Ein Kommen und Gehen prägte den Montag:

Heidrun „geht“ für 3 Tage an ihre Facharbeit; Mia „kommt“ dann lieber nicht; Roland Maier „kommt“ zur Vertretung für Heidrun und Dan „kommt“ dann, wenn ...


 ... Roland „geht“.  Schon zum Morgenkreis hatte es 27 Grad und wir versteckten uns im Schatten der Scheune zum Feiern und Singen. Johanna kam mit ihren beiden Kindern Carla und Marian zu Besuch und alle drei fühlten sich gleich wieder wohl in der schon etwas

bekannten Umgebung und bei den Tieren. Angesichts der bevorstehenden Temperaturen sangen wir gleich noch das Lied vom Kühlschrank, der spazieren ging. Rebecca und Jade gingen mit zum Melken und Froni gab 7 Liter Milch! Unsere Gäste, 7 Kinder, Dan und Roland versorgten das Federvieh, die Schafe und die Kaninchen. Zum Vespern eilten wir förmlich in den Wald an unser Plätzle. Dort saßen wir gemütlich bei angenehmen Temperaturen und nach dem Essen wollte niemand mehr „raus“ in die Sonne. Die Großen zogen in ihre Mooswohnung ein, legten sich gemütlich hin und wollten am liebsten bis zum Abschlusskreis hier liegen bleiben. Dan, Johanna und 5 Kinder erkundeten den

Weg bis zum Baumhaus und der Rest beobachtete, wie sich ein Buchfinkenmännchen sehr nahe an uns heranwagte, weil wir vom MP3-Player „seinen“ Gesang abspielten. Angesichts der Größe der vorgezogenen Feuerbohnen mussten die mit ihren Zeitungstöpfchen trotz der Hitze in die Erde, also: Haselnussstangen im Wald suchen, Spitzen dran machen, Löcher graben, Bohnentöpfchen einsetzen, Erde anfüllen, Setzling festbinden und gut gießen. Bei der Gelegenheit haben mehrere Kinder gleich mal unser ganzes Gartenstückchen gegossen. Und weil es so schön kühlt, das Quellwasser vom Brunnen, gruben sie sich zwei größere „Löcher“ in den Sand und füllten beide voll mit Wasser: „Jetzt können wir wenigstens unsere Füße kühlen“, verkündeten Emma und Mathilda glücklich. Zu weiteren Aktionen kamen wir nicht mehr, es war einfach viel zu heiß; so heiß, dass man auf dem geteerten Weg nicht einmal mehr barfuß gehen konnte.

 




Zum Morgenkreis am Dienstag saßen wir auf der kleinen Holzbühne am Kinzigufer in Schil- tach. Spontan und angesichts der angekündig- ten 35 Grad hatten wir am Montag beschlossen, zum Spiel- und Grill- und Badeplatz an der Kinzig zu fahren. Leider blieb die Sonne bis kurz vor 11 Uhr hinter vielen Wolken versteckt und von 35 Grad konnte auch keine Rede sein. Aber die größeren Kinder ließ das kalt: Sie stiegen mutig ins kühle Nass und entdeckten: „Wenn man eine Weile drin ist, ist es gar nicht mehr so kalt!“ Sie wateten flussauf- und abwärts, fanden interessante Steine, Minikrebse und eine 30 cm lange Forelle. Wie von alleine bildeten sich noch zwei Grüppchen: Die Jüngsten Drei scharten sich mit Heidrun längere Zeit um die beiden Schaukeln und die „Mittleren“ bauten am Ufer der Kinzig und im Wasserbecken mit Sand und Steinen kleine Kunstwerke und einen Staudamm, und ließen sich immer wieder von Dan helfen und beraten.

Theresa wollte unbedingt Feuer machen. Wir zogen also in den Wald und suchten Reißig und ein paar trockene Äste. Mit dem Feuerstahl versuchten sich Jade und Theresa; bei Dan fing das Taschentuch dann endlich Feuer. Nach einer Weile konnten Apfel- und Brezelstücke gegrillt, bzw. zumindest angewärmt werden. Mit viel Phantasie kreierten die Vorschüler ein Bauernhof-Frühstück mit ihren restlichen Vespersachen und Wiesenkräutern. Nochmals auf große Flusstour wagten sich Jule, Jade, David und Rebecca: Erst quer durch den Fluss zum anderen Ufer und dann weit flussabwärts bis zu den großen Felsbrocken. Mit viel Wagemut trauten sich alle Vier sogar auf diese gischtumspülten Brocken zu klettern  -  und sie „glänzten“ vor Begeisterung und Stolz. Nach 12 Uhr mussten wir leider schon wieder aufbrechen. Und es gab nur eine Frage: „Kommen wir morgen gleich wieder?“

 



Nein, wir blieben am Mittwoch am und ums Haus, denn wettermäßig begann der Morgen recht durchwachsen. Wir feierten den Morgenkreis auf den Bänken vor der Villa und endlich gab es wieder eine Lerngeschichte von Heidrun, nachdem sie am Montag ihre Facharbeit in Stuttgart abgegeben hatte. Sie erzählte, wie Emma am Dienstag sehr mutig alles ausprobiert hat, um auf einem Schotterweg barfuß gehen zu können: Rennen, war schließlich die Lösung. Theresa und David halfen beim Melken, wir bekamen über 7 Liter Milch von Froni. Die restlichen Kinder, Heidrun und Dan fütterten die Hühner und die Schafe und verschoben den Außenkäfig der Kaninchen. Als Froni auf der Weide und die

Milch gefiltert war, vesperten wir vor der Villa. Dann haben Dan und ich mit den Größeren am neuen Kaninchenkäfig weiter gebaut: aus aufgesägten Brettern konstruierten wir das Holzrahmengestell und Heidrun suchte mit den Kleineren nach Steinen für die letzten Löcher in der Mauer.  Während unsere Jüngsten dann im Sand mit viel Wasser spielten, brauchten wir BauarbeiterInnen bis kurz vor 12 Uhr. Den Abschlusskreis feierten wir im Wald mit Albatros, Märchen und zwei Liedern. Ins Wetterblatt schrieben die Vorschüler morgens 18 und mittags 28 Grad bei Wolken und Sonne. Die Eierschachteln luden wieder zum spielerischen Rechnen ein und Theresa anschließend zum Musizieren ins Nebenzimmer.

 



Wir blieben schon wieder am und ums Haus, am Donnerstag. Der begann wettermäßig mittelmäßig und hatte diesen abwechslungsreichen Charakter: Die Sonne knallt, bis die Wolken kommen, dann wird es kühl, aber nur, bis die Sonne wieder brennt … Wohl dem, der das hautnah miterleben kann! Nach dem Morgenkreis planten wir, Erde für das Kaninchengehege zu holen. Froni wurde von Anna, Rebecca und mir gemolken. Alle anderen Kinder kümmerten sich mit Heidrun und Dan um die „anderen“ Tiere. Nach dem Vespern vor der Villa zogen wir mit Leiterwagen, dem Kettcar und unseren Kinderschaufeln in den Wald, um Erde für das Kainchengehege zu holen. Immer eine Herausforderung ist das Fahren des Kettcars, besonders wenn der Anhänger voll

gefüllt ist und es gut bergab geht, da müssen drei Kinder und ein Erwachsener beim Bremsen helfen. Das Schaufeln will natürlich auch gelernt sein. Zweimal fuhren die Kinder die Strecke und dann reichte die Erde für den Gehegeboden. Weil sich die Erde auf dem Balken des Geheges zwischen dem Maschendraht nicht mit dem Handfeger entfernen ließ, empfahl ich David den Kompressor. Da tat sich ein kleines neues Kapitel für ihn auf: „Der bläst ja alles weg“, stellte er mit Pistole und Begeisterung fest und säuberte das Holz und die Mauer gleich auch. Dan und David schnitten noch das erste Stück Viereckgeflecht für die Gehegetür zu, dann war schon wieder Zeit zum Aufräumen. Auch für die Kinder im „Sand-Wasser-Becken“.

 



Im Seniorenzentrum kamen wir am Freitag mit bunten Salatschüsseln an. Jede Familie hatte eine Spezialität kreiert, damit das kleine Grillfest schön bunt und lecker wird. Ein großes Dankeschön an alle Eltern, von uns und besonders von allen Tagesgästen und den Mitarbeiterinnen! Allen hat es super geschmeckt und alle würden sich gerne mal wieder von Euren Spezialitäten verwöhnen lassen! Nach dem Vespern spazierten wir unsere kleine Morgenrunde an der Schiltach entlang. Um 10 Uhr versammelten sich Jung und Alt unter den Sonnenschirmen im Hof, um den Morgenkreis zu feiern. Die Mitarbeiterinnen hatten die Kreismitte für die Kinder mit Wolldecken gepolstert, da musste man sich ja hinlegen … Anschließend ging‘s um die Wette: Mit dem Wasserstrahl aus Doktor-Spritzen sollten Trinkbecher getroffen werden; später musste man mit dem Wasser in die Becher

treffen und schließlich an den Senioren vorbei bis auf den Rasen. Zum ersten Wassertransport rannten die Kinder mit vollem Mund, später dann mit vollem Mund und vollem Becher eine Rund und füllten das übriggebliebene Nass in Messbechern ab. Beim Dosenwerfen warfen die Tagesgäste eifrig mit. Während die Älteren sich zu Tisch begaben, kegelten die Jüngsten ausführlich, bis die ersten Würste vom Holzkohlegrill schön gegrillt aufgetragen wurden. Die Mitarbeiterinnen kreierten bunte Teller für jeden, mit den herrlichen Salaten, reichten Brötchen und Getränke, so dass alle reichlich und gemütlich speisen konnten. Gegen 12.45 Uhr stand für alle fest: Das war so schön, das müssen wir unbedingt wieder einmal machen! Herzlichen Dank ans Seniorenzentrum und die Mitarbeiterinnen für den gelungenen Vormittag, die liebevolle Bewirtung samt Erdbeer-Nachtisch für die Kinder!   

 



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