Da war sie wieder, die ...

... Heidrun! Und alle haben sich sehr gefreut, sie noch einmal ...


... wieder zu sehen, nach vielen Wochen seit dem Abschluss ihres Anerkennungsjahres, übrigens mit der Gesamtnote 2,0 ! Heidrun Wein ging es übrigens genauso und sie hat die Stunden mit den Kindern sehr genossen: Wir feierten Morgenkreis in der Villa, versorgten die Tiere und Heidrun ging auf Einladung von Jule mit zum Melken: „Dann kann ich dir zeigen, wie gut ich melken kann“; Heidrun war mehr als überrascht, denn sie wusste noch von anderen Zeiten … Wir fuhren kurz bis zum Wald am Zollhaus und wollten nach Pilzen Ausschau halten. Das hat erstaunlicherweise prima geklappt: Innerhalb von 1 ½ Stunden hatten wir eineinhalb Spankörbe voll mit Maronenröhrlingen, lila Lacktrichterlingen und Trompetenpfifferlingen. Noch vor dem Morgenkreis halfen mehrere Kinder, die inzwischen getrockneten Pilze in Döschen abzufüllen, die Theresa Herzog in Eigenregie genauestens abwog und entweder etwas Pilze hinzufügte oder heraus nahm, bis die Grammanzeige auf der mechanischen Briefwaage genau stimmte; inzwischen müssen es über 50 Döschen mit getrockneten Pilzen sein.

Perfekt, denn am kommenden Sonntag, 15. 10. ist Bauernmarkt in Schiltach und wir sind wieder mitten drin dabei. Nach halb zwölf versammelten sich fast alle Kinder um die Tische in der Villa zum Pilze putzen und schneiden. Unsere beiden Spezialistinnen für perfektes Auslegen der Ware zum Trocknen auf den Gittern, Mia und Delaja (3 Jahre!) setzten sich in einer fröhlichen Selbstverständlichkeit neben die Gitter im Bad und legten los. Da staunten die Großen, Emma und David nicht schlecht und lieferten andauernd geschnittenen Nachschub; gemeinsam schafften es die Vier, vier Gitter voll Schwammerln-stücke auszulegen, während wir im Vorzimmer kaum mit putzen und schneiden nachkamen. Übrigens will Heidrun unbedingt noch einmal mit ins Seniorenzentrum  -  bevor sie dann ab 1. November in einer Kita in Esslingen mitarbeiten. „Die Baki-Zeit fehlt mir schon“, bemerkte sie und schrieb einen Tag später: „Es tat wirklich gut, mal wieder zu Besuch zu sein und alle zu sehen - das geht im Alltag alles leider immer so schnell unter, da merkt man dann erst richtig, was man hat. Ganz großes Lob!“




Da war sie wieder, die unglaubliche Fingerfertigkeit von Theresa Herzog, wenn es um das Abziehen der Etikettenrückseiten geht: Morgens kaum im Bauernhofkindergarten angekommen entdeckt sie sofort was los war: „Ha, ich will auch abziehen!“ Gesagt, getan: Eins ums andere „abgezogene“ Etikett präsentierte sie der Karin, die mit Aufkleben auf die Pilzdös-chendeckel kaum nachkam. Dass die Mini-Preisschildchen zum Transport am besten an den Fingerspitzen haften und von dort aus auf die Marmeladengläserdeckel geklebt werden können, war auch ihre Idee. Nach dem Morgenkreis, heute mal mit von Hannes ausgeteilten Luftregeln ging‘s zum Melken, Hühner und Kaninchen füttern.

Eine kleine Wald-, bzw. Pilzrunde legten wir ein und fanden gleich schon nach ein paar Metern die ersten Trompetenpfifferlinge und es sollten noch mehr dazu kommen. Gegen halb zwölf lag ein kleiner Pilzberg auf dem Tisch, lila Lacktrichterlinge, echte und Trompeten-pfifferlinge, ein paar Maronenröhrlinge und ein Steinpilz, den Jule, unsere Kletterin entdeckte. Wie selbstverständlich halfen die Großen mit beim Putzen und schneiden und auch das Auslegen übernahmen sie fröhlich, sodass sie um 12.30 Uhr mit Julia die Wetterblätter ausfüllen konnten. Die Jüngeren fanden indes ihr Vergnügen bei den Musikinstrumenten und den Puzzles im Nebenzimmer.



Da war er wieder, der Roland! Und alle haben sich gefreut, ihn einmal wieder zu sehen und wieder zu erleben. Er ist eben immer ein Erlebnis wert, ob mit seinen Geschichten von der Feuerwehr oder seinen witzigen Sprach-spielen: „Das heißt Salmami, auf schwäbisch: sel man i.“ Für Nichtschwaben über-setzt: die selbige (Wurst) mag ich. Und mit seinem Einsatzeifer ist er ebenfalls gerne gesehen. Nicht zuletzt dank seiner Hilfe konnten wir Unmengen von kleinen Quitten zum Entsaften vorbereiten. Danke an Tabea Joos für die Früchte. Direkt nach dem Morgenkreis versorgten wir die Tiere und molken bei Froni gut 4 Liter Milch. Nach dem Vespern begannen alle Kinder, unsere Praktikantin Lena Kohler und unser Besuch Sandra Rauscher mit Tochter Lisa Marie sämtliche Quitten mit Geschirrtüchern zu enthaaren (Tipp von Roland). Theresa Herzog

machte sich mit Begeisterung, Küchenbeil und Kunststoffhammer daran, die gelben Früchte

in vier Teile zu spalten, so kamen wir andern

gut ans Kernhaus dran, wenn man den Trick dazu von Roland weiß … Die Ausdauer der Jüngeren ließ natürlich nach und sie zogen sich ins Nebenzimmer zurück. Aber die Großen konnten wir gut bei der Stange, bzw. den Quitten halten. Nebenher lief

mal wieder ein Versuch, einen Käse herzustellen. Diesmal hat‘s prima geklappt, obwohl ich mich weniger als sonst um den Prozess (7.30 - 12.30 Uhr) gekümmert habe, vor lauter Quitten. Schließlich hatten wir beim Abfüllen der Käsemasse in die Pressform sogar noch Bruch übrig. Als krönenden Abschluss genossen wir einen Viertels Laib unserer Hausmarke „Fronikäse“ und begannen, die Großbaustellen aufzuräumen, zu putzen und zu spülen. Hier sei mal unserer Julia ein großes Lob ausgesprochen, die in ihrer Gelassenheit und mit

viel Liebe jeden Nachmittag Küche, Aufenthalts-raum, Nebenzimmer Flur und Bad samt Toiletten u.a. aufs Beste reinigt und wieder in den Normalzustand versetzt! DANKE!



Da war er wieder, der schwarze Mümmelmann, der sich am Donnerstagmorgen irgendwie aus dem Staub des Kaninchengeheges gemacht hatte. Unter der großen Heuraufe fand er ein geschicktes Versteck, aber nicht lange, denn Davids Idee, ihn mit einem Maiskolbenstück anzulocken hat nach einiger Zeit des Wartens tatsächlich funktioniert und Lenas gekonntem und beherztem Griff entkam er nicht mehr - gut gemacht Lena! Da stellten wir unseren Ablauf um und versorgten jetzt zuerst die Tiere, David

und Jule halfen beim Melken. Mit dem Morgen-kreis fuhren wir fort und vesperten anschlie-ßend in der Villa. Noch einen dreiviertels Wäschekorb voller Quitten hatten wir vor uns. Mit kluger Arbeitsteilung und viel Eifer von Theresa Herzog und David beim „Zerhacken“ der Früchte, hatten wir kurz vor 12 Uhr tatsächlich den Korb leer und die ersten Quittenstücke dampften im Entsafter. Wir feierten Abschlusskreis mit dem Wolf und den sieben Geißlein und mit der zweiten Hälfte unseres Froni-Käses.



Da war sie wieder, die Ursel Bühler: Am Freitag vor 10 Uhr im Schlossbergsaal des Seniorenzentrums Schiltach; wie sie leibt und lebt, die „Ex-Kindergärtnerin“: Am Boden (ganz und gar nicht zerstört) kniend und ganz in ihrem Element: Von unseren 10 Kindern hautnah umringt motiviert sie sie mal eben in „teamwork-Manier“ die Schautafel vom Eingangsbereich mit Farbstiften zu beschriften, zu bemalen und je nach Phantasie zu gestalten. Die Kinder wollten nicht mehr aufhören, so begeistert waren sie dabei. Wir starteten dann aber doch mit dem Morgenkreislied, das inzwischen die meisten Senioren auswendig und nach Vermögen kräftig klatschend mitsingen. Die Regeln und die Monatskette gab es wieder aus der Hosentasche und in der Luft. Julias Lerngeschichte für Mila kam blendend an, insbesondere ihre Zeichnungen dazu. Ursel übernahm nun die Einführung ins Drachen basteln: Einen großen für den Kindergarten und

für Groß und Klein einen kleinen als Deko. Als ich anfing, das Holzkreuz für den großen Drachen herzustellen erzählte mir die 97-jährige Frau Spinner, wie oft und wie viele solcher Drachen sie früher gebaut haben und dann ging es immer darum, wessen Drachen fliegt am höchsten. „Heute,“ meinte sie, „macht das ja kein Mensch mehr!“  Leider und als Ursel das Drachenpapier kaufen wollte wurde ihr erklärt, das gäbe es schon lange nicht mehr, das würde ja niemand mehr kaufen. Die Kinder und die Tagesgäste bastelten unter fleißiger Anleitung von Ursel, Heidi, Monique, Karin, Julia und Lena kleine farbige Drachen mit Gesicht und bunten Schwänzen. Das dauerte, aber kurz vor 12 Uhr hatten alle ein hübsches Mitbringsel  -  also ne, und so was im Bauernhofkindergarten  -  ja, wir können auch anders  -  müssen aber nicht.  Danke an Ursel und Heidi und Monique für alle Eure Mühe und Fürsorge!  Wir kommen gerne wieder.



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