Ganz schön trübe begann der Montag mit ...

... Nebel, Niesel und 6 Grad am frühen Morgen.


Deshalb feierten wir den Morgenkreis lieber in der Villa. Wir beschlossen angesichts der Wetterlage erst nach dem Melken und Füttern zu entscheiden, was wir unternehmen wollen. Theresa Herzog und Emma Glück gingen mit zum Melken. Nach dem Vespern in der Villa wollten wir einen eigentlich kurzen Weg durch den Wald spazieren, blieben aber gleich am Anfang stecken, weil es recht viele Trompetenpfifferling zu ernten gab. Etwa nach einer Stunde stießen wir auf ein kleines Feld von feinen, jungen Bovisten, die die Kinder mit viel Fingerspitzengefühl und ohne Messer ernten konnten. Sie kamen zum Transport

in die zweite Stofftasche, was die Kinder so

erklärten: „Weil die immer alles vollkrümeln mit ihren Stacheln“. Die dritte Stofftasche holte ich aus dem Rucksack, um ein Feld von Schopftintlingen, diesmal mit Messern ernten und mitnehmen zu können. Kurz vor 12 Uhr brauchte es dann die vierte Stofftasche für zwei Hände voll Butterpilze: "Weil die so kleberig sind".   In der Villa halfen fast alle beim Putzen, Schneiden und zum Trocknen auslegen. Die Schopftintlinge haben wir gleich nach dem Putzen klein geschnitten und kurz gekocht; die meisten genossen die frischen Köstlichkeiten: „Sieht bissle aus wie Tintenfisch und schmeckt auch so ähnlich; oder wie Spargel  -  und soo lecker.“




Ganz schön viel Milch hatte Theresa Herzog am Dienstag in ihren neuen Messbecher gemolken, fast 500 ml und Jule übte ein wenig und ohne Scheu vor Froni, während die andern Kinder die Hühner und die Kaninchen versorgten. Ein noch nicht durchsuchtes Waldstück nahmen wir uns vor und marschierten mit Rucksäcken Richtung Schiltach. Wenig erfolgreich blieb die kleine Wanderung in Sachen Pilze, ein paar

Pfifferlingeund einige Trompetenpfifferlinge, das war’s. Dafür konnten die Kinder der Karin und der Julia die falsche Walderdbeere (Indische Scheinerd-beere, Potentilla indica) präsentieren  -  und die schmeckt wirklich nach gar nichts!  Dagegen mundeten die wenigen Himbeeren köstlich. Zurück in der Villa mussten dann auch nur wenige Pilze geputzt werden. Dafür blieb Zeit zum Malen und für die Wetterblätter.



Ganz schön lila leuchtete der lila Lacktrichterling, besonders im Sonnenschein beim Putzen auf der Bank vor der Villa. Bis er und etwa 50 Artgenossen dahin kam, dauerte es am Mittwoch ein paar Stunden: Wir feierten Morgenkreis vor der Villa, Theresa Herzog und Jule gingen mit zum Melken, wo sich Jule wieder in einer Selbstverständlichkeit neben die Kuh Froni setzte und die Handtechnik des Melkens übte - unter großem Lob von Theresa, denn es gab schon einige Milliliter Milch im Messbecher! Karin und Roland Maier gingen mit den Kindern die Hühner füttern und den Kaninchenkäfig verschieben. Dann verteilten wir die zehn Kinder auf drei PKW’s, um zum Zollhaus

zu fahren. Dort im Wald wollten wir nach Pilzen suchen. Zwar leuchtete es schon nach wenigen Metern überall hell und weiß, aber mehr als Boviste überall fanden wir erst mal nicht. Nach dem Vespern drangen wir etwas tiefer und abseits von Wegen in den Wald; aber auch hier nur Boviste. Als wir die kleinen lilafarbigen Pilze entdeckten, sammelten wir auch diese ein. Später versicherten wir uns mittels Pilzbestimmungsbuch, dass die wirklich essbar sind. So kamen sie auf die Bank vor der Villa. Hier haben Mia und Delaja zusammen mit Karin die Boviste fürs Trocknen geputzt und geschnitten und am Ende half Mia's Mutter sogar auch noch.



Ganz schön mutig setzte sich unsere Jüngste am Donnerstag auf Maiky, dem kleinsten der drei Ponys. Wir hatten im Morgenkreis beschlossen, bei solch herrlichem Wetter: Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und über 15 Grad, endlich mal wieder mit den Ponys zu reiten. Zuvor halfen David und Emma beim Melken; David füllte mal eben den neuen Messebecher von Theresa mit Froni‘s Milch und Emma eiferte kräftig ihm nach. Alle andern Kinder halfen beim Hühner füttern und beim Versetzen das Kaninchenkäfigs. Wir vesperten in der Sonne und holten dann die Drei von der oberen Weide. Es wurde nach Kräften gebürstet und alsbald saßen die ersten drei Kinder auf dem „Glück der Erde“. Eine um die andere Runde drehten die kleinen Reiter und Reiterinnen, geführt von Julia, Karin und mir. Gute und glückliche Helferinnen hatten wir in Delaja‘s Oma und „meiner“ Tochter Susanne samt ihrem Sohn

Jakob. Danke für Euren Besuch!      Übrigens ist Susanne aufgefallen, mit welcher Selbstverständ-lichkeit  „unsere“ Kinder den Umgang mit Fremden, bzw. Gästen praktizieren: Ohne weiteres Aufsehen nehmen sie die Gäste, wie sie kommen und sind mit hinein in ihren Alltag, ob die Oma  oder die Tochter oder das 9 Monate alte Baby!   Klasse!     Auch spannend: Nach dem Reiten holte Jule ihren Ordner mit den Lerngeschichten und schaute mit Susanne nach den Lerngeschichten, die dereinst Susanne mal für Jule geschrieben und die Bilder dazu gemalt hatte. In der Villa ließ Karin ihre mitge-brachte Knete auspacken und ausprobieren, während Julia sich mit anderen Kinder in Bilderbücher vertiefte. In unserem Gärtle zeigte Susanne als eingefleischte Campus Galli Mitarbeiterin (http://www.campus-galli.de ), wie die Samen von Mohn, Ringel- und Glockenblume geerntet werden.



Ganz schön lecker schmeckten die von der Leiterin der Tagespflege, Monique Seeholzer und einigen Tagesgästen geschmierten Butterbrote am Freitag im Schlossbergsaal des Seniorenzentrums in Schiltach. Es war nämlich die Butter, die die Kinder und die Senioren vergangenen Freitag von Hand geschüttelt hatten. „Sehr lecker!“ betonten jetzt alle und erinnerten sich gerne an das gemeinsame Schütteln. Mit elf Kindern vesperten wir vor neun Uhr bei den ersten Tagesgästen. Auf der Bank übergab David 550 € Bargeld für das Bauernhofkindergartenkonto. Die stammten von den Einnahmen unseres Verkaufsstandes beim 55-jährigen Jubiläums-Hoffest von Gerhard Wössner's Edelobstbrennerei. Dort hatte zuerst Julia Finkbeiner unsere Produkte verkauft, dann kam Roland Maier mit seinem Bauchladen und spazierte unter den Gästen hin und her, bis er 200 € „verdient“ hatte und schließlich bedienten Marion Gajen und Rolands Tochter

Karin noch den Stand, bis am Ende fast alles verkauft war! Sehr herzlichen Dank an Euch alle!  Mit den Senioren sangen wir das Morgenkreislied und nahmen das spannende Thema vom letzten Besuch nochmals auf: „Wie es früher war.“  Zuerst telefonierte immer ein Kind mit einem Senior mittels Schnur-Dosen-Telefon, dann übten wir das Wäsche waschen mit dem Waschbrett und sangen von den fleißigen Waschfrauen. Mit den Teppichklopfern transportierten die Kinder Luftballons zu den Gästen hin und wieder weg, bis Susanne Kruck die Butterbrote servierte. Ursel Bühler las abschließend eine Geschichte von Jan vor, der sich von seiner Uroma erzählen ließ, wie es früher war, z.B. ohne Fernsehen und mit nur einem Geschenk an Weihnachten, in der guten Stube.  Herzlichen Dank sagen wir an alle Mitarbeiterinnen und Tagesgäste in der Tagespflege Oase für die gemeinsame Zeit! Wir kommen gerne wieder!



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