Ganz schön viel Nebel bedeckte am Montag die Zufahrt ...

... zum Bauernhofkindergarten. Ganz schön viel Arbeit gab es ...


schon vor dem Morgenkreis, denn gut 5 Kilogramm Kornelkirschen hat uns Marion, Manuel, Mia und Mika extra und auswärts gepflückt und geschenkt. Nun galt es noch das restliche Fruchtfleisch von den Kernen mittels Sieb und Gummischaber zu entfernen. Dann feierten wir bei 8 Grad Außentemperatur den Morgenkreis lieber in der Villa und beschlossen, nach dem Melken und Hühner füttern bei den „Blüten“ eines Schubkarrens voller Lampionblumen die Beeren herauszupulen. Es sollte noch Zeit bleiben für eine kleine Waldrunde, um nachzusehen, ob es tatsächlich nochmals neue Pilze gibt. Soweit hat alles geklappt: Nach dem Vespern vor der Villa mitten in der Sonne, halfen alle mit, die Blüten zu öffnen und die

leuchtend orangefarbenen Beerchen zu ernten.

David kreierte nebenbei aus drei geöffneten und

dann ineinandergesteckten Blüten (Kelchblättern) wunderschöne Deko-Blumen. Bald gab es keine versteckten Beeren mehr und wir konnten gegen

11 Uhr noch losziehen in den Wald. Immer wieder fanden wir den lila Lacktirchterling und den

Trompetenpfifferling auch, samt einigen Bovisten

und wenigen Pfifferlingen  -  mehr wurde es allerdings nicht. Den Abschlusskreis genossen wir in der

Sonne vor der Villa und anschließend füllten die Vorschüler ihre Wetterblätter aus wir. Die leckeren Kornelkirschen kochten wir zu Marmelade und füllten sie in 21 Gläser ab.




Ganz schön viele Gäste kamen am Dienstag zu Besuch: Simone mit Kilian aus Heiligenbronn, weil Kilian Anfang 2018 zu uns kommen wird; Manuela mit Hund aus Freiburg (Waldkindergartenleiterin), weil sie großes Interesse an einem „eigenen“ Bauernhofkindergarten hat und Manuela Heffner, die beste Chefin der Welt und Rose Steil, die beste Kollegin der Welt aus Wurmlingen und Hirschau (aus der von Manuela 1997 im eigenen Wohnhaus gegründeten Kita „Ein Ort für Kinder“), weil wir Drei uns mehr als sehr schätzen. Und wieder einmal bewiesen die Kinder mit Bravur, wie unbekümmert und natürlich sie mit Gästen umgehen können! Wenn dann Mittags im Abschlusskreis vier erwachsene Besucher voll des Lobes und der Begeisterung über Kinder, Haus und Hof danke sagen, dass sie hier sein durften, dann geht „einem“ schon das Herz auf. Danke nochmals an alle Gäste aus nah und fern! Gut, dass Ihr gekommen seid und uns bereichert und

ermutigt habt! Wie immer nehmen wir  „fast keine Rücksicht“  auf unsere Gäste, und das sage ich vorher deutlich; wer zu uns kommt, ist einfach dabei; beim Hühner füttern, beim Vespern, beim Pilze suchen, im Abschlusskreis, beim Pilze putzen und schneiden, beim Plaudern vor der Villa  -  und das war dann auch schon unser  „Dienstags-Programm“ mit lauter netten Gästen; übrigens wollen diese Vier auch zukünftig in Kontakt mit uns bleiben! Nebenbei erwähnt: Bei uns ist  „jeder“  jederzeit willkommen, wie z.B. die Mama von Emma und Theresa, die auf Wunsch von Theresa einmal beim Melken zuschauen sollte; das hat sie heute gemacht! Was für Gefühle für alle! Und dann geht die hochschwangere Mama neben der Kuh Froni und ihrer Tochter in die Hocke und kann (nach vielen Jahren) tatsächlich melken  -  liebe Leute, das lasst Euch mal auf der Zunge zergehen …, ich werde solche Momente nie vergessen. Danke Gisela!



Ganz schön viele halbierte und ausgekratzte Hagebutten und noch mehr „Kernle“ lagen am Mittwoch gegen halb Eins auf den Sitzbänken vor der Scheune. Und das war ganz schön viel Arbeit, fast zwei Stunden lang nur kratzen, mit dem Fingernagel oder dem Kaffeelöffelstiel. Und dann diese juckenden Härchen zwischen den Kernchen und den Fingern und wenn man sich irgendwo hinfasst, dann juckt’s dort auch noch … Aber die Kinder haben sich tapfer geschla-gen, und die erfahrenen „Hasen“ wussten genau Bescheid, vom letzten Jahr her. Morgens bekamen wir interessanten Besuch von Frau Walz und Siegfried Kasper (Rötenberg): Frau Walz hat uns auf dem Schiltacher Bauernmarkt entdeckt und dann

wieder beim Hoffest von Gerhard Wössner und jetzt wollte sie den Bauernhofkindergarten unbedingt selber kennen lernen. In ihrem hohen Alter ließ sie sich von Siegfried zu uns fahren und dann haben die Beiden sich alles genau angesehen: Die Kinder beim Hühner füttern, beim Melken, beim Zurückbringen von Froni auf die Weide, die Kinder beim Vespern und die Kinder und wir beim Habebutten auskratzen. Frau Walz wusste natürlich von früher, wie das geht mit den Hagebutten und dem Kernles-Tee.  Die beiden Gäste waren sehr angetan von allem und fuhren zufrieden und guter Dinge wieder nach Hause, nachdem uns Frau Walz sogar noch eine Spende überreichte; herzlichen Dank dafür!



Ganz schön wenige Kinder hatten wir am Donnerstag, denn morgens zwischen sieben und acht  Uhr bekamen wir die „Krankmeldungen“ für sechs

Kinder. So feierten wir in kleiner Runde den Morgenkreis, schmiedeten einen kurzen Tagesplan und machten uns auf zum Melken, Hühner füttern und Kaninchen versorgen. Jule ging sehr stolz mit

mir alleine zum Melken und konnte gleich noch ihrem Papa Reinhard zeigen, wie gut sie schon melken

kann: „Fast so gut wie David!“ Als wir Froni wieder auf die Weide gebracht hatten, vesperten wir in der Sonne und erfüllten den Wunsch aller anwesenden

Kinder: „Die restlichen Hagebutten machen die Erwachsenen“.  Das ging auch gut, wenngleich

viele Hände viel schneller gewesen wären. Aber

die Kinder genossen die Freiheit fürs Freie Spielen, vergnügten sich ums Haus herum, bei den Schaukeln und schließlich eine lange Zeit im Nebenzimmer

mit den Orffschen Instrumenten. Indes konnten

wir drei vom Team die Hagebutten vollends entkernen, waschen und vorkochen.  Bruno Suschinski kam mit Kollegin, um die Eltern-Interviews für unser Video zu drehen und dann

war auch schon Abholzeit.



Ganz schön viele Kinder, nämlich elf, kamen über-raschenderweise am Freitag wieder gesund und munter in den Kindergarten, was uns sehr gefreut hat. Am Donnerstag hatten wir spontan beschlossen, unseren Besuch im Seniorenzentrum abzubrechen, weil wir die Erntedank-Feier gerne mit allen Kindern und den Senioren feiern wollten. Nun denn; wir nahmen alle Erntedankgaben der Kinder gerne in Empfang und konnten damit einen halben Tisch füllen. Nach dem Morgenkreis wurde gemolken, die Hühner gefüttert und die Kaninchen kamen in ihr neues Gehege. Nach dem Vespern kümmerte sich

Julia um die Hagebuttenmarmelade. Die jüngeren Kinder schälten und schnitten unter fachkundiger Anleitung von Karin das mitgebrachte Gemüse. Die Vorschülerinnen halfen mir, die letzten Hagebutten zu entkernen. Aus Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi, Sellerie, Lauch und Zwiebeln zauberte Karin eine leckere Gemüsesuppe. Püriert und mit frischen Kräutern gewürzt hat sie fast allen gut geschmeckt. Ums Abspülen kümmerten sich die Vorschülerinnen Emma, Jule und Theresa, während die anderen Kinder im Nebenzimmer ein spontanes Konzert der Freien Orffschen Art gaben. Und da war’s auch schon wieder nach halb eins.



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