Osterfest am Dienstag nach Ostern?  Bei Schneeschauer und  ...

... mit Handschuhen? Ja, so etwas gibt es bei uns und wir waren richtig viele ...


... Kinder, Eltern und Großeltern! Gegen 9 Uhr versammelten wir uns in der Villa im großen Halbkreis vor der Flanellbilderwand. Unsere letzte biblische Geschichte (vom Mittwoch vor Ostern) hing noch da: Petrus, das Feuer und der Hahn. Anhand der Bilder von der Kreuzigung (siehe Fotos) und der Grablegung erzählte den Fortgang des Sterbens Jesu und dass der tote Gottessohn in ein Grab gelegt wurde, bewacht von Soldaten, im Auftrag des Hohen Rates, damit nicht jemand den Leichnam stiehlt, um dann behaupten zu können, dieser Jesus sei auferstanden von den Toten. Das Felsengrab wurde (am Karfreitag) mit einem über zwei Meter hohen Stein verschlossen. Als sich Maria und Maria Magdalena am Sonntag auf den Weg zum Grab machten, um sich vom toten Jesus endgültig zu verabschieden, wie es sich üblicher Weise gehört, hatten sie nur eine Sorge: „Wer wälzt uns den Stein weg?“ Sie kommen zum Grab, die Erde bebt, der

Stein ist weggewälzt, das Grab ist offen und ein Engel, auf dem Grabstein sitzend, begrüßt sie mit den Worten: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr den gekreuzigten Jesus sucht. Aber er ist nicht hier; ER ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und schaut, wo er lag. Und dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass er auferstanden ist. Jesus wird euch vorangehen“. Sie gehen los und begegnen dem Auferstandenen leibhaftig, knien vor ihm nieder und umfassen seine Füße. Deshalb feiern wir Ostern: Weil Jesus den Tod überwunden hat und jetzt für alle Menschen da sein will, um mit ihnen den Weg zum wahren Leben zu gehen, über den Tod hinaus bis ins ewige Himmelreich Gottes. Alle wanderten wir nun zu unserem Passionsweg. An der ersten Station, Maria salbt Jesu Füße, bekamen alle ein Hauch Granatapfelöl auf ihre Handrücken, zum Spüren und Riechen. An der zweiten Stele, Jesu Einzug in Jerusalem, wussten die Kinder, wie alle




Leute „Hosianna“ jubelten, weil sie Jesus als ihren König feierten. An der dritten Station nahmen wir uns Zeit, um miteinander Fladenbrot, Knoblauchsrauke und Traubensaft zu teilen, als Erinnerung an Jesu erstes Abendmahl mit seinen Jüngern. An der vierten Stele, Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße, erinnerten sich einige Kinder, dass Petrus das erst gar nicht wollte, weil doch Jesus ihr Herr und nicht ihr Diener sei. An der fünften Station, Jesus wird verhaftet, verhört, verurteilt und verspottet, erinnerte die kleine Schüssel oben auf dem Baumstammstück an die Erklärung des Pontius Pilatus, während er sich die Hände (in Unschuld) wusch: „Ich finde keine Schuld an ihm.“ An der sechsten Stele, Petrus verleugnet Jesus dreimal, erinnerte natürlich der Hahn auf der (Kirchturm-) Spitze des Holzstückes daran, dass der Krähte, als Petrus das dritte Mal erklärte, er kenne Jesus nicht. Weinend lief er dann davon. An der siebten und letzten Station, Jesus wir gekreuzigt und stirbt,

erinnerte ich daran, dass zur Todesstunde Jesu mitten am Tag alles dunkel wurde, die Erde bebte und der Vorhang im Tempel vor dem Allerheiligsten mitten entzwei riss  -  nun ist der Weg frei zu Gott, für alle Menschen. Wir spazierten wieder zur Villa. Vor der neuen Werkstatt entfachten wir zwei kleine Feuer und alle freuten sich über den herrlichen Stockbrotteig von Nora Sonnberger; herzlichen Dank dafür! Und auch für das leckere Osterbrot von Tabea Joos! Angesichts der sehr kalten Witterung tat das Feuer auch äußerlich noch ein bisschen gut, während die fertig gebackenen Stockbrote das innerlich taten. Bis nach 11 Uhr verweilten wir am Feuer, dann mussten die ersten Gäste nach Hause. Als Ostergeschenk gab es unser selbst hergestelltes Memory in der Blechdose und einen Kieselstein (symbolisch für den Grabstein) mit dem ältesten Ostergruß der Christen draufgeschrieben: „Der Herr ist auferstanden, ER ist wahrhaftig auferstanden!“ und dazu einen kleinen, sitzenden Holzengel.

 

 



Rollende Ostereier im Schnee? Am Mittwoch haben wir es mit 10 Kindern versucht, nur kurz, denn es war sehr kalt und das bisschen Schnee und Graupel auf der Wiese hielt die Eier eher vom Rollen ab. Davor feierten wir Morgenkreis, versorgten die Tiere und molken Froni‘s Milch. Angesichts von 2 Grad

Außentemperatur und immer neuen Graupel- und Schneeschauern vesperten wir gerne in der Villa. Als die nicht wirklich kullernden Ostereier wieder in der Schachtel waren, spazierten wir im sich gleichmäßig abwechselnden Aprilwetter: Graupel, Wind, Schnee und Sonne, zum Schwenkenhof und wieder zurück. Zum ersten Mal durften wir die kleine Emmi an der

Emmi an der Leine mitnehmen; da gab es stolze Hundeführerinnen im Wechsel! In der Villa sangen wir vom  „Kuckuck“ und von  „Allen Vögeln“. Mit den fünf Männlein  „gingen“ wir in den Wald, um dort den Osterhasen zu fangen. Später musste ein blindes Huhn genau hinhören, aus welcher Richtung der Fuchs angeschlichen kam, um ein Ei zu stehlen. Dann lagen verschieden Ostergegenstände auf dem Boden, jeweils drei verschwanden und alle versuchten zu erraten, welche. Zum Schluss sollten Gegenstände unter einem Tuch gefühlt und erraten werden. So kamen wir doch noch zu ein paar netten nachösterlichen Spielen. Aber dann wollten alle lieber wieder raus ins Aprilwetter.

 



Ostereier-Wettlauf bei 6 Grad? Am Donnerstag haben 9 Kinder versucht, zuerst das bunte Ei mit dem Löffel in der Hand zu transportieren, dann mit dem Löffel im Mund und als Steigerung: Mit dem Löffel im Mund und rückwärts gehend. Zuvor feierten wir Morgenkreis in der mollig waren Villa (draußen waren‘s 3 Grad und alles gefroren). Zum Melken gingen Theresa Herzog, Justus und unser Ferienkind Dinah mit. Fröhlich molk Theresa gute 200 ml und voller Stolz kam bei Dinah’s ersten Versuchen tatsächlich auch gleich die „schöne warme Milch“! Heidrun versorgte mit den anderen Kindern die Hühner und Enten. Angesichts der Außentemperatur vesperten wir gerne in der Villa. Danach marschierten wir mit 5 Kinder- und 2 Erwachsenen- schaufeln zur Scheune, um dort eine kleine Gartenmauer zu errichten. Zuerst musste die Erde

eingeebnet werden, was nicht so einfach ging, weil viele kleinere und größere Steine zum Vorschein kamen. Zum Glück half Nathanael kräftig mit der Hacke nach, so kräftig, dass sogar Funken flogen. Einige der kleineren Sandsteine schafften die größeren Kinder herbei und zwei große Brocken sogar in Teamarbeit mit Dinah; den Rest übernahm ich. Gegen halb zwölf stand ein ansehnliches Stückchen Mauer vor der Scheunenwand. Da blieb noch Zeit für das Ostereier-Wettlaufen und einige Runden „faul Ei“. Nachdem die ersten Kinder abgeholten worden waren, ergriffen Dinah und Angelina die Initiative und luden alle zum Verstecken spielen ein und später noch zum Räuber und Gendarm spielen. Immerhin bei 3 Grad mehr als morgens und gelegentlichem Sonnenschein.

 



Hühnerbeine kleben bei 23 Grad? Am Freitag haben es 8 Kinder und 12 Senioren zusammen mit 5 Mitarbeitenden im Seniorenzentrum versucht und geschafft: Die Pappmascheehühner hatten nämlich noch keine Beine, Augen, Kamm und Schnabel. Zuvor jedoch vesperten wir in der Oase und spazierten dann im Sonnenschein eine knappe Stunde an der Schiltach entlang. Pünktlich um 10 Uhr erklang unser Morgenkreislied in großer Runde und anschließend „Alle Vögel sind schon da“. Nach den Regeln, der Monatskette und der Lerngeschichte von Heidrun besprachen wir die einzelnen Aufgaben beim Fertigstellen der Hühner. Zuerst wurden die Holzbeine mit etwas Stoff und orangefarbenen Krepppapier umwickelt. Einige Kinder und

Senioren schnitten die Schnäbel, die Kämme und die Lappen aus. Mehrere Senioren entfernten die Luftballons aus den Hühnerkörpern und klebten das übriggebliebene Loch mit einem Papierschnipsel zu. Heidrun und Dinah klebten Schnäbel und Kämme fest. Mit viel Unterstützung und haltenden Kinderhänden konnten wir schließlich die Beine mit Heißkleber an den Körpern befestigen. Puh, das war mühsam, aber zehn vor zwölf konnte Susanne 12 fertige Hühner zum Mitnehmen einpacken. „Jetzt sind es keine Osterhühner mehr, aber schön sind sie trotzdem geworden!“, meinte ein zufriedener Senior. Wir danken Susanne und Ursel für alles Vorbereiten und alle liebevolle Begleitung und Unterstützung!

 



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