Ein Piepmatz im Eimer? Am Montag fanden ...

... die Kinder beim Hühnerfüttern ein graues ...


... Vogelbaby, das schon Ansätze von ersten Federchen trug. Bevor es von einem Tier gefressen wird, wollten die Kinder es lieber retten und trugen‘s in die Villa. Rebecca kannte sich aus: „Wir hatten auch schon ein Vogelbaby zuhause. Am wichtigsten ist, dass es nicht friert.“ Mit Justus und Jule besorgte sie einen kleinen Eimer, um darin ein Nest aus Heu zu bauen. Jetzt stellte sich die Frage, was kleine Vögel wohl fressen können. Also fingen sie Fliegen und tatsächlich fraß der Piepmatz welche. Wir spazierten mit einer Mutter und ihren beiden Kindern zum Hexenhäusle, fanden ein paar Erdbeerchen und zwei weitere Blumen für’s Blumenbüchlein der Vorschüler, den Hornklee und den Waldstorchschnabel. Zurück

an der Villa machten sich die Großen gleich an ihre letzte Woche bei Heidrun's Lehrprobe gepressten Objekte, holten sie vorsichtig aus der Presse, klebten sie auf Karten und schrieben die Bezeichnungen dazu - übrigens von Heidrun's Schriftzug Buchstabe um Buchstabe abgeschrieben. Die beiden neuen Pflanzen legten sie wieder in die Presse und dann feierten wir Abschlusskreis. Zwischendrin versuchte vor allem unser „neuer junger Mann“ ein paar Fliegen im Zimmer mit der Fliegenklatsche zu erwischen, damit der Piepmatz wieder etwas zu futtern hatte; mit vereinten Kräften kam das Vogelbaby zu drei weiteren Fliegen und ein paar Tröpfchen Wasser. Heidrun hat ihn bis zum nächsten Tag mit nach Hause genommen.

 




Dem Piepmatz ging‘s am Dienstag früh richtig gut; Heidrun und Dan konnten ihm eine Fliege und ein Mehlwürmchen füttern. Im Morgenkreis las Heidrun ihre 161.-ste Lerngeschichte vor, heute für Rebecca, aus gegebenem Anlass. Die Kinder wollten gerne auf die Burg und noch kurz zum Baumhaus. Also wanderten wir nach dem Füttern und Melken hinauf zur Ruine. Nach einem gemütlichen Vesper bildeten sich wie selbstverständlich Interessengrüppchen: Ein Haus mit den Steinen der Burg bauen, Walderdbeerchen suchen, Erdrutschbahnen suchen und ausprobieren, eine Fichte als Kletterbaum entdecken u. v. m. Der 30 Meter tiefe Brunnen war besonders spannend für unsere beiden „Neuen“, Emma und Hannes und sie riefen dann auch mehrfach in die Tiefe, nach dem Froschkönig, der aber nicht antwortete,

worauf Hannes beschloss: „Der ist bestimmt ohrentaub“. Auf dem Rückweg reichte es nur zu einer kurzen Besichtigung des Gutekunst’schen Baumhauses, aber wir kommen bestimmt wieder. Leder ist der Piepmatz in der Zwischenzeit verstorben. Den Abschlusskreis feierten wir bei angenehmen 22 Grad vor der Villa; Dan las die Fortsetzung vom „Frieder und seinem Katherlieschen“, während Heidrun sich noch um unsere Jüngsten kümmerte. „Endlich mal wieder das Wetterblatt machen!“ betonten die Vorschüler zurecht, denn im Juni ging das mit lauter Ferien und Praxisbesuch irgendwie unter. Es bleib auch noch Zeit für eine kleine Runde mit den Holzeiern: Wir überlegten, wie die Hälfte von 3 und von 7 Eiern  „gestaltet“ und gemalt werden könnte. Und zum Bügeln stand ein Wäschekorb voller Geschirrtücher bereit  -  sowas lernen wir nebenher.

 



Am Mittwoch konnten wir den Morgenkreis noch draußen feiern. Weil Froni bei den anderen Kühen war, fiel das Melken aus. Also fütterten wir gemeinsam die Hühner und die Enten; weil Heidrun krank war, kam Roland Maier zur Vertretung und der kennt sich ja bestens aus. Den Kaninchen pflückten wir Klee und Roland versorgte sie mit frischem Wasser. Zum Bächle unterm Schwenkenhof wanderten wir dann und entdeckten im Wald gleich mehrere Kaisermäntel, die überall umher- flatterten. An unserer Lieblingsstelle vesperten alle und nach und nach wagten sich die meisten ins recht kühle Nass. Heute entdeckten Rebecca, Anna und David das Sand-Lehm- gemisch am Bachrand und formten wunder-

schöne Kugeln, die wie große Schokopralinen aussahen. Wer nicht im Bächlein Fuß fassen wollte, stieg steil bergauf oder erkundete mit Dan die Umgebung; Delaja hatte ihre alte Liebe (Roland Maier) wiederentdeckt. Auf dem Rückweg begegneten wir wieder den schnellen Kaisermänteln und spürten dann draußen vor dem Wald, wie heiß es geworden ist. Deshalb eilten auch alle schnell in die angenehm kühle Villa. Die Vorschüler nahmen sich ihre 3 Blumenkärtchen vor, um sie mit Folie zu überziehen. Dan bügelte die restlichen Handtücher, während Roland mal eben 20 Folien für die gepressten Blüten zurechtschnitt. Inzwischen schaffen die Großen das möglichst luftfreie Bekleben der Kärtchen fast alleine.

 



Am Donnerstag starteten wir um halb neun mit 8 Kindern in Familie Gutekunst’s VW-Bus, 3 Kindern und Dan in Marion’s Auto und 4 Kindern bei Roland Maier im Auto Richtung Reinerzau. Man nennt ihn einen Geheimtipp, den Silbersee, auf den nicht einmal ein Hinweis- schild aufmerksam macht. So trafen wir ihn dann auch an: Sehr idyllisch in einer von Wald umsäumten Schlucht gelegen, mit kleinem Wasserfall, angenehm warmen Wasser, Gold- fischen und nur zwei Badegästen. Die Sonne stand noch hinter den Tannen und wir vesper- ten im Schatten. Die ersten wagten sich recht schnell ans flache und sandige Ufer, zumindest, um mal das Wasser zu testen und damit herum- zuspritzen. Als die Kinder mich schwimmen sahen, Roland Maier als zertifizierter Rettungsschwimmer hielt derweil Wache,

wagten sich einige Kinder auch weiter ins Wasser, z.B. Jade mit Schwimmflügeln und Rebecca mit Taucherbrille. Mit drei Spritzpistolen hatten vor allem Justus, Jule, Mila und Theresa ihr Vergnügen. Und als die Sonne dann überm See stand, gab es noch einen Grund, das Wasser zu genießen. Wir konnten viele Goldfische beobachten und einen Fisch- reiher. Nach 11 Uhr kamen einzelne Badegäste und wir begannen mit dem Umziehen und Ein- packen. Auf dem Parkplatz spürten wir erst wirklich, wie heiß es inzwischen geworden ist: Unerträglich! Da wollten viele lieber wieder zurück zum See. Am Kindergarten flüchteten alle gleich in die Villa und wir trällerten mehr- fach unseren Lieblingshit vom Kühlschrank, der spazieren ging, passend zu 35 Grad im Schatten, so trugen es die Vorschüler in die Wetterblätter ein.

 

 



Schlangenalarm am Freitag! Mit 14 Kindern und mittels der Fahrdienste von Marion, Annette und Thomas zogen wir kurz vor 9 Uhr gut gelaunt ins Seniorenzentrum ein. Wie immer empfingen uns die ersten Tagesgäste sehr herzlich und strahlend in der Oase. Nach dem alle Kinder gevespert hatten, spazierten wir über die Wiese zum Flüsschen Schiltach. Leider konnte das Ufer vor lauter Bewuchs nicht wirklich betreten werden, aber an einer Stelle standen wir doch direkt am Wasser und entdeckten eine gut 50 cm lange Ringelnatter, die sich gemütlich durch ein Gewerk aus Ästen schlängelte; fast wäre sie aus dem Wasser „gestiegen“, aber da muss sie uns bemerkt haben und verschwand schnell wieder im Fluss. Den Morgenkreis feierten wir mit 12 Senioren, Ursel und Susanne draußen, im Schatten des Wohngebäudes. Beim ersten Spiel tauchten die Kinder mit dem Kopf in eine kleine Wanne, um einen schwimmenden Apfel zu erwischen und anzuknabbern; wer den Trick raushatte, begann tatsächlich, den Apfel Stück um Stück abzunagen „wie eine Biber“.  Zur Freude aller

bauten Ursel und Susanne die 10-Blechdosen-Pyramide auf und ließen sie von den geballten Spritzenladungen der Kinder wieder und wieder vom Tisch spritzen; wenn der eine oder andere Tagesgast dann mal ein paar Spritzer abbekam, fanden das alle umso lustiger, zumal es temperaturmäßig wieder sehr heiß geworden ist. Die Krönung kam mit dem Wasser-Balancier-Parcours der beiden Mitarbeiter- innen: Einen Becher mit Wasser in der Hand, einen Tennisring auf dem Kopf und damit über Gummiteller steigen, Slalom zwischen Holzkegeln gehen, durch ein Planschbecken waten und schließlich auf einen Hocker steigen und das übrige Wasser in einen Eimer kippen; die meisten Kinder haben es mehrfach und mit großer Begeisterung versucht und geschafft. Theresa Herzog erfand das Becherbalancieren auf dem Kopf und ging viele stolze Runden über den Platz, was natürlich andere animierte, es auch zu versuchen. So ging ein bunter, feucht-kühler und fröhlicher Vormittag zu Ende. Wir danken unserem treuen Team Susanne und Ursel und kommen gerne wieder.

 



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