„Ab in die Werkstatt!“ Gleich zwei Fahrzeuge ...

... verfrachteten wir am Montag, 31. Juli in die „Werkstatt“:


Bei unserem recht alten Holzleiterwagen ist die vordere Achse gebrochen. Hier versuchte Dan, die stark verrosteten Schrauben zu lösen. Und unsere neuste Errungenschaft stammt von Marions Mutter: Ein echter Bollerwagen! Besten Dank dafür! Er hat ein paar Gebrauchsspuren, aber wir restaurieren ihn grundlegend: Holzteile schleifen und streichen, den Rost am Metallgestänge beseitigen und alles frisch streichen. Justus und David übernahmen mit Heidrun die Holzarbeiten und Theresa Herzog gab dem Metallgestänge einen neuen Anstrich. Davor feierten wir Morgenkreis vor der Villa, temperaturmäßig grade noch so zum Aushalten.

Nach dem Melken, Hühner füttern und Kaninchen versorgen vesperten wir am Haus und genossen frische Butterbrezeln und Schokomäuse von Familie Hahn, besten Dank dafür! Eine kurze Waldrunde unternahmen

wir, um nachzusehen, ob es „endlich“ Pilze

gibt. Tatsächlich entdeckten wir einige größere Pfifferlinge und ganz viele kleinen, leider meist mitten auf dem Waldweg. Jetzt hoffen wir,

dass die bis Donnerstag ungestört wachsen können. Um 11 Uhr startete die Reparatur der beiden Wägen, während der Rest der 12 Kinder sich an den Schaukeln und im Sand beschäftigten.

 




Ein bisschen „Tag der offenen Tür“-Feeling hatten wir am Dienstag: Schlussendlich ließen sich 9 Erwachsene, 5 Gäste-Kinder und 13 Bauernhofkindergartenkinder zählen. Schon vor dem Morgenkreis kamen Isabell Kreidler mit Freund Benjamin zum Hospitieren; Isabelle ist als Leiterin dabei, die neue Naturgruppe in Isingen zu gründen, leider wie so oft unter großen Mühen …, Start ist im März 2018. Frau Ziegler aus Rötenberg schaute sich mit ihrer Tochter mal einen ganzen Vormittag lang an, was bei uns „so geht“; Familie Porter aus Haslach schaute sich zuerst den Bauernhofkindergarten an und kam dann zu unserem Badetag an den Kinzigstrand nach Schiltach. Und Jan kam wieder mit seiner Mama zum Schnuppern. Den Morgenkreis feierten wir vor der Villa. Anschließend gingen die Kinder mit Dan zu den Hühnern, David, Theresa, Benjamin und Isabelle kamen mit zum Melken. „Der Benjamin kann melken“, staunten die Beiden. Nachdem Froni auf der Weide und die Milch versorgt war, steigen acht Kinder

bei Dan in den Familienbus (herzlichen Dank fürs Busausleihen und Fahren!) und vier bei mir ins Auto; Jade und Jule warteten am Norma-Parkplatz auf uns. Ein Riesenbagger und Bauzäune belagerten das Vorfeld des Spielplatzes, aber dahinter gab‘s ausreichend Rasenfläche und vor allem den Zugang zur Kinzig und zur kleinen Quelle. Nach dem Vespern wurden zuerst die einzelnen Staubecken um die Quelle herum wieder geflutet. Später spritzen und planschten fast alle am Kinzigufer und die Größeren gingen mit Dan mal so richtig ins tiefe Wasser. Und schaukeln ist natürlich immer ein Thema. Gegen 12 Uhr packten wir unsere sieben Sachen und fuhren zur Villa. Die hauseigene Quelle lockte sogleich an den Brunnen und so konnten wir uns auch hier im Wald schön abkühlen, bei 33 Grad im Schatten. Ich danke allen BesucherInnen für Ihre Geduld und ihr Verständnis. Isabelle wünsche ich auch weiterhin viel Kraft, einen langen Atem, guten Mut und Menschen, die mitgehen!



„Michaela ist klasse“, beschlossen nicht nur David und Mathilda am Mittwoch schon recht bald, nachdem klar war, dass sie zur Vertretung für Heidrun bei uns ist. Dass die zweifache Mutter mit über 15 Jahren Berufserfahrung als Erzieherin in verschiedenen Einrichtungen und mit einem großen Herzen für die Natur natürlich einiges „mitbringt“, zeigte sich bald, ob im Morgenkreis, beim Singen, beim Füttern der Hühner, beim Vespern, beim Eis verteilen, öffnen und irgendwie lutschen, unterwegs bei den Kühen, denen wir Brot gebracht haben, beim Retten von mehreren Kröten und Fröschen, beim Erde schleppen für das

Kaninchengehege, beim Pilzesuchen im Wald, beim Trösten, wenn jemand gestürzt ist oder einfach beim Schaukeln, beim Spielen im Sand oder beim kuscheligen Schwätzchen auf der Sonnenbank. Danke, dass Du Dir die Zeit nimmst, um mit uns unterwegs zu sein! Damit wäre auch in Kürze beschrieben, was uns an diesem Tag so alles beschäftigt hat. Fehlen noch die leider misslungene Käseherstellung (vermutlich wegen der schwül-heißen Temperaturen von über 30 Grad), das Ausschneiden der Etiketten für den Lindenblütentee und das Putzen und Schneiden der kleinen Pfifferlingernte.



Eigentlich wollten wir am Donnerstag nach dem Hühnerfüttern die beiden Wagen fertigmachen, dann im Wald nach Pilzen suchen, dann die Erbsen ernten, dann die 3 Parasolpilze, die Justus mitgebracht hatte, braten und dann nochmals Eis essen. Es kam aber ein bisschen anders: Gleich nach dem Morgenkreis, beim Füttern der Hühner, entdeckten wir ein totes Lamm; was nun? Den Abdecker anrufen; die Telefonnummer besorgen, Rücksprache mit Roland Gutekunst (im Urlaub) halten; das Lamm mit der Schubkarre zur Straße bringen. Als das geschafft war, ging‘s beim Boller- und beim Leiterwagen weiter mit streichen und Querholz verschrauben. Zwischen drin schüttete es kurz, aber wie aus Eimern und damit war entschied-

den: Nasse Pilze kann man nicht ernten. Heidrun, Dan, Theresa und Emma füllten den Lindenblütentee in Papierbeutelchen, wogen auf der mechanischen Briefwaage jeweils 30 gr. ab und verschlossen die Beutel mit einem Clip. Als Emma, Jule und David die Erbsen gepflückt und ausgepult hatten, panierten wir die Parasolpilze. Mangels Weckmehl raspelten einige Kinder trockenes Brot auf der Reibe. David schlug die Eier auf und verrührte sie. Nach dem Panieren hat Justus seine Edelpilze höchst persönlich in der Pfanne gebraten. Genossen haben dann alle diese besondere Spezialität mit Begeisterung! Und weil noch Eis da war, lutsche man den Nachtisch genauso genüsslich. Da war es schon nach 12 Uhr.

 



Neben einem ganz gewöhnlichen Bauernhofkindergarten-Vormittag gab es am letzten Tag des nun vergangenen Kindergartenjahres 2016/17 manch kleine Überraschung: Justus brachte 9 von seinen hauseigenen 11 Parasolpilzen mit „für die Kinder und den Kindergarten“! Von so viel Großzügigkeit sollten wir Erwachsenen uns ein paar Scheiben abschneiden! Ihre 178.-ste und letzte Lerngeschichte las Heidrun im Morgenkreis für Emma Herzog vor. Nach dem Hühnerfüttern präsentierte Dan seinen fertig montierten und wieder fahrtauglichen Leiterwagen und kurz darauf bauten einige Kinder den Bollerwagen von Marions Mutter wieder zusammen und fuhren ihn stolz vor die Villa. Etwa eineinhalb Stunden wanderten wir durch den Wald, leider fiel die Überraschung hier dürftig aus: Ein Parasol und ein kleiner, wurmiger Steinpilz. Als wir nach 11 Uhr kurz vor der Villa die Staig-Straße entlanggingen, kam der „Abdecker“ (LKW der Tierkörperbe-seitigung) und wir schauten natürlich zu, wie das tote Lamm in den Container des LKW

verfrachtet wurde. Große Frage: „Was passiert jetzt mit dem Lamm?“  Stichwort „Tierische Nebenprodukte“. Justus, Emma, David und Dan schnitten die Parasolpilze in Streifen, um sie zu trocknen und dann zu Pilzpulver zu verarbeiten  -  hier ließ sich die Erklärung zur Tierkörper-verwertung ein wenig schließen.  Mit Kaffeelöffeln löffelten einige Kinder die gekochten Erbsen und alle freuten sich über ein kleines Fruchteis. Den letzten Abschlusskreis feierten wir vor der Villa und als die Sonne so richtig heiß brannte, stellten wir uns zum Singen einfach in die Villa. Für Heidrun und Dan hatte ich eine kleine Überraschung: Einen Gutschein über alle Fotos, auf denen sie abgebildet sind, die sende ich ihnen zu und unsere Elternbeirätin, Diana Kohler überreichte im Auftrag der Elternschaft an alle drei Mitarbeitenden eine Riesenschachtel Merci samt Foto und Dankeschönkärtchen; wir haben uns sehr gefreut und danken allen Eltern! Nun sind auch bei uns Ferien, in drei Wochen, am 28. August beginnt das neue Kindergartenjahr.  Ich wünsche allen schöne und erholsame Tage!



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Kommentare: 1
  • #1

    Angie Schyle-Schaar (Dienstag, 08 August 2017 15:14)

    Hallo, es ist immer wieder sehr erfrischend,alles zu lesen und die schönen Bilder anzuschauen.
    Ich wünsche einen erholsamen Urlaub.
    MfG A. Schyle-Schaar