Immerhin 9 von 13 Kindern konnten wir am Montag, 12. Juni ...

... willkommen heißen; der Rest ist in Sachen Schulferien unterwegs.


Im Morgenkreis las Heidrun ihre 149.-ste Lerngeschichte vor, für Jade. Wir planten für den Vormittag: Die Tiere versorgen und weil Familie Gutekunst in Urlaub ist, durften wir auch die Fische füttern. Zum Froni melken wollte Theresa Herzog unbedingt mit und Anna. Weil uns die Holunderbüsche überall mit ihren weißen Dolden entgegenleuchteten, wollten wir nachschauen, wie weit die Blüten tatsächlich sind. Und weil wir in diesen Tagen alle Milch von Froni bekommen, musste natürlich Käse gemacht werden. Die Gute gab uns dann gleich mal 8 Liter Milch, während Theresa nebenher erklärte, dass das einzig blöde am Sommer die lästigen Fliegen sind, die die arme Froni und uns so plagen. Nach dem Vespern verschenkte Anna leckere Marmorkuchenstücke, denn sie hatte an Pfingsten Geburtstag. Wir spazierten am Waldrand entlang und konnten an

mehreren Stellen herrlich duftende Holunderblütendolden pflücken. Bald hatten wir zwei große Eimer gefüllt. Dünne Haselnussruten schnitten wir noch für das Klettergerüst der Erbsen. In der angenehm kühlen Villa saßen wir um die Tische und schnibbelten die zarten Blüten von den grünen Stängeln, „und das duftet soo herrlich“, stellten alle gemeinsam fest. Ich suchte mit den vier Großen im Wald noch nach Haselnussstecken und wir waren wieder einmal entsetzt, wie viel Müll die „Müllschweine“ überall in den Wald werfen! Die Holunderblüten wurden mit kaltem Wasser und einem Teller zugedeckt. In unserem Gärtle hat Dan zwei hübsche Kletterhilfen aus den Haselruten gebaut. Die Kinder zog es natürlich zum Spielen mit dem kühlen und immer sprudelnden Quellwasser an den Brunnen und zum Sandkasten.

 




Ihren Daumen legte Heidrun am Dienstag im Morgenkreis auf den Namenszug über ihrer 150.-ste Lerngeschichte und las vor, wie „jemand“ gestern sehr fleißig alles alte Brot aufgeräumt und den Jüngsten liebevoll beim Holunderblütenschneiden geholfen hatte – Theresa Herzog erkannte es gleich: „Ich war’s“. Sie wollte auch wieder unbedingt mit zum Melken gehen und schauen, ob wir wieder 8 Liter Milch bekommen. Justus ging auch mit zur Froni. Die anderen Kinder fütterten die Hühner, Enten und die Fische, brachten den Kaninchen frisches Gras und den beiden Katzen samt Babys etwas Katzenfutter. Zum Vespern ging‘s in den Wald, denn die Hitze unterm freien Himmel war schier unerträglich. Im Kochkessel sollte die Milch für den Käse andicken, aber sie wollte nicht - also werden wir Quark daraus machen und es mit der frisch gemolkener Milch am Mittwoch versuchen. Die „eingelegten“ Holunderblüten aus einem Eimer erhitzen wir unter Zugabe von Zucker und Zitronensäure.

Nach dem Abkühlen wurde mittels Geschirrtuch abgeseiht und Justus und Theresa pressten mit aller Kraft die letzten kostbaren Tropfen aus der noch warmen Blütenmasse. Nächster Schritt: nochmals aufkochen und dann in Flaschen abfüllen; Theresa half beim Einfüllen -  bis ganz knapp an den Flaschenrand, weil der Sirup beim Abkühlen ganz schön „zusammenschrumpft“. Justus und Jule lieferten die Flaschen und die Deckel, während Dan die  „glühend heißen“ Objekte mit Hilfe eines feuchten Spültuches zuschraubte. Immer wieder zählten Jule und Justus, wie viele volle Flaschen schon in der Kiste waren, wie viele noch Platz haben und wie viele sie noch anliefern können - so schön und praktisch kann man rechnen lernen. Immerhin 24 Fläschchen (0,3 l) konnten gefüllt werden. Nochmals einen Eimer Holunderblüten pflückten und schnibbelten alle Kinder und dann hieß es, unser Gärtle gießen. Danach blieben alle wieder am Brunnen und im Sand.

 



Mit zwei Erzieherinnen (Michaela und Julia), die uns gerne besuchen wollten, mit einer Familie samt ihrem zweieinhalbjährigen Sohn (Lorenz) und neun Kindern feierten wir am Mittwoch den Morgenkreis draußen vor der Villa. Heidrun las ihre Lerngeschichte für Delaja vor, wie sie gestern der Mila beim Schaukeln half. Wir planten, wer die Tiere versorgt und wer zum Melken geht und dass es dann heute hoffentlich mit dem Käsemachen klappt. Nach dem Vespern halfen mir die Großen beim Käsen und beim Zubereiten der zweiten „Ladung“ Holunderblütensirup. Draußen beim Sand und am Brunnen bauten die Kinder eine Wasserleitung vom Brunnen bis zum Sand hinüber, um möglichst viel Wasser in ihren See zu bekommen. Ganz Mutige nutzten das kleine Brunnenbecken als Badewanne. Und ganz fleißige Sucherinnen fanden überall leckere

Walderdbeerchen. Die Großen führten dieGäste dann schon mal zu den Katzenbabys oder zeigten ihnen die Fotos im Kindergarten-Ordner. Mit einer bewundernswerten Selbstverständlichkeit halfen Michaela und Julia, wo gerade „Not am Kind“ war: Die Käsemasse ins Tuch füllen, den Holundersirup in Flaschen füllen oder Etiketten auf die Sirupflaschen kleben. Vielen Dank für Euren netten Besuch! Sichtlich wohl fühlte sich auch unser jüngster Gast Lorenz, samt seinen Eltern; wir freuen uns auf Euren nächsten Besuch. Zum guten Schluss in der Küche hatten wir eine herrliche Käsekugel im Tuch, die war fast zu groß für die Kadova-Pressform. Und weil noch etwas Zeit übrig blieb, reichte es, 50 Gläser Holunderblütengelee einzukochen. Da zeigte die Uhr aber dann schon 13.05 Uhr.

 




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Kommentare: 1
  • #1

    Angie Schyle-Schaar (Samstag, 17 Juni 2017 10:01)

    Es ist einfach wunderschön, was die Kinder alles lernen. Ich freue mich riesig für Delaja und die vielen anderen Kinder.
    Oma von Delaja