibt.“ Von der Freundlichkeit und Zuwendung des Gottessohnes konnten die Kinder ein wenig spüren, als ich, der biblischen Geschichte folgend ihnen (wer wollte) die Füße gewaschen und abgetrocknet habe.

Fröhlich spazierten wir Richtung Schwenkenhof, vesperten auf Baumstämmen in der Sonne, sammelten Löwenzahn und Gänseblümchen für die Kaninchen und kosteten den ersten Spitzwegerich und Sauerampfer. An der Villa machten wir uns mit Vorschlaghammer, Holzpfosten und Akkuschrauber auf den Weg, das zweite (zerstörte) Plexiglasbild wieder zu montieren. „Man sieht fast nichts vom gebrochenen Glas“, beschlossen die Großen, nachdem sie das Bild am Pfosten festgeschraubt hatten. Beim Zurückbringen der Kaninchen von draußen nahm Jade ihren Lieblingsmümmel mit an den Maltisch  -  macht sich gut, wie die Fotos belegen. Heidrun hat zum Schluss die Wetterblätter mit den Vorschülern ausgefüllt und ihre erste „Rechen“-Runde mit den Holzeiern ist gut gelungen.

 



Fünf Kinder und die Beiden unserer „Besuchsfamilie“ waren ungefragt die Prinzessinnen und der Prinz am Freitag im Seniorenzentrum. Das fing schon beim „Neun-Uhr-Vespern“ in der Tagespflege an und hielt bis kurz vor 12 Uhr. Den Morgenkreis konnten wir erfreulicher Weise im Schlossbergsaal feiern. Dort haben wir alle richtig viel Platz und Luft. Die Kinder saßen in der Kreismitte und drum herum die Erwachsenen. Weil das gemeinsame Singen immer besser und schöner klingt, nahmen wir heute noch ein zweites Lied mit dazu und die Senioren sangen aus ganzer Seele gerne mit: „Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt“. Heidrun führte durch den Morgenkreis und mit der gelungenen Sitzordnung konnten alle Gäste z.B. die Regeln sehen, bei der Monatskette mit zählen und den Kindern einigermaßen (je nach Hörvermögen) zuhören. Also wir sind alle sehr glücklich und dankbar für die neue 

Lösung im Schlossbergsaal! Nach dem Morgenkreis ging‘s an die große Tafel, die Susanne und Heidi perfekt gerichtet hatten: Alles abgedeckt, Pinsel verteilt und Untersetzer, Kleister angerührt und von den Senioren vorgefertigte Zeitungsschnipsel bereitgestellt; dazu noch Gummihandschuhe und Luftballons. Das ergibt zusammen: Hühner - aus gekleistertem Zeitungspapier, bzw. Pappmaché. Wer anfangs noch zögerlich ans Werk ging, spürte bald: Mit der ganzen Hand den Kleister auf Luftballon und Zeitungspapier auftragen und verstreichen geht am besten. Ganz schön viel Geduld hatten fast alle Künstler und am Ende je einen Zeitungspapier-Luftballon für den Hühnerkörper. Die trocknen bis nächsten Freitag und dann geht’s weiter. Wir danken allen Mitarbeiterinnen, besonders Monique und Susanne für das gut und fröhliche Miteinander und freuen uns auf nächsten Freitag.



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