Um 10.10 Uhr fuhr der Bus ab, ...

... um 11.40 Uhr kam er wieder an, ...


... der VW-Bus von Familie Gutekunst, ohne den wir inzwischen nicht mehr auf Reisen gehen können, wenn es denn unbedingt sein muss; herzlichen Dank fürs Ausleihen! Außerdem fuhren Julia und Karin mit ihren Autos; herzlichen Dank fürs Fahren! Was war geschehen am Montag? Im Morgenkreis, nach allen Ritualen, wie Kerze anzünden, Morgen-Lied singen, acht Regeln besprechen, Monatskette zählen, Julias Lerngeschichte hören und den Plan für den Tag schmieden, erzählte ich von sensationellen Trompetenpfif-ferlingsfunden am Samstag. Das zeigte Wirkung und wir beschlossen, da fahren wir wieder hin. So kam‘s, dass nach dem Melken (mit Emma Glück und David) und dem Hühner und Kaninchen füttern 12 Kinder in 7 Minuten zur bekannten Waldstelle fuhren. Dort vesperten wir

im strahlenden Goldenen-Oktober-Sonnenschein

auf dem Waldboden. Binnen einer Stunde sammelten

wir dann zwei Spankörbe voller Trompetenpfiffer-linge, ohne mehr als 50 Meter Fußweg gemacht

zu haben; es brach förmlich das Pilzfieber aus und hat auch fast alle erwischt. Damit wir die Berge

von „Trompeten“ auch alle geputzt und ausgelegt bekamen, mussten wir schon um 12.30 Uhr wieder zurückfahren. Jedes fanden seinen „Job“ in der

Villa: 8 Kinder und 3 Erwachsene machten sich

mit Kinderschere, Pinsel und Messer ans Putzen, während 4 Kinder sich um das Auslegen auf den Trockengitter kümmerten. In einer Selbstverständlichkeit, die wieder einmal ihres Gleichen sucht, halfen alle mit, bis alle Pilze versorgt gewesen sind: Macht 4 Gitter mit zusammen über

4 m² ausgelegten Pilzen.  Das war‘s und mehr brauchte es diesem Montag auch gar nicht, um glücklich zu sein. Übrigens haben Theresa Herzog und David beim Abholen ihren Müttern erklärt,

dass sie heute oder morgen unbedingt mit ihnen

zu diesem Waldstück müssen, denn da  hat es noch so viele Trompetenpfifferlinge und die schmecken

so lecker; na denn.




Bei unserem Stand auf dem Bauernmarkt in Schiltach am Sonntag, 15. Oktober hatten die Helferinnen und Helfer viel zu tun: Vor allem der Crêpes-Verkauf lief blendend, dank Samuel Gutekunst und seinen Schwestern Salome und Rebekka!!! Ein riesengroßes Dankeschön für Euren ganztägigen Einsatz. Danke auch an die Eltern, die mitgeholfen haben, am Verkaufs-stand und im Bauernhofkindergarten beim

Tag der offenen Tür; und auch hier ging ohne Familie Gutekunst wieder fast nichts: Ob beim Ponyreiten, beim Beamer bedienen, beim Kaffee Ausschenken oder Spülen, ob Roland oder Moni, Joel, Silas oder Nathanael ..., Ihr seid große Klasse!  Sehr herzlichen Dank für Eure großartige Unterstützung! Summa summarum kamen wir auf stolze 1150 € Einnahmen und zwei Neuanmeldungen.



Um 10.10 Uhr stapfte Maiky am Dienstag Richtung Waldrand, begleitet von den Kindern und dem Team. David und Emma schleppten die Holzräderachse

und Jule das Kummet. Für unseren Videofilm brauchten wir noch die Szene, wie Maiky Baum-stämme aus dem Wald bis zum Holzplatz zieht. Geduldig wartete er ab, bis das „Geschirr“ an ihm festgemacht war und die Kinder zwei Baumstämme auf die Achse geladen hatten. Als er dann ziehen sollte, wollte er erst nicht so recht, aber dann rannte er doch los. Mit zwei Unterbrechungen zog er die Baumstämme schließlich bis zum unteren Tor, wo die

Kinder sie abtransportierten.Nach dieser Szene und einem kurzen Ritt von David auf dem Pony blieb viel Zeit zum freien Spielen, zum Mischpilze abwiegen, Apfelringe schneiden, zum Malen oder zum Drachen basteln. Und endlich gab es mal wieder einen richtigen Abschlusskreis mit dem Erzählalbatros, dem Märchen vom treuen Johannes, getrockneten Apfelringen und den Schlussliedern  „Im Schilf am Teich“  und  „Alle Leut“. Im Wetterblatt fehlten die Eintragungen einiger Tage, das wird jetzt wieder besser, denn die Pilzsammelsaison haben wir für dieses Jahr offiziell beendet.



Um 10.10 Uhr spazierten wir am Mittwoch Richtung Baumhaus, das war der Wunsch der meisten Kinder am Ende des Morgenkreises. Zuvor erklärte Delaja ganz alleine eine der acht Regeln! David, Emma und Theresa erklärten, dass sie alleine zu den Schafen gehen wollen und trauten sich das auch. Zwei Vorschüler halfen beim Froni melken, die andern gingen zum Hühner füttern und Roland Gutekunst machte eine Hofführung für Karin und Julia, incl. der Einführung ins Befüllen und Anfeuern des großen Holzofens. Weil die Kaninchen deshalb immer noch kein Futter bekamen, beschloss Theresa Schaupp, dass sie den Kaninchen ganz alleine (und ohne Aufforde-rung) Gras rupft und es ihnen füttert. So viel Selbstständigkeit an einem Morgen - klasse!

Wir vesperten noch vor der Villa im herrlichen Sonnenschein und nahmen vorsichtshalber einen Spankorb mit. Der blieb aber so gut wie leer, weil die wenigen Trompetenpfifferlinge schon vertrocknet waren. Schnell schlüpften die Kinder beim Antreffen am Baumhaus in allerlei Rollen und hatten ihre Freude am Spielen und Phantasieren. Unsere Jüngsten machten sich zwischendrin selbstständig und übten mal eben das „freie Pinkeln“  -  nicht schlecht für den Anfang! An der Villa angekommen, feierten wir unseren Abschlusskreis und lauschten der Fortsetzung des Märchens vom treuen Johannes und wie der sogar sein Leben für die Rettung des Königssohnes einsetzte  -  er wurde zu Stein und ist am Ende doch wieder lebendig geworden.



Um 10.10 Uhr kam unser erster Besuch aus Wittlensweiler, Mutter, Vater und Tochter (2,5 J.), um den Bauernhofkindergarten kennen zu lernen.

Mit etwas Verspätung kam unser zweiter Besuch

bei uns an, zwei Mütter, zwei Söhne (2,5 J.) und

ein vier Wochen altes Baby aus Haslach und Fischerbach. Gerne sind wir deshalb mit unseren Kindern nach dem Morgenkreis, dem Melken und

dem Tiere versorgen am und ums Haus geblieben.

Die Schafe bekamen trockenes und mit Steinen kleingeklopftes Brot und so manche Streicheleinheit. Nach einer Miniwanderung versammelten wir

uns in der Villa und sofort war der "Maltisch"

umlagert.  Da kommt man sich näher, z.B. beim Farbstifte austauschen ober beim Überlegen,  

wie man wohl eine Gießkanne malt. Wer am

Maltisch keinen Platz mehr fand, fand ihn im Nebenzimmer beim Rollenspielen oder draußen im Sand und an den Schaukeln. Interessante Schlussworte fielen im Abschlusskreis, als der Albatros auf den Zeigefingerspitzen schwebte, da betonten mehrere Kinder und wir Erwachsenen, dass wir uns sehr über die Besuche gefreut haben. Sie werden sicher wieder kommen, beteuerten alle sieben, während das Baby gelassen im Tragetuch an der Mama schlummerte.



Um 10.10 Uhr saßen wir am Freitag mit 10 Kindern im Schloßbergsaal des Seniorenzentrums im Kreis zwischen 13 Senioren, um mit allen Gästen unseren Morgenkreis zu feiern. Zuvor absolvierten wir unseren obligatorischen „Kleinspaziergang“, diesmal mit 5 Erwachsenen, denn Heidrun Wein verbrachte den ganzen Freitag mit uns, sozusagen als ihren Abschiedstag. Eine Runde an der Schiltach entlang und oben am Wald wieder zurück; wo man immer viel rennen kann! Das Morgenlied klang wieder wie ein Chorgesang und viele Tagesgäste machen inzwischen (je nach Vermögen) auch die Handbewegungen mit. Julia las ihre Lerngeschichte für Mia vor, wie die sich das erste Mal traute, ein Huhn aus ihrer Hand fressen zu lassen. Weil heute Laternen basteln angesagt war, sangen wir im Anschluss mehrere Laternenlieder, die meisten konnten die Senioren fröhlich mitsingen. Nachdem die Basteltische standen, begannen Susanne und Ursel mit den

Senioren aus farbigen Transparentpapierstreifen kleine Herbstblattmotive auszustanzen. So entstanden zwei kleine Kunstwerke: Bänder, um Tischkerzenleuchter zu gestalten und die ausgestanzten Blätter ließen sich auf weißem Transparentpapier wie bunt umherwirbelndes Herbstlaub aufkleben. Für die Kinderlaternen hatten wir uns überlegt, dass die Kinder verschieden große Sterne aus Ausstecherles-Förmchen auf das Transparentpapier abzeichnen und diese mit gelber Wachsmalkreide ausmalen. Die restliche Gestaltung soll dann mit Wasserfarbe erfolgen. Heute brauchten wir die Zeit für die Sterne und den Mond und so manches Häuschen. Gegen halb zwölf konnten wir alle Papierstreifen einrollen und die Arbeitstische abräumen. Die Zeit bis zum Abholen verbrachten wir draußen in der Sonne, oder besser gesagt zwischen buntem Herbstlaub, das der Wind lustig von den Bäumen blies  -  jetzt kommt doch der Herbst.



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