Mit 61 Dreadlocks, sehr fröhlich und offen für ...

...alle Kinder und viel Neues, so begann Nora, ...


... angehende Erzieherin ihren ersten Praktikumstag am Montag, 10. Juli bei uns. Wir feierten mit 12 Kindern den Morgenkreis vor der Villa, anfangs von einzelnen Wassertropfen aus den noch regennassen Weinreben begleitet, gegen später von feinem Nieselregen. Wir beschlossen dennoch, eine kleine Waldrunde zu unternehmen, denn es hatte am Wochenende viel geregnet, sodass es vielleicht die ersten Pilze geben könnte. Frau Hübner-Gebert traf pünktlich ein, um die Einschulungsuntersuchung mit Jule durchzuführen. Mit ihrer freundlichen Art und Dank Noras Unterstützung könnte sie alles „abfragen“, was zur ESU 1 gehört. Nach dem David und Theresa beim Melken geholfen und das Federvieh sein Futter bekommen hatte, führten wir Froni auf die Weide; da fiel es Mathilda ein, dass sie doch schon immer mal auf der Froni sitzen wollte, also jetzt. Und Froni machte natürlich geduldig wie immer alles mit.

Das beeindruckte die Zuschauer und so kam‘s, dass weitere 5 Kinder auf unserer Lieblingskuh kurz Platz nahmen, frei nach dem Motto: „Schon mal auf einer echten Kuh gesessen?“ Auf dem Rückweg von der Weide nahmen wir Gras für die Kaninchen mit und versetzten deren Käfig. Die Milch versorgen, das Melkgeschirr spülen und die Schafe füttern und dann ging’s talwärts in den Wald. Einen einzigen Maronenröhrling entdeckten wir, mehr aber nicht. Ein wenig Johanniskraut konnten wir noch pflücken. Kurz vor 12 Uhr zupften wir die gelben Blüten und feierten dann den Abschlusskreis mit dem Märchen vom Brüderchen und Schwesterchen, wo die Großen aufhorchten, als Schwesterchen seinem zum Rehlein verwandelten Brüderchen eine Leine aus Binsengras flocht - das kam ihnen doch sehr bekannt vor.

 




Karin kam am Dienstag zu Besuch aus Dunningen und etwas später Jan mit Mama aus Alpirsbach. Karin interessiert sich für die ausgeschriebene Teilzeitstelle und Jan wird unser nächstes „neues“ Kind in der Gruppe. Am Ende des Morgenkreises beschlossen wir, am Haus zu bleiben, denn ich hatte am Montag jede Menge Johanniskraut gefunden und unsere Ringelblumen leuchteten förmlich, um gepflückt und ebenfalls gezupft zu werden. Jade und Rebecca halfen beim Melken, Karin schaute sich das genau an, incl. einer Probe in echt. Zwischen Hühner- und Schafefüttern gab’s „Bienenstich“ in echt, aber das gehört eben auch zum Bauernhof und mit Apis-Globuli und kühlen kriegen wir sowas gut hin. Nach dem Vespern zupften alle eifrig die Johanniskraut- blüten von den Stängeln. Die wurden in Gläser gefüllt und mit Bio-Olivenöl übergossen.

Nora freute sich über die Idee, dass die

Kinder ihre „Zöpfe“  (treadlocks) zählen würden  -  war nur die Frage, wie? Die Lösung: Immer ein Kind zählt 10 Zöpfchen in seine Hände; so kam’s heraus: 61 treadlocks gehören zu Nora.  Weil alle so fleißig beim Blütenzupfen geholfen hatten, blieb noch eine Stunde für die Ponys. „Wir sind ja schon ewig nicht mehr geritten!“ freuten sich die meisten Kinder und gingen gerne mit, die Drei von der Weide zu holen. Striegeln, satteln und dann konnten die ersten PferdefreundInnen das Glück auf den Rücken der Pferde spüren. Kurz vor 12 Uhr saßen wir auf dem feuchten Waldboden, umnebelt vom Duft der Stinkmorcheln und feierten Abschlusskreis. Über das Reiten freuten sich die meisten während der Erzählrunde mit dem Albatros und über das Blütenzupfen; und Karin über einen erlebnisreichen und erholsamen Vormittag.

 

 

 



Um halb neun am Mittwoch war niemand mehr an der Villa, denn Tabea Joos hatte zum Beerenpflücken geladen. Also feierten wir den Morgenkreis auf der Joos’schen Terasse in Aischfeld. Ganz schön heftig fegte uns der Wind entgegen. Nach dem Vespern legte er noch etwas mehr zu und alle schlüpften in ihre oder ausgeliehene Jacken. Jostabeeren und schwarze Träuble hingen in großen Mengen an den Büschen im Garten. Mit etwas „Anlauf- schwierigkeiten“ haben dann doch alle (nach Kräften) beim Pflücken mitgeholfen. Stolz präsentierten die Großen ihre selbstgefüllte große Schüssel voller Beeren. Auf der 

Terrasse sortierten wir die ganze Ernte durch, entfernten Stiele und unreife Früchte, bis schließlich geschätzte 5 kg Beeren ins Auto verladen werden konnten. Zur weiteren Verarbeitung fuhr ich mit vier Kindern zu mir. Dort kochten die Beeren unter fleißigem Rühren der Mädels in zwei Töpfen bis kurz vor 12 Uhr. Die andern Kinder genossen derweil das Trampolin und die Schaukeln im Garten von Mathilda und fütterten die Schafe. Danke an Tabea für’s Vorbereiten und Begleiten und an alle  „fahrbereiten“  und flexiblen Eltern, ohne die solche  „Touren“  nicht möglich wären.

 



Am Donnerstag bekamen wir schon vor dem Morgenkreis Besuch aus Römlinsdorf, Mutter mit Tochter (gute 2 Jahre alt)! Irgendwie spricht sich’s herum mit dem Bauernhofkindergarten, in diesem Fall über die Krabbelgruppe. Wir freuen uns sehr, denn es stehen noch mehr interessierte Eltern auf der „Liste“, bis Mai 2018 könnten es 20 Kinder werden. Für den Tagesplan legten wir fest: Melken, Hühner, Schafe und Kaninchen füttern, Marmelade kochen, gepresste Blumen einkleben und neue suchen, und wenn die Zeit reicht, Brennholz im Wald machen. Die Zeit hat gereicht: Nach den Tieren und dem gemeinsamen Vespern rührten Jule und Theresa Schaupp in zwei Töpfen je 2 kg „JoJostabeeren-Mus“ bis zum Kochen und halfen beim Abfüllen und Töpfe leerschlecken. Die Vorschüler holten den trockenen Hornklee und die Waldstorchschnäbel aus der Presse und klebten sie auf Karten, während die Jüngsten ganz

selbstverständlich und selbstständig 3 von unseren 5 Puzzel’s  puzzelten. Wir bekamen rote Johannisbeeren von Familie Sonnberger geschenkt; danke schön! Die zupften die Großen von den Stielchen. Um 11 Uhr kam Nele aus Freiburg zu Besuch. Sie interessiert sich für die dritte Stelle und hat gleich kräftig mitgeschafft, als sich alle im Wald um die Weißtannenäste kümmerten, die uns Karlheinz Wolber vom Schwenkenhof freundlicherweise geschenkt hat  -  vielen Dank dafür! Mit mehreren Beilen, einer Motorsäge und vielen fleißigen Händen ging das recht flott und alle, wirklich alle halfen dermaßen eifrig mit, dass wir bis 5 nach 12 Uhr einen richtig großen Haufen Brennholz an der Straße liegen hatten, klar: „Damit wir im Winter das Haus heizen können“. Zum Abschlusskreis saßen wir im Wald, hörten z.B., dass sich viele über das Holzmachen gefreut haben und den Anfang von Rotkäppchen. Von der Schlange und vom Frosch sangen wir abschießend. 

 



Eine Überraschung nach der anderen gab es am Freitag im Seniorenzentrum: Nach dem 10 Uhr-Morgenkreis sollten die Kinder mittels 75 cm langer Trinkhalme mehrere Tischtennisbälle vom Tisch pusten. Das ging einfach. Als nächstes sollten Jung und Alt die Tischtennis-bälle und einige Luftballons auf dem Fußboden einander zupusten. Das wurde zunehmend lustiger. Wir versuchten, Luftballons durch ansaugen auf einem Schlauchstück zu transportieren - schwierig. Aber Vanille- und Schockoeis aus der Waffel schlecken, das ging bei allen ganz wunderbar! Vielen Dank ans Seniorenzentrum für die Einladung! Die Krönung kam danach: Jede Menge Luftballons und Fliegenklatschen für fast alle.

Da flogen und fetzten die bunten Luftbälle kreuz und quer und selbst die etwas ruhigeren Senioren ließen nicht locker, immer wieder einen Ballon zu erwischen und manchen Treffer zu landen. Dieses lustig-muntere Treiben dauerte gut 15 Minuten und dann mussten wir schon wieder aufräumen und die Senioren zum Mittagessen verabschieden. Wir danken Susanne und Ursel für den gelungenen und fröhlichen Spielemorgen und kommen gerne wieder. In der Villa hatten wir noch Johannisbeeren von Marion Gajen zu entstielen   -  besten Dank dafür! Und frische Johanniskrautblüten zupften die Kinder mit Heidrun und Nora an unseren Sträußen vor der Villa.

 



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