Ganze Berge von Kröten fanden 13 Kinder...

... am Montag gegen 10 Uhr am Trickenweiher. Dankenswerter Weise konnten wir ...


... Familie Gutekunst’s Bus ausleihen, sonst hätten wir die 13 Kinder und 4 Erwachsene nicht zu den Kröten fahren können. Zuvor halfen Justus und Anna beim Melken. Anna gab sich liebevoll und redlich Mühe, um Justus zu zeigen, wie das mit dem Melken geht. Ich musste unweigerlich an meinen Besuch des ersten Schulbauernhofes in Baden-Württemberg in Täferrot am 2.4. mit über 30 KollegInnen der Bauernhofpädagogen denken, wie die Kinder dort einander den Umgang mit den Tieren beibringen: Nachzusehen in dem hervorragenden SWR-Film, SWR Mediathek, Landleben 4.0 in Täferrot vom 17.3.17, 44:27 Min. Heidrun ging mit den Kindern und Delajas Papa Thilo, die anderen Tiere versorgen und Mia, die heute beschloss, die Mama kann gehen, weil sie alleine bei uns bleibt, entdeckte ein frisch geschlüpftes Entenküken. Beim Trickenweiher entdeckten wir eine Käferfichte, die auf jeden Fall gefällt und das Reisig verbrannt werden musste. Aber nach dem Vespern waren erst die Kröten dran: Diesmal saßen wirklich viele in den Eimern am Teich, die also mit dem Laichen fertig waren und zurück

in den Wald wollten. Nun hatten die Kinder endlich mal alle Hände voll zu tun. Auch die freundliche Frau aus Höhnweiler kam und wir suchten und halfen den Kröten gemeinsam. Zwei Kröten und einen Molch trugen Jade und Rebecca von der anderen Straßenseite in den Weiher. Die Käferfichte blieb nach dem Fällschnitt natürlich im dichten Waldbestand stehen. Aber mit einem Seil und vereinten Kräften schafften wir es, das Stück auf den Boden zu bekommen. Jedes Kind schleppte Reisig und die drei Teile der Spitze zur Feuerstelle.  Zu gerne hätten alle das Feuer gleich entfacht, aber der Wind blies in Richtung Wald. „Dann kommen wir halt morgen wieder und fühlen, wie der Wind bläst“, beschlossen die Großen. An der Villa wurde der Hasenkäfig ausgemistet. Die Großen fragten bei Familie Gutekunst, ob sie das frisch aufgebaute Trampolin benutzen dürfen  -  sie durften!  Herzlichen Dank! Im Abschlusskreis las Heidrun das Märchen vom klugen Schneiderlein vor und wir sangen: „Im Schilf am Teich lag eine Kröte, die lag da und spielte Flöte, ungefähr seit 7 Tagen …“

 




Einen kleinen Berg Löwenzahn (im 10 Liter Eimer) schleppte Mia am Dienstag vom Passionsweg bis zur Villa, für die Kaninchen. Wir hatten uns die sechste Baumstammstele angeschaut: Es ist die Nacht nach dem Abendmahl und der Gefangennahme (Donners- tag auf Karfreitag); der Hohenpriester verhört Jesus in seinem Palast; im Vorhof wärmen sich ein paar Knechte und Diener an einem Feuer; Petrus ist Jesus heimlich gefolgt, auch er wärmt sich am Feuer; da wird er drei Mal als Jünger und Freund des Verhaf- teten erkannt; er verleugnet Jesus drei Mal und dann kräht der Hahn - ganz wie Jesus es ihm angekündigt hatte: „Bevor der Hahn kräht, wirst du mich drei Mal verleugnen“ (Mt. 28,75). Das winzige Feuerchen im Inneren der Stele nutzten die Kinder bald, um sich ebenfalls die Hände zu wärmen. Wir haben natürlich alles gelöscht! Auf dem Rückweg sammelten wir den

Löwenzahn und die Vorschüler je ein Veilchen, eine Schlüsselblume, eine Anemone und ein mehrblätt- riges Milzkraut. In der Blumenpresse sind sie fein säuberlich versteckt worden. Das gibt den Anfang für das Vorschüler-Blumenbüchlein. Mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl versteckten Mia und Mila Samenkörnchen von Radieschen, Tomaten, Melonen, Erbsen und Zucchini in der Wühlmaushügelerde.  Mila feierte ihren vierten Geburtstag und verschenkte nach dem Vespern leckere Muffins  -  vielen Dank! Beim Tiere versorgen fanden wir zwei tote Entenküken. Beim Melken brachte es David voller Stolz auf über 600 ml Milch. Und Mia, unsere Jüngste schaffte ihren zweiten Kindi-Tag mit viel Freude und so, als wäre sie schon immer (ohne Mama) bei uns. Zum Schluss gab’s wieder die Flöte spielende Kröte, die Wetterblätter und die Holzeier.

 



Weiß angemalte Luftballons gab es am Mittwoch anstelle des Abschlusskreises, denn wir hatten uns etwas verspätet; es war aber auch ständig was los: Morgenkreis in der Sonne, die Handpuppe Robby kam doch noch zu Mila’s Geburtstag und ärgerte sich samt den Kindern, weil es keinen Kuchen mehr gab; zum Melken gingen Anna und Justus mit; bei den Hühnern, Enten und Ponys lag eines der Lämmer krank in der Ecke und brauchte Hilfe; nach dem Vespern haben wir mit 12 Kindern und 3 Erwachsenengabeln die größeren Mistbollen auf der Weide verstreut; jedes Kind befüllte einen Trinkbecher mit Wühlmaushügelerde; danach reparierten wir ein Stück Weidezaun und sammelten Löwenzahn für die Mümmelmänner; Justus goss kleine Wasserschlücke in die Trinkbecher und wir beobachteten oben die Luftblasen und an der

Becherwand, wie das Wasser versickerte; alle versuchten, ein Weizenkorn im Mund zu zerkauen: „Ganz schön hart, aber dann schmeckt es ein bisschen nach Mehl“; Jesus sagt (über sich): „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“  -  damit erklärte er die Bedeutung seines Sterbens und Auferstehens. Alle zählten zwischen 10 und 15 Weizenkörnchen in ihren Händen und verteilten sie auf der Erde im Becher; mit Holzstäbchen versteckten wir sie in der dunklen Erde und deckten sie vorsichtig zu; da war es schon viertel vor zwölf  -  höchste Zeit, um die restlichen Pappmaschee-Luftballons für die Hühner weiß anzumalen; am Ende der Aktion war es dann schon viertel nach zwölf; aber noch genügend Zeit für die Wetterblätter und das Spiel mit den Holzeiern.

 

 

 



Dicker weißer Qualm stieg am Donnerstag gegen 10 Uhr beim Trickenweiher auf, als wir das Tannenreisig vom Montag mit dem Feuerstahl zum Brennen brach- ten. Schnell hatten die Kinder Teile ihres Vespers auf die mitgebrachten Haselnussstecken aufgespießt und über die Glut gehalten: Brezelstücke, Wurstbrot, Apfelschnitze oder einen ganzen Apfel. Entlang des Krötenzaunes entdeckte nur Jade eine einzige Kröte und setzte sie ins Wasser des Teiches. Einige Meter weiter wurde eine Weißtanne gefällt, der Stamm war schon abtransportiert und wir kümmerten uns um die Äste, die auf der Weise lagen: Die Älteren entfernten mit Beil und Hippe das Reisig und trugen das gute Holz auf einen Stapel; das werden wir zum Brennholz von Familie Gutekunst bringen. Solche Ausflüge sind  nur möglich, weil wir den VW-Bus von Gutekunst‘s

ausleihen dürfen  -  vielen Dank; auch an Marion, die mit ihrem PKW mitgefahren ist. Die Jüngeren sammelten das Reisig von der Wiese ein und warfen es in den Wald  -  dort wird es wieder zu Erde. Gegen viertel vor zwölf löschten wir mit Wasser die übriggebliebene Glut der Feuerstelle und fuhren zur Villa. Heidrun las das Märchen vom Teufel mit den drei goldenen Haaren zu Ende, während wir nebenher die getrockneten Apfelringe knabberten. Mit Wetterblatt und Eierschachteln-Rechnen ging ein abwechslungsreicher Donnerstag zu Ende, der morgens wie immer begann: Morgenkreis mit Jacke und Mütze vor der Villa, Ponys und Hühner füttern und melken  -  neuste Milchmessstandsmeldungen: David etwas über 600 ml, Rebecca etwas über       700 ml, Helmut …, Froni knapp 5 Liter.

 



Gleich mehrere Backofenbleche voll mit herrlich duftenden Hefezöpfchen brachten Susanne, Monique und weitere Mitarbeiterinnen der Sozialgemeinschaft Schiltach Schenkenzell (SGS) am Freitag in den Schlossbergsaal. Dort feierten wir mit zwölf Tagesgästen den Morgenkreis und teilten uns dann in drei Gruppen ein: Zwei Mal wurde Hefeteig verarbeitet und einmal die Hühnerbeine aus Ton geformt. Den Teig hat uns die Küche geknetet und gespendet! Herzlichen Dank dafür! Wo es beim Ton mehr ums Kügelchen drehen und Zehen formen ging, war die Herausforderung beim Hefeteig das Flechten und das Formen einer Brezel. Mit großem Staunen erlebten die Kinder, wie selbst die ältesten Frauen geschickt und geschwind ein Hefezöpfchen nach dem andern flochten: „Glernt isch glernt“.  Und das passte

wieder einmal prima zu den Erlebnissen unserer Kinder, z.B. in der von Heidrun geschriebenen Lerngeschichte für David, als er gestern zum ersten Mal mit einem Beil versuchte, die Weißtannenäste zu entasten und es wollte gar nicht klappen. Rebecca zeigte es ihm; er gab nicht auf und bald hatte er den Dreh raus  -  und die Arbeit macht auch noch Sinn, nämlich Brennholz für den Winter und saubere Weide für die Kühe. Kurz vor 12 Uhr genossen Kinder und Senioren ihr Hefegebäck und wir fuhren alle glücklich zur Villa; außer den Hühnern, denn in deren Fertigstellung muss noch einige Arbeit investiert werden  -  aber wir geben ja nicht auf. Vielen Dank sagen wir an alle Mitarbeiterinnen der SGS und an Marion für ihre liebevolle und fürsorgliche Begleitung! Wir kommen gerne wieder.

 



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