Was so liegen und stehen blieb, bearbeiteten wir ...

... am Montag, 30.10., nach dem Hühner und Kaninchen füttern.


Bei Froni blieb leider nichts  „stehen oder liegen“, milchmäßig, denn das Kälbchen war schneller als wir. Dafür lagen nach dem Vespern jede Menge allerletzte Lampionblumen in der Wanne. Weil die Sonne ein wenig zwischen Nebel und Wolken hervorlugte, begannen wir mit dem Pflücken der Beeren draußen vor der Scheune, doch nicht allzu lange, denn alle bekamen wir „Eisfinger“ und beschlossen,

lieber in der Villa weiter zu pflücken. Dort

ging‘s dann um so schneller. Zusammen mit unserem Besuch aus Herrenberg, Rebecca Baumann machten sich Jule, Emma und Mia daran, alle Feuerbohnen zu pflücken und das Kraut und die Stangen aufzuräumen. Drei Kürbisse und eine Zucchini trugen sie noch in die Küche, dann war der Garten leer. Alles Kraut und die verwelkten Blüten lassen wir als Mulchdecke liegen, ohne umzugraben, genau

so, wie es der Wald uns vormacht, und der hat bekanntermaßen den besten Boden. In der Villa lagen noch 50 Farbstifte (unser Vorrat und  Arbeitsmittel für die Besuche im Senioren-

zentrum), die mussten dringend gespitzt werden; da fanden manche Kinder etwas zum „Durchdrehen“. Theresa sah schon immer wieder die Nähmaschine  „herumstehen“ und erklärte schon zuhause, dass sie jetzt endlich mal nähen lernen möchte: Gesagt, getan! Mit einem Stoffstern konnte sie sich gut anfreunden. Wir entwarfen ihn gemeinsam aus Papier. Theresa bügelte den Stoff und jetzt übertrugen wir die Schablone. Anfangs recht vorsichtig und mit der Zeit immer mutiger gab die junge Schneiderin dann „Gas“ am Strom-Pedal: Der Motor schnurrte und die Nadel zog Stich um Stich die beiden Fäden durch die 2 Lagen Leintuch. Zacke um Zacke wurde zusammengenäht, bis auf ein kleines Loch für die Schafswolle. Fingerfertig geschickt stopfte Theresa erst die Sternspitzen und zum Schluss den ganzen Stern voll, mit der selbst- geschorenen und gewaschenen Wolle;

das fiel ihr gleich ein, als sie die Wolle fühlte und daran roch. „Und dann hänge ich den Stern bei unserem Baby übers Bett!“




Was am Waldrand noch so liegen blieb an Brennholz, holten wir mit Boller- und Leiterwagen am Donner-stag mit 12 Kindern ab und fuhren alles zum Brenn- holzlager. Zuvor fütterten wir die Hühner mit Mais-körnern und etwas Brot und die Kaninchen mit Gras und Heu. Den Morgenkreis feierten wir vor der Villa mit Jacken an, denn es war doch recht frisch. Und davor kochten wir mal eben noch 25 Gläschen allerletzte Lampionblumenmarmelade ein. Die Holz- 

transporte dauerten bis etwa 11 Uhr. Jule, Mila und Mathilda haben dann ihre Laternenpapiere mit Aquarellfarbe fertig angemalt. Auch sonst wurde viel gemalt und ausgeschnitten. Unser Feriengast Justus fand da gleich viele Verehrerinnen, weil er so toll malen, Schneeflocken ausschneiden und Schiffchen falten kann. Es blieb auch noch Zeit, um ein Buch vorzulesen. Im Abschlusskreis las Karin dann für alle das Märchen von Rapunzel vor.



Was am Straßenrand der neuen Umgehungsstrecke nach Schiltach so alles aufgestellt wurde, bestaunten wir am Freitag, als wir das erste Mal die neu gebaute Straße hinabfuhren: Riesige, aber sehr schön anzuschauende Gabionen-Zaun-Mauern, viele Leitplanken, ein Schutzzaun für die Waldtiere und schließlich die Unterführung. Da hatten wir für den Weg bis zum Seniorenzentrum grade mal 10 Minuten mit dem Auto gebraucht; tolle Sache und ein großes Lob an die Bauarbeiter, beschlossen wir. Die ersten Gäste in der Tagespflege hießen uns wir wieder herzlich willkommen. Nach dem Vespern in der Oase spazierten wir den kleinen Rundweg an 

der Schiltach entlang, sammelten Ahornblätter zum Basteln und Löwenzahn für die Kaninchen. Kurz nach 10 Uhr stimmten alle unser Morgenlied an und sangen aus vollem Herzen mit. Die 8 Regeln aus der Luft verteilte Mathilda und immer, wenn ein Kind eine Idee hatte, sprach es seine Regel ins Mikrofon  -  ganz neu!  Spannend für die Kinder und prima für die Senioren, die so viel besser verstehen, was die Kinder sagen. Unser Tagesthema drehte sich um Herbstlaub, Kartoffeln, Kürbisse und Zucchini. Die verschiedenen Farben der Kartoffeln betrachteten wir zuerst und begannen dann, alles zu schälen und in kleine Würfel zu schneiden. Viele Senioren hatten das noch gut



im Griff und manche Erinnerung wurde nebenher ausgetauscht. Immer wieder spannend, wenn der 80-jährige Siegfried neben der 99-jährigen Frau sitzt und sie erzählen sich, wie der Siggi  „früher“  als Hütejunge für die Frau gearbeitet hat. Als alles kleingeschnibbelt und im Kochtopf verstaut war, kochte eine Mitarbeiterin das Ganze zu einer feinen Suppe. Indessen lauschten Jung und Alt den gemeinsam zusammengetragenen Beschreibungen der Senioren, was mit den Blättern der Bäume im Herbst passiert. An den Ahornblättern ließen sich die 5 Adern auf der Blattunterseite sehr schön erkennen. Die Aufgabe hieß nun:  Mit der Schere die fünf Adern 

frei zu schneiden. Das kostete Mühe, aber fast alle schafften es und hielten dann eine „Hand mit 5 Fingern“ in ihren Händen. Wir bestimmten, welche Ader welcher Finger ist und schnitten sie auf die entsprechende Länge. Zur Krönung spielten wir mit den Ahornfingern: „Fünf Männlein sind in den

Wald gegangen“, mehrfach und mit großer Freude. Dann kam die Suppe auf dem Speisewagen angefahren. „Sehr lecker“ hörte man aus fast allen jungen und älteren Mündern.  Herzlichen Dank an Ursel, Erna und alle Mitarbeiterinnen, die uns und die Senioren wieder so liebevoll und fürsorglich begleitet haben!  Wir kommen gerne wieder.



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Kommentare: 1
  • #1

    Hans Steinwand, Hopfau (Samstag, 04 November 2017 10:08)

    Ich lese jede Woche die Wochenrückblicke von Helmut und bin immer neu überrascht über
    die Iedeen, aber auch über die Spontanität von Helmut und den Kindern. Ich finde es
    fantastisch, wie der Bauernhofkindergarten dank Helmut ein Segen für viele Kinder ist.
    Hanas Steinwand