Orientierungsplan ...

Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung soll seit Beginn des Kindergartenjahres 2009/2010 in allen Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt angewandt werden und somit auch in Waldkindergärten. Der Orientierungsplan in seiner erweiterten Fassung von 2014 stärkt die Tageseinrichtung für Kinder als Ort der frühkindlichen Bildung. Er stellt die Perspektive des Kindes in den Mittelpunkt des pädagogischen Handelns und geht von der Motivation des Kindes zur Selbstbildung aus. Die Bildungsprozesse des Kindes sollen individuell begleitet werden. Die Grundlage der pädagogischen Arbeit sind Wertschätzung und Akzeptanz des Kindes, sowie die ganzheitliche, individuelle und entwicklungsangemessene Begleitung.

Dies stellt die Einrichtungen vor konkrete pädagogische Herausforderungen, die eine spezifische Haltung und Professionalität der Fachkräfte umfasst, sowie eine Erziehungspartner-schaft von Eltern und pädagogischen Fachkräften unabdingbar macht.  Für die gelingende, weiterführende Bildungsbiographie des Kindes ist darüber hinaus eine enge Kooperation der pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung mit der Grundschule zwingend. Grundlage des Orientierungsplanes ist eine mehrperspektivische Sicht "auf" das Kind, die zu sechs eng miteinander verzahnten Bildungs- und Entwicklungsfeldern führt, welche für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ausschlaggebend sind und auf die die Tagesein- richtung für Kinder Einfluss nimmt: Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl und Mitgefühl, Sinn, Werte und Religion.



Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Sprachförderung zu. Für jedes Bildungs- und Erziehungsfeld werden im Orientierungsplan Kompetenzen genannt, die bis zum Schuleintritt erworben werden sollen. Eine zentrale Rolle nimmt die Beobachtung und Dokumentation des Entwicklungsstandes und der Themen des einzelnen Kindes als Basis der pädagogischen Arbeit ein. Diese dienen auch als Grundlage für jährlich mindestens ein strukturiertes Elterngespräch.

Mindestens einmal jährlich werden die Umsetzungsschritte des Orientierungsplanes mit den Eltern abgestimmt. Alle Tageseinrichtungen und somit auch die Wald- Natur- und Bauernhofkindergärten stehen vor der Herausforderung, ihre bestehende pädagogische Konzeption mit den im Orientierungsplan genannten Zielen abzugleichen, beziehungsweise eine verschriftlichte Konzeption unter Berücksichtigung dieser Vorgaben zu erstellen, beziehungsweise weiterzuentwickeln. (zitiert aus: KVJS Jugendhilfe-Service „Der Waldkindergarten“)