Volles Haus am ersten Kindergartentag 2018! Das hat ...

... allen gut getan und wir saßen in einer wohligen Runde im Morgenkreis.


Alle 6 Geburtstagskerzen brannten für Jule und zur Feier des Tages die Morgenkreiskerze auch noch. „Ich weiß gar nicht mehr, wie das Morgen Lied geht“, stellten einige fest, als sangen wir im Kerzenschein den ersten Vers: „Guten Morgen, liebe Kerze, hast das Dunkel hell gemacht, ja das Dunkle wird viel heller, wenn die liebe Kerze lacht.“ Für Jule stimmten wir ein in das Geburtstagslied: „Heute kann es regnen, stürmen oder schnein, denn du strahlst ja selber, wie ein Sonnenschein.“ Jule zählte auf der Monatskette bis zum 5., ihrem Geburtstag und dann bis zum 8. Januar und wir entdeckten: „Heute ist Montag, der achte Januar 2018“. Dass wir nach dem Tiere füttern zuerst nach unserem Tannenbaum für Tiere schauen, war klar. Alle Vierbeiner bekamen ihr Heu und das Geflügel vom trockenen Brot. Mit Ruck-säcken wanderten wir zum Tannenbaum und fanden noch recht viele Karotten hängen: „Da kommt ja auch kein Hase hin, so hoch wie die hängen!“ beschlossen Theresa und Emma und begannen mit dem Taschen-

messer eine Karotte zu schälen und zu probieren  -  besonders geschmeckt haben sie aber nicht; also nahm Julia alle Rüben mit, um sie den Kaninchen, die bei ihr im Winterquartier leben, zu verfüttern.  Wir schufteten uns den Mountainbiker-Berg hinauf und entdeckten Wildschweinhaare, Losung vom Reh und 2 mächtige, vom Sturm abgebrochene Weißtannen und staunten, was für Kräfte da im Spiel sein müssen, wenn solche Bäume abknicken wie Streichhölzer?! Ein frisch aufgebaggerter Waldhang verlockte erst Theresa Schaupp zum Klettern und nach und nach versuchten sich fast alle Kinder im Steilwandklettern ohne Seil, aber mit Matschhosen ist das kein Problem. Im Abschlusskreis erzählten viele Kinder: „Mich hat gefreut, dass wir im Wald waren …“ (immerhin von 10 bis kurz vor 12 Uhr)

und alle machten einen glücklichen und zufriedenen Eindruck, was sicher auch an den leckeren Geburtstagsmuffins von Jule lag  -  vielen Dank dafür. 




Volles Haus am zweiten Kindergartentag! Nur Karin musste krankheitsbedingt zuhause bleiben, aber Roland Gutekunst konnte glücklicherweise einsprin-gen und so hatten wir Gelegenheit, endlich mal wieder die Burg zu besteigen. Großes Thema davor:  Die bösen Menschen, die schon mehrfach mitten in der Nacht den Holzleiterwagen an der Straße gewaltsam umgestoßen und zuletzt sogar mit einem Auto so zusammengefahren haben, dass  er jetzt ganz kaputt ist. Da sprudelten die Ideen, was man machen könnte, damit man solche Leute erwischt und ihnen das Handwerk legen kann. Unterwegs zeigte uns Roland eine kleine Quelle, um die wir uns sicher noch öfter kümmern werden.  Auf der Burg rutschten die Mutigen steil Berg ab, selbst Delaja wagte sich und bekam von Theresa Schaupp gute Unterstützung. Es ist immer wieder erstaunlich, wie mutig die Jüngsten in recht kurzer Zeit werden, selbstsicher

und vertrauensvoll ihre Kräfte und ihre Geschicklich-keiten erproben und voller Stolz Tag um Tag Neues lernen; nichts Großes  -  kleine  „Schritte“  -  wenn man sie lässt!  Das gilt auch beim Feuer machen, z.B. mit dem Feuerstahl: Da versuchte sich Theresa  H. Minuten lang, bis tatsächlich die ersten Funken ins Papiertaschentuch hüpften und ein bisschen Qualm  erzeugten. Wir eilten dann auf halb zwölf zur Villa, denn David und Theresa hatten extra Kartoffeln, Karotten und Kohlrabi mitgebracht, um endlich ihre Suppe kochen zu können, die sie aus den Resten des Tannenbaumes für Tiere doch lieber nicht zubereiten wollten. Die 4 Vorschüler haben es geschafft: Schälen, klein schneiden, kochen, spülen, abtrocknen und aufräumen; kurz nach 12 Uhr genoss, wer wollte, die sehr leckere Gemüsesuppe, bis der Topf leer war.  Danke für die Gemüsespenden und herzlichen Dank an Roland für seinen spontanen Einsatz!



Volles Haus auch am dritten Tag und Muhanad kam zu seinem ersten offiziellen Praktikumstag dazu. Inzwischen läuft der Morgenkreis mit seinen Ritualen wieder in gewohnter Weise, also eigentlich nichts Neues, wobei es spannend ist, zu beobachten, wie gerade die Jüngsten Stück für Stück hineinwachsen und sich immer ein bisschen mehr trauen, ob beim Kerze anzünden, oder bei der Monatskette, beim Vortragen der Regeln und beim Singen (lernen) der Liedstrophen und der dazugehörenden Bewegungen. (Ich wurde des Öfteren gefragt, ob wir denn immer das gleiche Lied im Morgenkreis singen?  Ja, genau deswegen.) Zu einer Abstimmung kam es beim Plan 

für den Tag: Wer will auf die Burg und wer nicht?  Gezählt wurden 9 Stimmen für die Burg, der Rest ging ein bisschen unter, aber macht nix, es war

eine Abstimmung  -  im Unterschied zum Auslosen

mit Streichhölzle.  Nachdem die Tiere ihr Heu, bzw. die trockenen Brotkrümel bekommen  hatten und 

das Feuer im Ofen entfacht war, spazierten alle zur Burg hinauf. Unterwegs sägte Muhanad Äste als Grillstöcke zurecht. An der Feuerstelle begannen Theresa Herzog und David, dem Feuerstahl möglichst viele Funken zu entlocken, um das Taschentuch zum Glimmen zu bringen. Sehr mühsam, aber mit unserer Hilfe fing das Tuch Feuer und das Reisigbündelchen auch. Wieder mit viel Mühe versuchten wir gemein-sam, das Feuer grillfähig zu halten; ging dann schon und einige Kinder brutzelten nun ihr Vesperbrot, Apfelschnitze und kleine Tomaten an Stöcken. Wer sich nicht mit dem Feuer beschäftigte, spielte in

den Höhlen, baute am Steinhaus oder übte sich im Klettern. Nach dem Löschen des Feuers trafen wir uns in der Villa zum Abschlusskreis. Karin las, passend zum Brunnen auf der Burg den Froschkönig vor. Die Vorschüler schrieben in die Wetterblätter: Morgens 2 und mittags 5 Grad bei vielen Wolken

und wenig Sonne.



Nicht mehr so volles Haus am Donnerstag: Mit 9 Kindern feierten wir den Morgenkreis und übten nochmals das Abstimmen: Burg oder Baumhaus oder Hexenhaus?  Die Mehrheit wollte zum Baumhaus,

was ich respektiert, aber mit dem Hinweis auf die Außentemperaturen versehen habe und deshalb vorschlug, auf einem  „Umweg“  zum Baumhaus

zu wandern, denn wer sich bewegt, friert nicht,

das wissen bei uns selbst die Jüngsten. Vielleicht

war es Julias Lerngeschichte für David, in der sie gekonnt von dem Lagerfeuerabenteuer am Mittwoch erzählte, dass dann unterwegs der Wunsch aufkam, doch lieber zur Burg zu gehen, um wieder Feuer machen zu können.  Wir vesperten am Vesper-häuschen und versuchten vergeblich, mit dem

Feuerstahl feuchte Birkenrinde zum Brennen zu bringen.  Einige Kinder sammelten junge Weiden, um Fackeln daraus zu machen und Eichenmoos-Flechten als Deko für die Hochzeit. Die Jüngsten hatten indes mit dem recht steilen Aufstieg zu kämpfen, schafften es schließlich mit Karins und Julias Unterstützung. Mit Feuer mach hatten wir nach mehreren angebrannten Taschentüchern keinen Erfolg. Also kehrten wir ohne gegrillt zu haben und dennoch zufrieden wieder zurück. Während Julia auf Wunsch der Kinder die Weihnachtsgeschichte aus einem mitgebrachten Bilderbuch vorlas, schlürften einige unsere hauseigene Bohnensuppe mit Kartoffel-stückchen, der Rest kaute genüsslich ein getrocknetes Apfelringlein.



Elf zu elf stand es am Freitag im Seniorenzentrum, als sich elf  Kinder um 10 Uhr, nach unserem Frisch-luftaufenthalt im Schlossbergsaal mit den elf Senioren vor der großen Leinwand zum Morgenkreis feiern versammelten. Mittels Luftregeln erklärten einzelne Kinder übers Mikrophon unsere acht Regeln und mit der Luftmonatskette zählten wir zusammen mit den Senioren bis zum 12. Januar 2018.  Ursel führte dann gekonnt in das Thema Schule ein, wie es früher war und heute ist. Nach einem kleinen Zögern erzählten doch einige Senioren, wie das bei ihnen so war mit dem Schulweg, den Schulklassen, den Schul-ranzen und den Lehrern damals  -  unvorstellbar für uns heute: Über eine Stunde Fußweg bei jedem Wind und Wetter waren normal.  Die „Häschen-schule“  schauten wir uns auf der Leinwand an und Ursel las die gereimten Verse dazu. Mit der Frage, was man früher im Schulranzen hatte, ging es weiter: Tafel, 

Griffel und ein Vesperbrot.  Ein altes  Schultäfelchen samt Putztuch und Griffel konnten wir vorzeigen. Mit zwei Händen aus Holz und klappbaren Fingern rechneten wir ein paar „Mathe-Aufgaben“. Die Sütterlin-Schrift veranschaulichten wir mit zwei alten Gedichten, die tatsächlich von zwei Senioren vorgelesen werden konnten. Schließlich errätselten Groß und Klein alle Buchstaben des Alphabets in altdeutscher Schrift und suchten passende Vornamen dazu. Jetzt folgte die „Turnstunde“: Der Anfang von einem Kletterseil wurde so lange reihum gereicht, bis Alt und Jung das Seil doppelt in Händen hielten; mit den Armen hoch in die Luft oder mit dem Seil bis auf den Boden, drüber klettern, drunter durchgehen usw. hat alle motiviert. Das große Seilziehen, Senioren gegen Kinder gewannen am Ende die Senioren. Vielen Dank an Susanne, Ursel und Monique für die gute Zusammenarbeit; wir kommen gerne wieder!



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