Kröten im Eimer. Und Frösche dazu!

... Die Rettungsaktion lief profimäßig: ...


Am Montag, 24. 7. stieg mittels Strickleiter allen voran Justus in die Tiefe, gefolgt von Rebecca und Jade und später Anna. Ziel waren 3 Kröten und zwei Grasfrösche, die sich aus der etwa 2 Meter tiefen Grube nicht selbst befreien konnten. Ein Eimer wurde in die Grube gelassen und die Lurche vorsichtig hineingesetzt. Die 3 Retter stiegen nach oben und hoben die wertvolle Fracht ans Licht. Nach ein paar „Kuscheleinheiten“ und genauem Betrachten von Augen, Mund und Beinen entließen die Naturschützer ihre Freunde ins feuchte Gras und schauten zu, wie eins nach dem andern gerne das Weite suchte. Den Morgenkreis feierten wir in der Villa, denn es hatte draußen 13 Grad und regnete. Klar gehen wir dennoch zu den Tieren! Mit Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken kein Problem und alle wissen, sowohl die Froni wartet darauf, gemolken zu

werden als auch das Federvieh auf’s Futter. Jade und Anna halfen gerne beim Melken und stellten fest, dass sie ja bald nicht mehr melken können, weil sie in die Schule kommen. Zum Vespern blieben wir in der Villa und dann, wie bestellt, hörte es zu regnen auf. Zum Baumhaus wollten alle Kinder und so kamen wir gegen 10 Uhr an die Grube neben demselben. Als die Kröten und Frösche gerettet waren, rettete Anna noch einige schwarze "gemeine Mist-käfer". Im und ums Baumhaus hatten alle etwas zu tun gefunden: Hier wohnen und kochen, nebenan schaukeln, rutschen oder klettern. Zum Abschlusskreis nahm Heidrun die ganze Gruppe alleine mit in die Villa. Eine kleine Sensation konnte sie auch noch verzeichnen: Eins unserer Jüngsten erzählte zum ersten Mal mit dem Albatros-Erzählvogel auf der Fingerspitze, was ihr gefallen hatte; Glückwunsch!

 

 

 




Um 5.30 Uhr sind Inge und Uli Pabst zusammen mit Elke Kleider in 97232 Giebelstadt am Dienstag losgefahren, um mit uns den Morgen- kreis zu feiern (8.30 Uhr) und überhaupt, den Bauernhofkindergarten kennen zu lernen. Wer macht denn sowas? Mutige Menschen, die die Idee des Bauernhofkinder-gartens nicht mehr losgelassen hat und die nun kurz vor der Eröffnung ihres eigenen Traumkindergartens stehen, allerdings wie leider überall auch vor einem Riesenberg voller Anträge, Genehmi-gungen, Behörden- und Ämterhürden uvm. Ich wünsche Euch von Herzen die nötige Kraft, einen langen Atem und Menschen, die Euren Weg gerne mitgehen und mittragen. Die Kinder werden es Euch (später) einmal danken! Unter www.pabst-hof.de findet man spannende Details! Und die Elke Kleider wird die Leitung übernehmen! Wir bleiben in gutem Kontakt! Kurz vor 9 Uhr hatten die Drei aus Bayern ihre

Ankunft bei uns geschafft. Wir feierten den Morgenkreis und danach gab es natürlich Vieles zu beobachten, zu sehen, zu fragen, zu fotogra-fieren und aufzunehmen. Die Kinder „helfen“ den Erwachsenen dabei ja mit Herzblut und einer Überzeugung, wie es keiner besser könnte; ob beim Melken, bei den Hühnern, unterwegs im Wald, auf der Burg oder im Abschlusskreis und beim Singen. Freilich spürten das unsere Gäste und fühlten sich sichtlich wohl bis hin zu manch kurzen Eltern- begegnungen. Das Regenwetter hielt sich einigermaßen zurück, sodass wir zur Burg wandern und dort eine gute Stunde verweilen konnten. Gegen 12 Uhr kehrten wir etwas „gekühlt und feucht“ wieder zurück, zelebrier-ten ein Stückchen vom Abschlusskreis und dann zelebrierten die Kinder freiwillig noch so man-che Kleinkunst-Stücke wie Binsengras flechten, Kordeln drehen, Wachskreidebilder malen und „Turnübungen“.

 

 

 



Noch einen kalten, verregneten und nebelverhangenen Vormittag bescherte uns der Mittwoch. Wir nahmen‘s gelassen, feierten den Morgenkreis in der Villa und beschlossen erst mal nur, die erste große Zucchini in unserem Gärtle zu ernten und einen Kuchen daraus zu machen. Nach dem Melken und dem Hühnerfüttern vesperten wir in der Villa. Dann stiegen Jule und Mathilda ins Gärtle und schnitten die große Zucchini ab. Mehrere Kinder schälten einzelne Stücke und raspelten sie klein. Unter Heidruns Regie wurden 4 Eier aufgeschlagen und 450 gr Zucker auf der mechanischen Küchenwaage abgewogen. Die mit Nora Sonnbergers besonders hübschen Küchenschürzen bekleideten Kinder rührten alles mit dem Rührgerät schaumig. 

Einen viertel Liter Öl abmessen, 450 gr Haselnüsse abwiegen, dazu 450 gr Mehl

samt Backpulver in die Schüssel und zum Schluss die geraspelten Zucchini dazu und wieder rühren. Die Kinder wechselten sich gerne ab und halfen beim Spülen und den Abfall auf den Kompost bringen. Der Rauchmelder ging los, weil beim Öffnen der Backofentür Rauch heraus quoll, aber Dan war schnell an der Batterie des Melders und brachte ihn zum Schweigen. „Schön sieht er aus, der Kuchen“, beurteilten alle mit Blick durchs Backofenfenster; zum Probieren war er aber noch zu heiß. Wir feierten Abschlusskreis auf dem Fußboden der Villa und schmetterten mit Trommelbegleitung unseren Hit vom Kühlschrank, der spazieren ging.

 



Mit 13 Kindern feierten wir am Donnerstag unseren Morgenkreis unterm Scheunendach (weil es regnete) bei Familie Annette und Martin Kopp in Aichhalden. Rebecca hatte alle zu einem Abschiedsfest eingeladen, intern zu einem besonderen, denn für Annette und Martin geht nach 9 Jahren die Kindergartenära zu Ende. Alle kamen gerne, zumal einige schon die spannende Umgebung und das großbäuerliche Zuhause von Rebecca kennen und schätzen gelernt haben. Annette kredenzte ihre hausgemachten Brötchen, Marmeladen, Marmorkuchen und Apfelsaft, da war das eigene Vesper gar nicht mehr interessant. Dann ging‘s (tatsächlich ohne Regen!) zu den 6 Pferde und 2 Eseln. So viele Kinder ließen die „neuen“ Eseljungs erst nach einigem Zögern an sich ran, wogegen die Pferde das sehr gelassen nahmen. Nach dem Bürsten und Satteln zeigten die Kopp‘schen Töchter Sahra, Vanessa und Rebecca, was sie auf Lisbeth so alles beherrschen: ob die Ganzkörperdrehung, das Knien, in der Hocke bis hin zum freihändigen Stehen auf dem Pferderücken, das war noch lange nicht das Ende der Reitkünste: Rückwärts sitzend, bäuchlings und natürlich auf dem Rücken liegend, zu zweit und selbstverständlich zu dritt vollführten die Drei ein Kunststück nach dem andern, auch wenn Mama Annette ab und

an ein paar kleine Anweisungen gab. Selbst überlegt hatten sich die Drei noch eine eigene Variante, die darin gipfelte, dass die Jüngste über den Köpfen von Sarah und Vanessa auf deren Händen getragen wurde. Da blieb manch einem fast die Luft weg, bei so viel Akrobatik auf laufendem Untergrund. Wohl dem, der solch eine Mutter hat! Jetzt waren natürlich die Kindergartenkinder dran und die meisten anim-iert. Sarah führte ein Kind nach dem andern auf Bobby, während Annette eins nach dem andern auf Lisbeth eine Runde reiten ließ. Als unsere Jüngste, Delaja beschloss, aufs große Pferd zu steigen, war auch den letzten Wankelmütigen die Furcht vor dem „Großen“ genommen, schließlich sind fast alle Kinder mehrmals geritten und manch eines versuchte sich in den ersten Kunstübungen auf dem Rücken der so geduldigen und folgsamen Lis-beth. Als Dan auf ihr Platz nahm, staunten alle, denn „Jetzt sieht das große Pferd aber viel klei-ner aus!“.  Die zweite Runde spielte sich im Garten beim Trampolin und den Schaukeln ab. Einfach schön, wenn Kindern so viel Platz und Freiheit geboten wird! Wir danken Familie Kopp sehr herzlich für die offenen Türen und Tore, für die Gastfreund-schaft und alle spannenden Angebote. Wir kommen bestimmt wieder, auch wenn jetzt keine Kopp‘sches Kind mehr bei uns ist.

 

 



Einen Fest-Freitag erlebten wir, denn vormittags feierten wir im Seniorenzentrum den Abschied von den Vorschülern und nachmittags im Kindergarten das beinah zu Ende gegangene Kindergartenjahr. Im Schlossbergsaal versammelten sich 14 Tagesgäste und 11 Kinder mit Susanne, Ursel, Heidrun, Dan und mir. Nach dem Morgenkreis schauten wir uns Fotos aus dem vergangenen Kindergartenjahr an, alle von unseren Besuchen im Seniorenzentrum. Da wurden manch schöne Erinnerungen bei Alt und Jung wieder wach und wir staunten, was wir alles zusammen erlebt hatten. Die Kinder sangen ihren Lieblingshit vom Kühlschrank und dann servierten Ursel und Susanne Eis, Joghurt, Beeren, Kuchen und Sahne. Das war ein Schlecken! Mit dem Schwungtuck kamen Bewegung und „Wind“ ins Spiel: Zuerst sollte ein Ball übers Tuch bewegt werden, dann flog er weit in die Luft und schließlich verschwanden alle Kinder unterm bunten Stoffkreis und ließen sich bei 3 von den Senioren aufdecken. Kurz vor 12 Uhr überreichten Ursel und Susanne an unsere 4

Schulkinder feierlich je eine selbstgestaltete Schultüte mit den besten Wünschen für die kommende Schulzeit.  Nachmittags gegen 15 Uhr kamen 2 Väter und Dan, um das Drahtgeflecht am Hasenkäfig zu befestigen. Als gegen 17 Uhr fast alle Eltern angekommen waren, wurde an zwei Grillstellen das Feuer entfacht. Eine bunte Vielfalt an Salaten brachten die Eltern mit, vielen Dank! Nach Herzenslust grillten Mann und Frau ihre mitgebrachten Spezialitäten, die wir freundlicherweise auf der sonnenbeschienenen Terrasse von Familie Gutekunst genießen konnten; vielen Dank für alles Vorbereiten! Um 19 Uhr sangen die Kinder den Eltern das Lied vom coolen Typ, dem Kühlschrank vor. Anschließend konnten wir die ersten 40 Minuten meines ersten Bauernhofkinder-gartenfilmes anschauen. Schon beeindruckend, was in so einem Kindergartenjahr alles vorkommt … Christa Schaupp dankte Heidrun abschließend im Namen der Eltern für ihre Mitarbeit mit einem handbedruckten Kuschelkissen.

 



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Kommentare: 1
  • #1

    A. Schyle-Schaar (Donnerstag, 03 August 2017 14:06)

    Hallo Herr Siegl,bekomme ich keinen Wochenrückblick mehr. Es macht mir immer sehr viel freude, zu sehen was die Kinderlein so machen. Den letzten bekam icham 14.07.2017
    Ich würde mich feruen weiterhin am Bauernhofkindergarten Leben teil zu nehmen.
    Lieben Dank A. Schyle-Schaar